Chaos in französischen Krankenhäusern wegen Impfpflicht

Von 5. Oktober 2021 Aktualisiert: 5. Oktober 2021 7:31

Die Impfpflicht für Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Frankreich sorgt für Chaos in den Krankenhäusern. In einigen Kliniken wurden bereits Abteilungen geschlossen, weil nicht geimpfte Mitarbeiter entlassen wurden. Es gibt aber auch etliche Krankenhäuser, die es sich erlauben können, Mitarbeiter zu entlassen. NTD-Korrespondent David Vives mit mehr Einzelheiten.

Wie alle Ärzte in Frankreich hätte sich auch Olivier Soulier vor dem 15. September gegen COVID-19 impfen lassen müssen.

Aber er hat es nicht getan. 

Die französische Regierung erklärte im Juli, dass Beschäftigte im Gesundheitswesen, die bis zum 15. September nicht geimpft sind, entlassen werden oder keinen Lohn mehr erhalten.

Soulier gehört zu den 15 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen in Frankreich, die die Impfung verweigern. Er hat seinen Job gekündigt und eine Gewerkschaft für Gesundheitsfreiheit gegründet, die Gelder für entlassene medizinische Beschäftigte sammelt.

Er sagt, das Mandat führe zu Spannungen in den Krankenhäusern, da ungeimpfte Mitarbeiter weiterhin unverzichtbar seien und die Krankenhäuser nicht riskieren könnten, diese zu verlieren.

„Es gibt einen Direktor, der den Leiter des Computerzentrums angerufen hat. Er sagte zu ihm: ‚Hören Sie, Sie müssen bis Dienstag geimpft sein, sonst werden Sie entlassen, und die IT-Infrastruktur des Krankenhauses wird zusammenbrechen.‘ Also mit so einer Situation haben wir es aktuell zu tun. Die Beschäftigten des Gesundheitswesens werden unter Druck gesetzt, weil man weiß, dass man sie am Ende nicht wirklich entlassen kann.“ – Dr. Oliver Soulier, Gründer des Syndicat Liberté Santé.

Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums sind bis Mitte September rund 300.000 oder 13 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen nicht geimpft.

Davon sind rund 3.000 bis zum 16. September entlassen worden.

Mit anderen Worten: 99 Prozent der nicht geimpften Arbeitnehmer sind noch nicht gekündigt worden.

„Die Regierung hat die Arbeitnehmer unter Druck gesetzt. Andererseits können sie das aber gar nicht tun, also ergibt es keinen Sinn. Sie machen den Leuten Angst, in der Hoffnung, dass sie sich fügen.“ – Dr. Oliver Soulier, Gründer des Syndicat Liberté Santé

Das Gesundheitsministerium hat die neuesten Zahlen der Entlassungen noch nicht veröffentlicht.

Soulier musste sich also einzelne Medienberichte ansehen, um die Lage einordnen zu können.

In Mulhouse wurden 169 Mitarbeiter entlassen, sie mussten das Krankenhaus schließen.“ – sagt Soulier.

Einige Beschäftigte des Gesundheitswesens haben sich freigenommen, um das Mandat zu umgehen. Es besteht noch immer die Hoffnung, dass die Regierung die restriktive Impfpolitik zurücknehmen wird. 



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