Dr. Epstein: Google kann Millionen Stimmen durch zielgerichtete Nachrichten verändern

Von und 16. November 2020 Aktualisiert: 16. November 2020 10:13

Big-Tech-Unternehmen wie Google und Facebook haben eine enorme Macht, die Meinungen und Abstimmungspräferenzen der Menschen zu manipulieren – indem sie die Inhalte der Homepages verändern, die die Nutzer auf den Bildschirmen ihrer Geräte sehen. Und das, ohne dass die Menschen es je bemerken, sagte Dr. Robert Epstein, ein leitender Wissenschaftler und Psychologe am American Institute for Behavioral Research and Technology in Kalifornien.

Silicon Valley kann über 15 Millionen Wähler-Stimmen verschieben

„Ich habe schon vor Monaten errechnet, dass, wenn alle Unternehmen des Silicon Valley, die beiden mächtigsten darunter Google und Facebook, wenn sie alle in die gleiche Richtung drängen, sich bei dieser Wahl leicht 15 Millionen Stimmen verschieben könnten. Das bedeutet, dass sie in Wirklichkeit entscheiden, wer der nächste Präsident sein wird“, sagte Epstein in einem Interview mit dem „American Thought Leaders“-Programm der Epoch Times.

Epstein führte eine groß angelegte Studie durch, „um herauszufinden, was die großen Technologieunternehmen den Menschen in den Tagen vor der Wahl 2016, 2018 und jetzt vor der Wahl 2020 gezeigt haben“.

Sein Projektteam rekrutierte „eine bunt gemischte Gruppe von 733 registrierten Wählern, Republikanern, Demokraten und Unabhängigen“ aus „drei besonders kritischen Schlüsselstaaten: Arizona, Florida und North Carolina“.

Diese Mitarbeiter wurden mit einer speziellen Software ausgestattet, die ihre Aktivitäten im Internet verfolgte, „zum Beispiel bei der Suche bei Google, Bing und Yahoo“, erklärte Epstein.

Die Software gab dem Projektteam die Möglichkeit – mit Erlaubnis der Beteiligten – alle wahlbezogenen Aktivitäten im Internet zu sehen, die von ihnen durchgeführt wurden, so Epstein. Es war, als sähe man ihnen direkt auf die Bildschirme. „Wir schauten ihnen sozusagen mithilfe der Software über die Schulter“, führte Epstein aus.

Ziel war das Erfassen kurzlebiger Suchergebnisse

Der Zweck der Beobachtung bestand darin, kurzlebige Inhalte wie Suchergebnisse, Erinnerungen auf der Google- oder Facebook-Homepage, Suchvorschläge, Newsfeeds oder YouTube-Sequenzen zu erfassen. Solche flüchtigen Inhalte können die Benutzer beeinflussen, wenn sie erscheinen. Doch später verschwinden sie für immer und hinterlassen keine Spuren, so Epstein.

Epstein hat mehr als eine halbe Million flüchtiger Nachrichten auf den Google- und Facebook-Startseiten dieser 733 Mitarbeiter gesammelt und gespeichert, die sonst für immer verloren gegangen wären.

„Und wir haben in der Tat Beweise für Voreingenommenheit gefunden, und wir haben auch das gefunden, was einige vielleicht als ‚Smoking Gun‘ bezeichnen würden“, sagte Epstein.

„Wir haben festgestellt, dass in der Woche vom 26. Oktober, also kurz vor der Wahl, nur unsere liberalen Mitarbeiter auf der Google-Homepage Erinnerungen zur Stimmabgabe erhalten haben“, sagte Epstein. Unter denen, die sich selbst als konservativ bezeichneten, „sah nicht eine einzige Person diese Erinnerung auf der Homepage“, fügte er hinzu.

Am 29. Oktober machte Epstein seine Ergebnisse öffentlich.

Nach Veröffentlichung der Studienergebnisse erhielten alle Mitarbeiter Erinnerungen

Noch in der Nacht nach unserer Veröffentlichung „beginnend am 29. Oktober um Mitternacht, nur noch wenige Tage vor der Wahl, begannen alle unsere Feld-Mitarbeiter dann diese Wahlerinnerung auf der Homepage von Google zu erhalten. Und das dauerte bis zum Ende des Wahltages am 3. November“, sagte Epstein.

