Impfstoff-Tester kämpfen um Anerkennung ihrer Impfschäden

Viele Menschen wollten in den USA zum Ende der Corona-Pandemie beitragen. Kurz nachdem die Impfstoffe eine Notzulassung erhalten hatten, ließen sich diese Personen impfen. Sie vertrauten dabei den Gesundheitsbehörden und der US-Regierung – nach der Impfung taten sie das nicht mehr.
COVID-Impfstoff
Geschädigte, die im Rahmen einer klinischen Studie zum COVID-19-Impfstoff einen Impfschaden davon trugen, haben Schwierigkeiten, diesen offiziell anerkannt zu bekommen.Foto: iStock
Von 10. März 2022


Dr. Danice Hertz erinnert sich noch lebhaft an den Tag, an dem sie sich gegen COVID-19 impfen ließ. Es war der 23. Dezember 2020. Weniger als zwei Wochen zuvor hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA die Notfallzulassung für den Pfizer-Impfstoff erteilt.

Dreißig Minuten nach der Impfung im Rahmen einer klinischen Impfstoffstudie bemerkte Hertz, dass etwas nicht stimmte: „Mein Gesicht begann zu brennen und zu kribbeln, und ich sah unscharf.“ Außerdem sei ihr schwindelig gewesen, erzählte die Gastroenterologin im Ruhestand gegenüber Epoch Times.

Ihr Blutdruck schoss in die Höhe. Sie litt unter Symptomen wie starken Gesichtsschmerzen, Brustverengung, Zittern, zuckenden Gliedmaßen und Tinnitus. „Ich fühlte mich, als ob jemand Säure auf mich schütten würde“, so Hertz. Ihr ging es so schlecht, dass sie befürchtete, sie würde sterben. 

Sie überlebte, leidet aber bis heute. Mehrere Spezialisten, die sie aufgesucht hatte, verwiesen darauf, dass der Impfstoff die Reaktion ausgelöst haben könnte. Das geht aus medizinischen Unterlagen hervor, die die Epoch Times einsehen konnte.

Wie viele der ersten Impfwilligen hatte sie volles Vertrauen in das US-System und glaubte, dass „die FDA ehrlich und anständig“ sei, sagte sie.

Hertz ist eine von Millionen Amerikanern, die sich gegen Corona impfen ließ, kurz nachdem die US-Regierung die COVID-19-Impfstoffe genehmigt hatte. Seitdem wurden Hunderte Millionen Dosen verabreicht. 

Vielen Menschen, die geimpft wurden, geht es gut – auch wenn sie weniger gut gegen Corona geschützt sind, als ursprünglich zugesichert. Doch viele Personen erlitten heftige Reaktionen und haben Schwierigkeiten, ihre Beschwerden als Impfschäden anerkannt zu bekommen.

13-Jährige nach Impfung gelähmt – Ärzte diagnostizieren „Angstzustände“

Personen wie die 13-jährige Maggie de Garay: Ihr Leben geriet aus den Fugen, als sie am 20. Januar 2021 im Rahmen einer klinischen Impfstoffstudie das zweite Mal mit Pfizer geimpft wurde. Sie bekam Parästhesien, Rücken-, Kopf- und Unterleibsschmerzen. Zudem hatte sie Fieber und ihre Zehen und Fingerspitzen liefen weiß an, wurden taub und kalt, erzählte sie der Epoch Times.

Die Symptome des Mädchens halten bis heute an. Sie spürt nichts mehr in der unteren Körperhälfte, kann nicht mehr laufen und ist nun auf einen Rollstuhl angewiesen.

Bei einem Besuch im Cincinnati Children’s Hospital, einem der Pfizer-Versuchszentren, wurde bei Maddie am Tag nach der Impfung eine „Nebenwirkung des Impfstoffs“ diagnostiziert, wie aus den von der Epoch Times eingesehenen medizinischen Unterlagen hervorgeht. Im darauf folgenden Monat schrieb ein anderer Arzt, dass Maddie unter „vielen anhaltenden und signifikanten Symptomen nach der COVID-Impfung“ leide.

Bei den späteren Besuchen wurde jedoch nicht mehr auf die Impfung verwiesen. Dr. Robert Frenck, der leitende Prüfarzt für die Studien von Pfizer im Krankenhaus, erklärte Maddies Eltern in einem Telefonat im Mai 2021, dass die Ärzte, die sie bisher untersuchten, nichts gefunden hätten, was ihrer Meinung nach im Rahmen der Studie untersucht werden sollte.

Doch Maddies Vater, Patrick de Garay, hält dagegen. Die ersten Ärzte, die seine Tochter untersuchten, hätten die Symptome auf die Impfstoffstudie zurückgeführt.

Andere Ärzte waren jedoch nicht dieser Meinung. Maddie erinnerte sich an einen Arzt, der ihr Zimmer betrat und zu ihr sagte: „Du bist 13. Du solltest deswegen nicht weinen und ausflippen. Du hast Angst, das ist alles Angst. Du musst aufhören zu hyperventilieren oder wir werden dir einen Schlauch in den Hals stecken und dich an ein Beatmungsgerät anschließen.“

Da die Ärzte die Symptome nur für Angst hielten, hätten sie Maddie mit Medikamenten vollgepumpt. Das hätte sie nur noch kränker gemacht, erzählte Maddies Vater.

