Heinz-Christian Strache, Österreichs ehemaliger Vizekanzler und FPÖ-Obmann, kündigt Anzeigen gegen drei Personen an.Foto: Roland Schlager/APA/dpa

Anonyme Anzeige vor Österreich-Wahlen: Statement von Ex-Vizekanzler Strache nach Razzia der Staatsanwaltschaft

Epoch Times14. August 2019 Aktualisiert: 14. August 2019 17:59
Das Ibiza-Video tauchte nur wenige Tage vor den Wahlen zum EU-Parlament auf und sprengte die Regierung aus ÖVP und FPÖ in Österreich. Die Hintermänner sind nach wie vor unbekannt. Nun, sechs Wochen vor den Nationalrats-Wahlen in Österreich, wird Ex-Vizekanzler Strache mit einer anonymen Anzeige konfrontiert. Hausdurchsuchungen folgen.

Als Reaktion auf die Hausdurchsuchung bei Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) aufgrund einer anonymen Anzeige veröffentlichte der ehemalige FPÖ-Vorsitzende ein Statement auf Facebook.

In den Kommentaren wurde Strache rege Unterstützung zuteil, ihm aber auch zu Vorsicht geraten: „Obacht! Auch die Unfallgefahr steigt vor den Wahlen bekanntlich. Alles Gute für die Zukunft und ein schnelles Verfahrensende! Die Wahrheit siegt immer!“ Ein weiterer Kommentar hinterfragte: „Wegen so einen Vorwurf, durch Anonym gleich eine Hausdurchsuchung durchzuführen macht mich nachdenklich!“

Strache-Statement im Wortlaut:

Liebe Freunde!

Am 12.08.2019 wurden aufgrund einer anonymen Anzeige und des hiernach gegen mich erhobenen Vorwurfes der Bestechlichkeit im Rahmen von Hausdurchsuchungen meine privaten Wohnräumlichkeiten durchsucht. Ich habe mich den Beamten der Strafverfolgungsbehörde gegenüber uneingeschränkt kooperativ verhalten und werde auch die weiteren Ermittlungen nach besten Kräften uneingeschränkt unterstützen.

Der gegen mich erhobene Vorwurf entbehrt jeder Grundlage und ist daher lediglich ein weiterer politischer Angriff auf meine Person. Offenbar wird in Fortsetzung der Erstellung und Veröffentlichung des Ibiza-Videos, deren Initiatoren und Hintermänner sich ebenfalls bis heute in der Anonymität verstecken, fortgesetzt versucht, mich zu diskreditieren und mundtot zu machen. Aber auch dieser Versuch wird misslingen. Ich habe mir keinerlei Verhalten – weder in diesem, noch in anderen Zusammenhängen – vorzuwerfen, das den Straftatbestand der Bestechlichkeit erfüllt.

Ich bin daher davon überzeugt, dass gründliche Ermittlungen mich vollständig rehabilitieren werden und auch dieser feige Angriff auf meine Glaubwürdigkeit gut sechs Wochen vor den Neuwahlen sein Ziel verfehlen wird.

Euer HC Strache“

(sm)


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