Epstein erläuterte seine Ergebnisse: „Wenn Sie einen Kandidaten unterstützen, wollen Sie natürlich die Basis mobilisieren … um diese Wähler von ihren Sofas zu holen, wenn sie noch nicht per Post gewählt haben. „Zweitens will man die Anhänger des Kandidaten, den man ablehnt, vom Wählen abhalten, also will man diese Leute zu Hause behalten.“

Um Menschen zu beeinflussen, die noch unentschlossen sind, „werden Sie den größten Druck ausüben … um zu versuchen, diese unentschlossenen Wähler in die eine oder andere Richtung zu schieben“, sagte Epstein und fügte hinzu, dass „normalerweise in einer knappen Wahl diese Menschen darüber entscheiden, wer gewinnt“.

Die Google „Homepage wird in den Vereinigten Staaten 500 Millionen Mal am Tag gesehen. Wenn diese Art der Erinnerung systematisch über einen bestimmten Zeitraum hinweg eingesetzt wurde, betraf sie nicht nur die Wähler, die am Wahltag zur Wahl gingen, sondern auch die, die zuvor per Brief gewählt haben. Und es beeinflusste alle, die zur Wahl berechtigt sind“, so Epstein.

YouTube beeinflusst ebenfalls die Meinungen der Menschen

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Auch YouTube, das zu Google gehört, kann die Meinungen der Menschen erheblich beeinflussen, indem es weitere Videos zum Ansehen vorschlägt, sagte Epstein. Er fügte hinzu, dass „von den Videos, die die Menschen weltweit auf YouTube ansehen, 70 Prozent durch den Algorithmus von YouTube bestimmt werden“.

Google reagierte zunächst nicht auf eine Bitte zur Stellungnahme.

„Ich selbst tendiere nach links, ich finde es großartig, dass sie sich für Themen und Leute einsetzen, die mir gefallen und die auch meiner Familie zusagen. Aber, wissen Sie, ich setze auf Demokratie und ich setze auf freie und faire Wahlen. Ich stelle unser Land vor alle persönlichen Vorlieben, die ich für einen Kandidaten oder eine Partei haben könnte.“ Und weiter:

Und Tatsache ist, wenn wir Unternehmen wie Google erlauben, den Ausgang unserer Wahlen zu kontrollieren, dann haben wir keine Demokratie mehr, es gibt dann keine freie und faire Wahl mehr, all das wäre eine Illusion“, sagte Epstein.

Big Tech stellt ernsthafte Bedrohung der Meinungsfreiheit dar

Nachdem sie sich mit Epsteins Erkenntnissen vertraut gemacht hatten, wandten sich die Senatoren Ron Johnson (Wisconsin), Ted Cruz (Texas) und Mike Lee (Utah) am 5. November mit einem Brief an Google-CEO Sundar Pichai. Sie baten um Klärung seiner Zeugenaussage vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses und seiner Antwort auf die schriftliche Anfrage der Senatoren vom August.

In seinem Antwort-Brief an die Senatoren versicherte Pichai: „Google ändert keine Produkte, einschließlich der Suchfunktion, um einen bestimmten politischen Standpunkt zu unterstützen … [wir] werden dies auch für die bevorstehende Präsidentschaftswahl 2020 nicht tun.“

„Big Tech stellt eine ernste Bedrohung für die Meinungsfreiheit in Amerika und die Integrität unserer Wahlen dar. Google hat mehr Macht als jedes andere Unternehmen auf diesem Planeten.  Die Ergebnisse von Dr. Epstein geben Anlass zu ernsthaften Bedenken über Googles Missbrauch dieser Macht und seine Bereitschaft, seine Plattform zu manipulieren, um Joe Biden zu helfen, die Präsidentschaft zu gewinnen. Google muss Antworten darauf geben, warum und wie es Nutzer manipuliert hat, um diese Wahl zu beeinflussen“, sagte Senator Cruz in einer Erklärung.

Der Artikel erschien zuerstbei The Epoch Times: Google Has Power to Shift Millions of Votes Through Targeted Messaging: Dr. Robert Epstein (Deutsche Übersetzung tk)

 

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