Der ehemalige Chefredakteur der türkischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar.Foto: Photo: Kay Nietfeld/dpa

EU warnt nach Dündar-Urteil vor Verschlechterung der Menschenrechtslage in Türkei

Epoch Times26. Dezember 2020 Aktualisiert: 26. Dezember 2020 18:56

Nach der Verurteilung des im deutschen Exil lebenden türkischen Journalisten Can Dündar durch ein Gericht in Istanbul hat die Europäische Union mahnende Worte an die Türkei gerichtet. Die EU habe der türkischen Regierung bereits mehrfach Vorschläge zur Verbesserung der Menschenrechtslage unterbreitet, die Verurteilung Dündars weise jedoch „leider in die entgegengesetzte Richtung“, erklärte eine Sprecherin des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Freitag. Dies gelte auch für die Inhaftierung des türkischen Unternehmers und Kunstmäzens Osman Kavala.

Als EU-Beitrittskandidat und langjähriges Mitglied des Europarats müsse die Türkei „dringend konkrete und nachhaltige Fortschritte bei der Achtung der Grundrechte“ machen, erklärte die Sprecherin. Es handle sich dabei um einen „Eckpfeiler“ der Beziehungen zwischen der EU und der Türkei.

Dündar war am Mittwoch von einem Istanbuler Gericht zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen den früheren Chefredakteur der oppositionellen Zeitung „Cumhuriyet“ wegen Unterstützung einer Terror-Gruppe und Spionage bezog sich auf einen brisanten Artikel über geheime Waffenlieferungen der Türkei an Islamisten in Syrien. Der Kunstmäzen Kavala befindet sich wegen des Vorwurfs der Beteiligung an dem gescheiterten Putsch in der Türkei im Jahr 2016 in Haft. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion