Der damalige Vizepräsident Joe Biden und sein Sohn Hunter Biden an der Tribüne, um die Antrittsparade von Präsident Barrack Obama am 20. Januar 2009 vor dem Weißen Haus in Washington zu beobachten.Foto: Alex Wong/Getty Images

Brisante E-Mail: Ist Joe Biden in die China-Geschäfte von Sohn Hunter verwickelt?

Epoch Times13. Dezember 2020 Aktualisiert: 13. Dezember 2020 18:16
In einer E-Mail soll Hunter Biden 2017 unter anderem für seinen Vater Joe und dessen Ehefrau Schlüssel für ein Büro angefordert haben, von dem aus Hunter für seinen Vater Geschäfte mit China betrieben habe. Dies berichtet der „Daily Caller“.

Die jüngste Veröffentlichung einer E-Mail von Hunter Biden, den Sohn des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten der USA Joe Biden, durch die „Daily Caller News Foundation“ wirft erneut Fragen auf, inwieweit auch dieser selbst in die Business-Aktivitäten der Familie in China involviert gewesen sein könnte.

In einer E-Mail an Cecilia Browning, die Generalmanagerin seines früheren Bürogebäudes in Washington, D.C. bezeichnete Hunter Biden seinen Vater als „Bürokollegen“ in den Räumlichkeiten und forderte für diesen einen Schlüssel an. Die Email befand sich auf einen Laptop den Hunter Biden in einem Reparaturshop abgegeben, aber dann nicht wieder abgeholt, hat.

Hunter Biden forderte Schlüssel für Onkel, Vater und Stiefmutter an

Wie das Portal berichtet, stammt die Nachricht vom 21. September 2017. Darin wird Browning dazu aufgefordert, Schlüssel für Hunters Onkel Jim Biden, aber auch für Joe Biden, dessen Ehefrau Jill und Gongwen Dong anzufertigen, den er als „Emissär“ von Ye Jianming bezeichnet. Ye, der später beim KP-Regime in Ungnade fiel, war zu diesem Zeitpunkt noch der Chef des Peking-nahen chinesischen Energiekonglomerats CEFC. Dieses hat mittlerweile Konkurs angemeldet.

Im Oktober hatte der frühere Geschäftspartner Bidens, Tony Bobulinski, gegenüber mehreren Medienformaten behauptet, der Präsidentschaftskandidat der Demokraten sei „in vollem Umfang vertraut“ gewesen mit den Geschäftsbeziehungen seines Sohnes nach China.

Rätsel um „Big Guy“ immer noch ungelöst

Hunter Bidens Geschäftsgebaren ist derzeit Gegenstand steuerrechtlicher Ermittlungen durch US-amerikanische Finanzbehörden, wobei sich diese auch auf Engagements in der Ukraine und in China erstrecken.

Neben der Schlüsselanforderung für seine „Bürokollegen“ bei seiner Büromanagerin, geht es in den nun aufgetauchten Emails auch um Eingangsschilder, die für das Büro neue angefertigt werden sollten. Sie sollten beschriftet sein mit „Biden-Stiftung“ und „Hudson West (CEFC US)“.

Im Oktober war bereits in zahlreichen Medien ein mutmaßlicher E-Mail-Verkehr zwischen Hunter Biden und einem auf Beteiligungsgeschäfte mit China spezialisierten Manager aus dem Mai 2017 publiziert worden. In einer davon war die Rede von einem Joint Venture zwischen Hunter Biden und dem CEFC, an dem ein „Big Guy“ einen zehnprozentigen Anteil reserviert bekommen soll. Dies löste Spekulationen darüber aus, ob diese Bezeichnung auf Joe Biden gemünzt sein hätte können.

Dass es sich bei dem in Rede stehenden „Big Guy“ tatsächlich um Joe Biden handelte, ist bis dato jedoch nicht verifiziert und auch Unternehmens-Auswertungen des „Wall Street Journal“ erbrachten den Aussagen des Blatts zufolge keine belastbaren Hinweise auf eine solche Verwicklung.

