Rauch und Feuer in der nordsyrischen Stadt Tel Abyad, 13. Oktober 2019.Foto: Burak Kara/Getty Images

Kurden: Fast 800 Angehörige von IS-Anhängern aus Lager in Syrien geflohen

Epoch Times13. Oktober 2019 Aktualisiert: 24. Juni 2020 10:55
Aus einem Lager in Nordsyrien, in dessen Nähe türkische Truppen kämpften, sind fast 800 Angehörige von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geflohen. In den von Kurden kontrollierten Lagern sind insgesamt etwa 12.000 ausländische Angehörige von IS-Mitgliedern untergebracht.

Fast 800 Angehörige von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind nach jüngsten Angaben der kurdischen Behörden aus einem Lager in Nordsyrien geflohen. 785 Frauen und Kinder seien aus der Einrichtung in Ain Issa entkommen, teilte die Verwaltung der halbautonomen Kurdenregion mit.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte verließen die Wachen das Lager, in dessen Nähe sich die türkische Armee Gefechte mit kurdischen Kämpfern lieferte. Zu ihren Nationalitäten machte die in London ansässige Organisation keine Angaben.

In den von Kurden kontrollierten Lagern sind insgesamt etwa 12.000 ausländische Angehörige von IS-Mitgliedern untergebracht – 4000 Frauen und 8000 Kinder. Insgesamt sind in den Lagern mehrere zehntausend Familien mit Kindern.

In den kurdischen Gefängnissen in Nordsyrien sind außerdem rund 12.000 IS-Kämpfer inhaftiert, unter ihnen bis zu 3.000 ausländische Dschihadisten aus insgesamt 54 Ländern.

Die Kurden hatten wie die EU davor gewarnt, dass die Offensive der Türkei den Kampf der YPG gegen den IS schwäche und tausenden Dschihadisten in kurdischer Haft eine Chance zur Flucht geben könnte.

Am Freitag hieß es von den kurdischen Behörden, dass bereits fünf IS-Kämpfer aus einem Gefängnis entkommen seien, nachdem türkische Granatenangriffe die Gegend rund um die Lager getroffen hätten. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion