Kritik an Corona-Maßnahmen: US-Senator Rand Paul nennt Chefvirologen Fauci „kleinen Diktator“

Epoch Times17. Mai 2021 Aktualisiert: 17. Mai 2021 18:57
Der republikanische US-Senator Rand Paul und der Chefvirologe Anthony Fauci gerieten bei einer Anhörung erneut aneinander. Hintergrund ist ein erregt geführter Schlagabtausch über die Maskenpflicht in den USA.

Die öffentlichen Streitgespräche zwischen dem republikanischen US-Senator Rand Paul und dem Immunologen und medizinischen Chefberater des Weißen Hauses, Dr. Anthony Fauci, scheinen kein Ende zu nehmen.

Jüngst war es immer wieder zu hitzigen Debatten zwischen den beiden gekommen. So gerieten sie schon im letzten Jahr aneinander, als Paul die hohe Todesrate in New York als Beweis dafür anführte, dass Abriegelungen nicht funktionieren.

Paul, der dem Umgang der US-Regierung mit der COVID-19-Pandemie sehr kritisch gegenüber steht, wirft Fauci zudem immer wieder vor, „unwissenschaftliches politisches Theater“ zu spielen, nachdem der Immunologe die Amerikaner aufgefordert hatte, trotz Corona-Impfung weiterhin Masken zu tragen. Neue Virusvarianten würden dies Fauci zufolge erforderlich machen.

Am Freitag fand Paul dann im Zuge eines Interviews mit dem US-Nachrichtensender „Fox News“ ganz eigene Worte für Fauci: „Er hat wahrscheinlich den höchsten IQ für jemanden, der sich tatsächlich tagtäglich wie ein Ignorant verhält.“

Zudem bezeichnete Paul den Chefvirologen auf Twitter als „kleinen Diktator“.

Neuer Auslöser für Pauls Frust und Kritik an Fauci war dessen Aussage in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender „MSNBC“ letzten Sonntag.

Fauci hatte erklärt, dass geimpfte Eltern und Kinder zwar zu Hause keine Masken tragen müssen, aber „wenn ein Kind draußen ist und nicht geimpft ist und mit anderen Menschen interagiert, entweder im Freien oder in einem Innenraum, sollten Sie sicherstellen, dass das Kind eine Maske trägt“, berichtet die „New York Post“.

Laut Paul gebe es mittlerweile genügend Beweise, dass Kinder die Krankheit, wenn überhaupt, nur in einer milden Variante bekämen und sie auch nicht gut an andere Personen übertragen würden. Todesfälle bei Kindern bis zu 18 Jahren seien nicht existent.

Paul kritisiert Masketragen in Sommercamps

Wegen unsinniger Vorschriften müssten die Kinder nach neuer Anweisung der CDC (Centers for Disease Control and Prevention) nun auch in Sommercamps Masken tragen und sich an die Zwei-Meter-Abstand-Regel halten, führt der Senator weiter aus.

Es gibt keine Wissenschaft dahinter. Es ist alles eine Vermutung, es ist alles Tony Fauci, sein Weg oder der Highway, Mr. Kleiner Diktator. Wenn Fauci will, dass Kinder sich Masken aufsetzen und überall Masken tragen, sollte er uns die Wissenschaft dahinter zeigen.“

In Bezug auf Faucis Umgang mit der COVID-19-Pandemie sagte Paul weiter: „Dr. Fauci kommt mit Aussagen wie: ‚Oh, auch wenn Sie geimpft wurden, müssen Sie immer noch in Joe Bidens Keller bleiben. Sie können nicht in ein Restaurant gehen, Sie können nicht hinausgehen.‘ Das ist irgendwie lächerlich. Es ist gegen die Wissenschaft und es entmutigt die Leute tatsächlich.“

Paul zufolge müsse Fauci aufhören, „der ganzen Welt zu diktieren, wie sie zu leben hat“ und sie „eigene Entscheidungen treffen lassen.“ Er wünsche sich, dass Fauci „einfach auf die Wissenschaft hört, die von seinem eigenen Institut kommt“. Er nahm dabei Bezug auf eine Studie des NIAID (National Institute of Allergy and Infectious Diseases) von April, berichtet „Newsweek“.

So belege die Studie, dass sich sowohl Geimpfte als auch Personen, die sich von COVID-19 auf natürliche Weise erholen, aufgrund von infektionsbekämpfenden T-Zellen wahrscheinlich ein gewisses Maß an Schutz gegen neu auftretende Varianten des Virus haben.

Fauci finanziert Forschung im Wuhan-Labor mit

Während seiner jüngsten Auseinandersetzung mit Fauci Anfang der Woche bei der Senatsanhörung über die laufende Reaktion der US-Regierung auf die COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten äußerte der Senator aus Kentucky, dass das NIH (National Institutes of Health), mit dem Fauci verbunden ist, die Forschung in dem umstrittenen Institut für Virologie in Wuhan finanziere.

Dr. Shi Zhengli, die in Wuhan ansässige „Fledermausfrau“-Virologin, die Coronavirus-Varianten in Tieren erforscht, habe ein Papier geschrieben, von dem Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology vermuteten, dass es sich auf die Gain-of-Function-Forschung beziehe. Paul zufolge bestätige das Papier, dass ihre Finanzierung vom NIAID, einer Unterabteilung des NIH, stamme.

Auf eine direkte Konfrontation Pauls während der Senatsanhörung wies Fauci eine Finanzierung des Wuhan-Instituts scharf zurück.

„Wir haben das schwarz auf weiß von einem Fachjournal“, betonte Paul am Donnerstag in einer Sendung auf „Fox News“. „Sie [Dr. Shi Zhengli] sagte, die Finanzierung kam von Dr. Faucis NIAID, das ist Dr. Faucis Baby seit 40 Jahren. Sie listet ihn in den Credits auf, er kann dem nicht entkommen. Er hat die Finanzierung gemacht.“

Paul fuhr fort: „China ist ein reiches Land und sie treten uns in so vielen Bereichen in den Hintern. Warum sollten wir ihnen Geld für ihre Forschung geben? Können sie nicht ihr eigenes Geld für ihre eigene Forschung ausgeben?“ (aa)



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