Impfschäden nicht ernst genommen: „Machen Sie Yoga“

Ähnliches erlebte Erin Sullivan, eine Sprachpathologin aus Connecticut. Sie ließ sich am 6. Januar 2021 mit Moderna impfen.

Auf Empfehlung eines Immunologen ließ sich bei der zweiten Impfung den Impfstoff von Pfizer spritzen. Seit über einem Jahr leidet sie nun unter Kribbeln in den Gliedmaßen, starker Müdigkeit und anderen Symptomen.

Laut medizinischen Unterlagen wurde bei Sullivan eine unerwünschte Reaktion auf den Impfstoff diagnostiziert. Ähnliche Symptome hätte sie vor der COVID-19-Impfung nie gehabt, schrieb ein Arzt. 

Auch Sullivan versuchte erfolglos, von Ärzten einen Impfschaden diagnostiziert zu bekommen. Als sie klassische Symptome des Mastzellen-Aktivierungs-Syndroms zeigte, suchte sie einen Rheumatologen auf. Der Arzt hätte sich das überhaupt nicht angeschaut und nur ihre Hand gehalten und ihr empfohlen, Yoga zu machen, so Sullivan.

Vertrauen in Ärzte und Regierung erschüttert

Auch Brianne Dressen erlitt Impfschäden. Ihr Leidensweg begann am 4. November 2020, als sie sich mit AstraZeneca impfen ließ. Innerhalb einer Stunde nach der Impfung bekam sie Kribbeln im Arm, sah verschwommen und war überempfindlich, erzählte die Grundschullehrerin. Außerdem hatte sie unter anderem mit Inkontinenz, Gliederschwere und Übelkeit zu kämpfen.

Nach zweieinhalb Wochen verschlimmerten sich ihre Symptome bis hin zu extremer Tachykardie, Blutdruck- und Temperaturschwankungen. Ferner wurde sie sehr geräusch- und lichtempfindlich. Sie hielt sich deshalb rund um die Uhr in ihrem stillen Schlafzimmer auf, das sie komplett abdunkeln musste.

Sie konnte sich weder um ihre Kinder kümmern noch sie anfassen, weil sie den Lärm für „unerträglich“ hielt und jede Berührung schmerzhaft war. Auch waren ihre Zähne sehr empfindlich, sodass sie sie nicht putzen konnte. „Es war, als wären alle meine Sinne überlastet. […] Es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens.“

Dressen wurde von einem Arzt der National Institutes of Health (NIH) mit einer Post-Impfstoff-Neuropathie – einem Nervenschaden – diagnostiziert, wie aus den von der Epoch Times eingesehenen medizinischen Unterlagen hervorgeht. Dressen zeigte „anhaltende neurologische Symptome nach der SARS-CoV-2-Impfung“, heißt es in einem Vermerk eines NIH-Arztes.

Dressen zufolge habe sie an der AstraZeneca-Studie teilgenommen, weil sie wollte, dass diese Pandemie vorbei geht. „Ich habe der Regierung und den Ärzten vertraut. Das tue ich jetzt nicht mehr.“

Behörden und Unternehmen erkennen Impfschäden nicht an

Viele Impfgeschädigte wandten sich wiederholt an Bundesbeamte und Impfstoff-Unternehmen und wiesen auf ihre Symptome hin. Ihnen zufolge hätten weder die Regierung noch die Unternehmen genug getan, um Impfschäden zu behandeln.

Dafür müssten Behörden und Unternehmen aber erst offiziell anerkennen, dass es Impfgeschädigte gibt. Oft ist das nicht der Fall. Laut einer Studie der Behörde des US-Gesundheitsministeriums (NIH), in der Personen mit Symptomen nach der Impfung untersucht wurden, hätte es „keine Anzeichen gegeben, dass die Impfstoffe bei diesen Patienten zu Problemen geführt haben.“ Das schrieb ein Sprecher des National Institute of Neurological Disorders and Stroke, das zu der NIH gehört, in einer E-Mail an die Epoch Times.

Eine Sprecherin der US-Gesundheitsbehörde CDC teilte der Epoch Times in einer E-Mail mit: „Bislang hat die CDC keine ungewöhnlichen oder unerwarteten Muster von Fehlgeburten, Krebs oder neurologischen Erkrankungen nach Impfungen festgestellt, die darauf hindeuten würden, dass COVID-19-Impfstoffe diese Erkrankungen verursachen oder zu ihnen beitragen. Die CDC empfiehlt weiterhin, dass sich jeder, der dafür in Frage kommt, impfen lassen sollte.“

Solange Behörden und Unternehmen nicht anerkennen, dass es Impfgeschädigte gibt, wird es für Menschen wie Hertz, Maggie und Sullivan weiterhin schwer sein, ihre Beschwerden als Impfschäden anerkannt zu bekommen. Das wäre jedoch nötig, um Geschädigten eine faire und menschenwürdige Behandlung zu ermöglichen.

Mit Material der Epoch Times USA



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