Kernreaktor in Fukushima.Foto: KIMIMASA MAYAMA/AFP/Getty Images

Bergung von Brennstäben in Fukushima Kernkraftwerk hat begonnen

Epoch Times15. April 2019 Aktualisiert: 15. April 2019 10:28

Wie der Konzern Tepco am Montag bekanntgab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden. Dort lagern insgesamt 566 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe.

Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160 000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30 000 nicht zurück. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986 gewesen.

Gefahr: Radioaktiver Staub

Die Arbeiten hätte bereits vor vier Jahren beginnen sollen. Technische Schwierigkeiten und Trümmerteile durch das Erdbeben verzögerten den Einsatz immer wieder. Die Experten hätten „vorsichtig“ bei der Entfernung der Trümmerteile vorgehen müssen, sagte Tepco-Sprecherin Yuka Matsubara der Nachrichtenagentur AFP. Probleme bereitete demnach auch der Staub, der bei dem Einsatz aufgewirbelt wurde und die radioaktive Strahlung verstärkte.

Roboter unterwegs

Im Februar hatte Tepco mit einem Roboter erfolgreich mehrere kieselsteingroße Kernbrennstoffreste in Reaktor 2 aufgelesen. In den Reaktoren waren schon öfter Roboter unterwegs, um nach geschmolzenem Brennstoff zu suchen und Fotos zu machen. Dessen Bergung gilt als der schwierigste Teil beim Abbau der Atomruine und soll nach Angaben von Tepco erst 2021 beginnen.

1573 Brennstäbe zu bergen

Insgesamt lagern in den Abklingbecken der drei Unglücksreaktoren 1573 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe. Vor allem die enorme Menge an angebrannten und weiterhin strahlenden Brennstäben stellt eine große Herausforderung für die Arbeiter dar. Die geborgenen Brennstäbe sollen in ein anderes, sichereres Becken auf dem Gelände der Atomruine umgelagert werden. Der Betreiber Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird. (dpa/afp)



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