George Soros will Amerikas zweitgrößte Rundfunkgesellschaft übernehmen

Der Milliardär und Aktivist steht kurz davor, die Kontrolle über Audacy Inc. zu übernehmen.
Titelbild
George Soros.Foto: Sean Gallup/Getty Images
Von 15. Februar 2024

Der milliardenschwere Investor George Soros wird eine Mehrheitsbeteiligung an der zweitgrößten Rundfunkgesellschaft Amerikas übernehmen.

Die von Soros gegründete Investmentfirma Soros Fund Management hat mit über 414 Millionen US-Dollar die meisten Schulden von Audacy Inc. übernommen, wie aus den Unterlagen des Konkursgerichts hervorgeht. Das in Philadelphia ansässige Unternehmen besitzt Hunderte Radiosender.

Audacy hatte Anfang des Jahres Insolvenzschutz beantragt, um seine Schulden in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar zu reduzieren und umzustrukturieren. Demnach sollen 80 Prozent der Verbindlichkeiten, das heißt circa 1,6 Milliarden US-Dollar, in Aktien umgewandelt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Es gab eine Reihe kritischer Reaktionen, als sich die Nachricht von der Soros-Übernahme in den sozialen Medien verbreitete. Der in Ungarn geborene Milliardär und Aktivist ist dafür bekannt, dass er seinen enormen Reichtum zur Unterstützung verschiedener linksgerichteter Anliegen einsetzt.

„Perfekter Sturm“

Der Umstrukturierungsplan sieht vor, dass hochrangige Gläubiger in Form von Aktien ausgezahlt werden, während die der unteren Ränge leer ausgehen sollen.

Audacy erwartet die endgültige Genehmigung des Plans durch das Konkursgericht im Februar, gefolgt von grünem Licht durch die nationale Medienbehörde Federal Communications Commission.

Audacy-CEO David Field sagte in einer Erklärung, dass die Schwierigkeiten des Unternehmens das Ergebnis eines „perfekten Sturms makroökonomischer Herausforderungen“ seien, der den Werbemarkt getroffen hat, wodurch Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe ausgefallen seien.

Zu den Sendern in Audacys Portfolio gehören die New Yorker Stationen WFAN und 1010 WINS, der in Los Angeles ansässige KROQ sowie die Bostoner Stationen WEEI, „Mix 104.1“ und „Magic 106.7“.

Zu den anderen Kreditgebern gehören Solus Alternative Asset Management, Mockingbird Credit Opportunities Company und Goldman Sachs Asset Management.

Eine Epoch-Times-Bitte um Stellungnahme an Audacy wurde bislang nicht beantwortet.

Ein Audacy-Sprecher erklärte jedoch gegenüber der Zeitung „Boston Herald“, dass „die Entscheidung unserer bestehenden und neuen Gläubiger, sich an Audacy zu beteiligen, ein bedeutendes Vertrauensvotum für unser Unternehmen und die Zukunft des Radio- und Audiogeschäfts darstellt“.

Für Soros folgt die erwartete Umwandlung von Schulden in Aktien, die seinen Investmentfonds zu einer massiven Beteiligung an Audacy veranlasst, auf andere Investitionen im Medienbereich.

Vergangenes Jahr gehörte Soros Fund Management zu einer Gruppe von Kreditgebern, die Vice Media mit rund 350 Millionen US-Dollar vor dem Konkurs bewahrten.

Musk als Retter?

Dov Hikind, ein ehemaliger Abgeordneter im Bundesstaat New York und Gründer der Koalition Americans Against Antisemitism (Amerikaner gegen Antisemitismus), äußerte sich auf X missbilligend zu dieser Entwicklung.

„Wenigstens haben wir X, natürlich dank @elonmusk. Trotzdem ist das keine gute Nachricht“, schrieb er.

„Elon, […] vielleicht überbieten Sie George Soros‘ Fonds, der die Kontrolle über die zweitgrößte Radiokette des Landes übernehmen will: ‚Das ist beängstigend‘“, fügte er hinzu, möglicherweise halb im Scherz.

Elon Musk. Foto: Justin Sullivan/Getty Images

Musk hat Soros und seine Unterstützung für verschiedene linke Anliegen heftig kritisiert. Der Tesla-CEO, der Twitter kaufte und versprach, mehr freie Meinungsäußerung auf der Plattform zuzulassen, hat dem Milliardär vorgeworfen, verschiedene linke Politiken voranzutreiben, die „das Gefüge der Zivilisation erodieren“.

In einer Episode des Joe Rogan Podcasts sagte er, dass Soros eine Strategie entwickelt habe, um die politische Landschaft zu beeinflussen, indem er für Wahlkampagnen spendet, insbesondere für die von linksgerichteten Staatsanwälten.

Die von Soros gegründeten Open Society Foundations reagierten nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme zu den Äußerungen von Musk.

Soros wird vorgeworfen, er nutze seinen enormen Reichtum, um eine radikal linke Politik voranzutreiben. Einige Bezirksstaatsanwälte, denen er bei der Wahl geholfen hat, tragen den Beinamen „Soros-finanzierte Staatsanwälte“.

Der Investor erklärte in einem Kommentar im „Wall Street Journal“, warum er an „reformorientierte Staatsanwälte“ spendet und warum er „nicht die Absicht hat, damit aufzuhören“.

„Die Mittel, die ich zur Verfügung stelle, ermöglichen es vernünftigen, reformorientierten Kandidaten, von der Öffentlichkeit angehört zu werden. Nach den Ergebnissen zu urteilen, gefällt der Öffentlichkeit, was sie hört“, schrieb Soros.

Alex Soros. Foto: Dave Kotinsky/Getty Images for Ford Foundation

Vergangenes Jahr übergab Soros die Kontrolle über die Open Society Foundations an seinen Sohn Alex Soros, der sagte, sich noch stärker politisch engagieren zu wollen als sein Vater.

Alex Soros warnte seinerseits in einem Meinungsartikel in „Politico“, dass ein Sieg des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump – oder eines anderen „Make America Great“-Kandidaten – in diesem Jahr der globalistischen Agenda einen Schlag versetzen würde.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: George Soros Set to Take Over America’s Second-Biggest Radio Station Chain“. (deutsche Bearbeitung nh)



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