Bidens Wahlkampfteam mischt jetzt auf Trumps sozialem Netzwerk Truth Social mit

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Biden will jetzt auf der Onlineplattform Truth Social seines Vorgängers und Rivalen Trump mit „Fehlinformationen und Desinformation“ aufräumen.
Titelbild
Truth Social-Logo.Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images
Von 18. Oktober 2023

Das Wahlkampfteam von Präsident Joe Biden hat am Montag ein neues Konto auf einem Social Netzwerk geöffnet, von der man es am wenigsten erwartet: Truth Social des ehemaligen Präsidenten Donald Trump. „So. Mal schauen, wie es läuft. Bekehrte sind willkommen“, schrieb das Team mit dem Nutzerkonto @BidenHQ am Montag in einer ersten Botschaft auf Truth Social.

Gepostet wurden dann mehrere Videoclips, in denen unter anderem Trumps parteiinterne Rivalen im Rennen um die Präsidentschaft Ron DeSantis und Nikki Haley den Ex-Präsidenten kritisieren, sowie ein Beitrag, in dem es heißt, dass Trump „seit Langem die Beschäftigten in der Automobilindustrie anlügt“.

„Wir haben uns gerade bei Truth Social angemeldet, vor allem weil wir dachten, dass es sehr lustig werden würde“, schrieb das Wahlkampfteam von Biden und Vizepräsident Kamala Harris im Kurzbotschaftendienst X (ehemals Twitter).

In einem Interview mit „Fox News“ erklärten Kampagnenvertreter, dass sie hoffen, „die Wähler dort abzuholen, wo sie sind“. Die Republikaner könnten sich noch nicht einmal auf einen Sprecher des Repräsentantenhauses einigen. Es sei also klar, dass nicht jeder Republikaner dasselbe denke, sagten sie dem Sender. Außerdem beabsichtigten sie mit dem Konto, „Fehlinformationen und Desinformation“ auf Truth Social zu bekämpfen.

„Auf Truth Social gibt es nur sehr wenig ‚Wahrheit‘, aber wenigstens wird es jetzt ein bisschen Spaß machen“, sagte ein ranghoher Berater der Kampagne.

Konto regt Austausch an

Eines der Ziele der Biden-Kampagne wurde auf jeden Fall erreicht: Jetzt tauschen die Anhänger der beiden Kampagnen ihre Ansichten aus. Innerhalb von drei Stunden nach dem ersten Beitrag hatte das Konto etwas mehr als 4.500 Followers.

Truth Social war im Februar 2022 als Alternative zu Twitter an den Start gegangen und richtet sich vor allem an konservative Internetnutzer. Trump war nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 von Onlineplattformen wie Twitter, Facebook und YouTube verbannt worden.

Obwohl sein X-Konto vom neuen Eigentümer der Plattform, Elon Musk, im letzten Jahr wiederhergestellt wurde, hat Trump in den vergangenen Monaten nur einmal dort gepostet.

„Wahleinmischung. Niemals aufgeben!“, schrieb er am 24. August nach seiner Verhaftung im US-Bundesstaat Georgia im Zusammenhang mit seinem Protest gegen die Ergebnisse der Wahl 2020. Der Beitrag enthielt auch sein Fahndungsfoto, das er seither verwendet, um Spenden für seinen Wahlkampf zu sammeln.

Der 77-jährige Republikaner will bei der Präsidentschaftswahl im November 2024 erneut antreten und dabei Biden herausfordern, der sich auch um eine zweite Amtszeit im Weißen Haus bewirbt. Trump ist im Vorwahlrennen seiner Republikaner derzeit haushoher Favorit. Damit zeichnet sich eine Neuauflage des Duells der Wahl 2020 ab.

Trump liegt in Schlüsselstaaten vorn

Allerdings deuten jüngste Umfragen darauf hin, dass Trump Biden diesmal in den wichtigen Schlüsselstaaten, den sogenannten Swing States, schlagen würde.

Laut einer Umfrage von Redfield & Wilton Strategies, die vom 7. bis 9. Oktober durchgeführt wurde, liegt Trump in Arizona, Florida und North Carolina mit fünf Punkten vorn. Die Umfrage zeigte auch, dass er Georgia mit drei Punkten gewinnen würde, in Michigan gleichauf liegt mit Biden und in Pennsylvania um einen Punkt verlieren würde.

Wenn Robert F. Kennedy Jr. als unabhängiger Kandidat berücksichtigt wird, würde der Ex-Präsident demnach alle sechs Swing States bis auf einen gewinnen.

(Mit Material von Nachrichtenagenturen)

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: “Biden Campaign Joins Trump’s Truth Social for ‘Fun,’ Gets Ratioed. (deutsche Bearbeitung nh)



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