Elon Musk: Big Tech ist jetzt „Richter über die freie Meinungsäußerung“

Von 13. Januar 2021 Aktualisiert: 14. Januar 2021 15:37

Elon Musk, Geschäftsführer von Tesla und SpaceX, kritisierte am Montag, 11. Januar, auf dem Nachrichtendienst Twitter, dass Big Tech jetzt „de facto Richter über die freie Meinungsäußerung“ ist. Er bezog sich damit auf die Sperrung der Social-Media-Konten von US-Präsident Donald Trump.

„Eine Menge Leute werden super unglücklich mit dem Westküsten-Hightech als de facto Richter über die freie Meinungsäußerung sein“, schrieb Musk und antwortete damit auf einen satirischen Artikel mit dem Titel „Böser faschistischer Diktator zensiert und aus dem Amt gewählt“.

Der Artikel wurde von „Babylon Bee“ veröffentlicht, einer Website, die für ihre satirischen Artikel bekannt ist.

„Der Westküsten-Hightech muss den Unterschied zwischen dem Verbot von Hassreden und dem Verbot von Rede, die sie hasst, machen“, schrieb ein Twitter-Nutzer. „Das ist eine wichtige Unterscheidung“, kommentierte Musk den Beitrag.

„Ein Diktator kann nicht zensiert werden. Ein Diktator ist derjenige, der die Zensur durchführt …“, kommentierte ein anderer Twitter-Nutzer.

Twitter hat Trumps Konto am 8. Januar dauerhaft gesperrt. In der Zwischenzeit haben Apple und Google Parler aus ihren Diensten entfernt. Parler ist eine beliebte Social-Media-App, die als Alternative zu Twitter angesehen wird. Amazon zog nach und zog Parlers Webhosting-Dienste zurück. Die Big Tech-Unternehmen kritisieren Parler dafür, dass es angeblich „gefährliche und schädliche“ Inhalte zulässt.

Einen Tag vor der dauerhaften Sperrung von Trumps Account durch Twitter forderte Michelle Obama, die ehemalige First Lady, die Big-Tech-Unternehmen öffentlich auf, Trump dauerhaft zu sperren:

„Jetzt ist es an der Zeit, dass die Unternehmen des Silicon Valley aufhören, [Trump] dieses ungeheure Verhalten zu ermöglichen – und sogar noch weiter gehen als bisher, indem sie diesen Mann dauerhaft von ihren Plattformen verbannen und Richtlinien einführen, die verhindern, dass ihre Technologie von den Anführern der Nation verwendet wird, um einen Aufstand anzuheizen“, schrieb Obama in ihrem Tweet.

Der Schritt von Big Tech ist höchst umstritten. Befürworter sagen, dass sie private Unternehmen sind und das Recht haben, dies zu tun. Gegner hingegen kritisieren, dass Diktatoren wie Venezuelas Nicolas Maduro und Irans Hassan Rouhani, Twitter weiterhin nutzen können, Trump aber nicht.

Führende Politiker der Welt verurteilten die Zensur, einige nannten sie einen Machtmissbrauch und eine Bedrohung der politischen Freiheit.

Signal, Telegram, Gab und andere Messaging-Dienste oder Social-Media-Unternehmen gewannen nach dem Verbot von Trump viele neue Nutzer.

Am 7. Januar schrieb Musk auf Twitter: „Nutze Signal“, nachdem es bekannt wurde, dass WhatsApp seine Nutzer dazu zwingt, Daten mit Facebook zu teilen. Signal ist ein verschlüsselter Messaging-Dienst und eine App.

Musk gab auch bekannt, dass er vor einem Jahr an Signal gespendet hat und „mehr spenden wird“. Musk wurde im Januar zum reichsten Menschen der Welt und überholte damit Jeff Bezos, den Gründer und Geschäftsführer von Amazon.

Dieser Artikel erschien im Original auf The Epoch Times USA unter dem Titel: Elon Musk: Big Tech Is Now ‘De Facto Arbiter of Free Speech’
(deutsche Bearbeitung von sza)

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