Wahlkampfteam: „Joe Biden nie an ausländischen Investments interessiert“

Cecilia Browning, die das „House of Sweden“ – so der Name des Bürogebäudes – leitete, soll in der Antwort-Mail erklärt haben, sie sei „sehr aufgeregt und geehrt, unsere neuen Kollegen zu begrüßen“. Auf Nachfrage der „Daily Caller News Foundation“ gab sie am Freitag keinen Kommentar ab, bestritt aber auch nicht die Authentizität der Mail. Sie bestätigte, dass die von Hunter Biden mitgegründete Beratungsgesellschaft Rosemont Seneca LLC von Februar 2017 bis Februar 2018 ein Büro in dem Gebäude betrieben habe.

Andrew Bates, der Sprecher des Wahlkampfteams von Joe Biden, hatte bereits im Oktober erklärt, dass dieser „zu keiner Zeit auch nur mit dem Gedanken gespielt hat, sich in die Geschäfte seiner Familie oder in irgendwelche anderen Überseegeschäfte einzubringen“. Er habe weder selbst entsprechende Anteile gehalten noch habe irgendein Familienmitglied dies in seinem Auftrag für ihn getan. Ob Joe Biden jemals die Räumlichkeiten des „House of Sweden“ betreten hat, ist ungeklärt, Anfragen an das Übergangsteam und an Hunter Bidens Anwälte blieben, so Daily Caller, unbeantwortet.

Regulierungsbehörden hegten Verdacht ob der Zahlungen an Owasco

Weniger als zwei Monate vor Hunter Bidens Anfrage an Browning soll CEFC einem im September 2020 veröffentlichten Bericht eines Senatskomitees zufolge fünf Millionen US-Dollar an Hudson West III angewiesen haben. Beginnend mit dem Tag der Anweisung soll Hudson West in der Zeit von August 2017 bis Februar 2018 insgesamt 4,79 Millionen Dollar an Hunter Bidens Anwaltskanzlei Owasco für Beratungsgebühren überwiesen haben. US-Regulierungsbehörden haben die erste Überweisung an Owasco, datiert auf den 4. August 2017, als Anhaltspunkt für „potenzielle kriminelle finanzielle Aktivitäten“ markiert.

Der „Daily Caller“ hatte bereits im Oktober berichtet, dass das FBI gegen einen von Hunter Bidens Geschäftspartnern, Patrick Ho, sogar einen FISA-Überwachungsbeschluss erwirkt habe, weil dieser im Verdacht einer verdeckten Arbeit für eine ausländische Regierung stand. Hunter Biden soll Ho später in dem Verfahren als Anwalt vertreten haben.

Ye Jianming 2018 in China verschwunden

Bereits am 18. Dezember 2017 war gegen Ho Anklage erhoben worden wegen Verschwörung zur Verletzung des Gesetzes gegen ausländische Korruptionspraktiken (FCPA) und Geldwäsche im Zusammenhang mit Verträgen des Energiekonzerns CEFC China Energy in Uganda und im Tschad. Vor seiner Verhaftung war Ho dort Vorstandsmitglied. Im Jahr 2019 wurde Ho zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und einer Geldstrafe von 400.000 US-Dollar verurteilt.

Einem Bericht des „New Yorker“ zufolge soll der CEO von CEFC, Ye Jianming, der 2018 in China selbst beim Regime in Ungnade fiel und seither nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde, im Sommer 2017 gegenüber Hunter Biden selbst Bedenken geäußert haben, dass gegen Ho etwas „im Busch“ sein könnte. Biden soll sich daraufhin bereit erklärt haben, der Sache nachzugehen und in Erfahrung zu bringen, ob es bereits Anzeichen bezüglich einer Untersuchung gäbe und wenn ja, wie weit diese fortgeschritten sei.



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