Offener Brief als Anzeige in „Kurier“ und „Österreich“ sorgt für Wirbel

Epoch Times8. Januar 2021 Aktualisiert: 8. Januar 2021 20:38

Eine Vereinigung von Anwälten, Ärzten, Wissenschaftlern und Kulturschaffenden in Österreich, die sich nach eigenen Angaben seit einigen Monaten mit den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen beschäftigen, haben in zwei österreichischen Tageszeitungen Anzeigen geschaltet.

In einem ganzseitigen „Offenen Brief an die Regierung“, den die beiden auflagenstarken Zeitungen „Kurier“ und „Österreich“ am Freitag abdruckten, steht, dass ihnen Untersuchungen vorliegen, nach denen Gesichtsmasken insbesondere für Kinder „nutzlos und gesundheitsschädlich“ seien. Bei Kindern handele es sich um die am wenigsten von Corona betroffene Gruppe. Die Verfasser kritisieren die Impfungen, die „nicht verantwortungsvoll geprüft“ worden seien, ebenso stellen sie die Validität der PCR-Tests infrage.

Die Autoren beziehen sich auf „wissenschaftliche Untersuchungen“, die sie Interessierten gern zur Verfügung stellen. Sie selbst bezeichnen sich selbst als „Außerparlamentarischer Corona Untersuchungsausschuss Austria“.

„Man kann also im ‚Kurier‘ diese Fake News als Inserat schalten“, empörte sich der Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung „Falter“, Florian Klenk, im Kurzbotschaftendienst Twitter. „Eine Zeitung ist keine Plattform für Verschwörungstheorien“, fügte er hinzu.

„Während Facebook und Co. Corona-Leugnern das Schalten von Anzeigen erschweren, bieten ihnen ehemals stolze Printmedien eine Ausweichroute für ihre Desinformation“, kritisierte auch der Innsbrucker Wirtschaftswissenschaftler Leonhard Dobusch.

Die Redaktion der Zeitung „Österreich“ erklärte, nicht für die Veröffentlichung von Anzeigen verantwortlich zu sein. Der „Kurier“ teilte mit, man habe sich nach einer internen Debatte im Namen der Meinungsfreiheit dazu entschlossen, die Anzeige zu drucken.

Auf der gegenüberliegenden Seite sei dafür ein Interview mit einer Virologin veröffentlicht worden, die das Tragen von Masken ausdrücklich empfehle.

Wie in vielen Ländern kommt es auch in Österreich immer wieder zu Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen.  (afp/nh)

 



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