Tausende Demonstranten in Wien – auf Masken wurde verzichtet

Epoch Times18. Januar 2021 Aktualisiert: 18. Januar 2021 10:30
In der österreichischen Hauptstadt fand eine Großdemo gegen die massiven Corona-Einschränkungen der Regierung statt. Die Menschen verzichteten zum größten Teil auf die Alltagsmasken und auch auf die Einhaltung des Abstands. Die Demo verlief friedlich.

+++ Newsticker +++

In Wien fand am 16. Januar 2021 eine Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung statt. Dem Veranstalter zufolge waren es bis zu 50.000 Teilnehmer. Die Demonstranten beklagten die derzeitigen Einschränkungen und forderten den Rücktritt der Regierung von Kanzler Sebastian Kurz.

Die Epoch Times hat live von den Ereignissen in Österreichs Hauptstadt berichten.

Livestream aus Wien:

Samstagmittag haben sich am Maria-Theresien-Platz und am Heldenplatz in der Wiener Innenstadt die ersten Teilnehmer der Corona-Demo versammelt. Gegen 12.30 Uhr waren es am Platz zwischen Natur- und Kunsthistorischem Museum rund 300 Personen. Bis 14.30 Uhr waren laut Polizei etwa 6000 bis 7000 Corona-Aktivisten dort zusammengekommen, berichtet die Österreichische Presseagentur (APA). Auch am Heldenplatz versammelten sich Demonstranten.

Die meisten Teilnehmer der Kundgebung, unter ihnen der frühere Vizekanzler Heinz-Christian Strache, trugen keine Maske und ignorierten die Abstandsregeln. Es wurde getanzt und die Leute umarmten sich. Die Polizei hielt sich großteils im Hintergrund. Nach Angaben der APA sorgten die Beamten vor allem dafür, dass die Demonstranten nicht zu den provisorischen Parlamentsgebäuden vordrangen.  An einer von linken Gruppen organisierten Gegendemonstration beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 500 Menschen.

Zwischenfälle gab es keine, bis am Nachmittag am Ring in Wien der Demozug von einer Sitzblockade durch Gegendemonstranten gestoppt wurde. Etwa 15 bis 20 schwarz gekleidete Aktivisten hatten sich auf die Fahrbahn gesetzt. Aus den Reihen der Corona-Demonstranten versuchten Fußball-Hooligans die Sitzenden zu vertreiben. Laut Polizeisprecher Markus Dittrich hielten die Einsatzkräfte die Gruppen auseinander, berichtet die APA. Wenig später wurde der Demonstrationszug fortgesetzt.

Insgesamt verlief die Demonstration friedlich.

Corona-Demos in Österreich

In Wien wurde für Samstag, 16. Januar, eine Großdemo am Heldenplatz gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung beantragt und von den Behörden verboten. Daraufhin wurden mehrere kleinere Demonstrationen angemeldet. Ebenso soll es eine Gegendemo geben.

Wie der österreichische „Kurier“ berichtet, beginnt die größte der Corona-Demos unter dem Titel „Corona und die Wirtschaftsfolgen“ ab 14 Uhr auf dem Heldenplatz. Bis zu 20.000 Teilnehmer wurden angemeldet. Zuvor soll ab 13 Uhr ein Demonstrationszug vom Heldenplatz den Ring in Fahrtrichtung und zurück zum Heldenplatz entlangziehen.

Am angrenzenden Maria-Theresien-Platz ist eine ganztägige Standkundgebung geplant. Zudem wurden mehrere einzelne kleine Märsche vom Stadtrand in die Innenstadt angekündigt.

Linke Gegendemo

Ebenso wurde auch eine Gegendemonstration mit 300 gemeldeten Teilnehmern angemeldet – gegen sogenannte Verschwörungstheorien. Laut „Kurier“ soll der „Marsch von linken Aktivisten“,  organisiert von der „Plattform Radikale Linke“ vom Kohlmarkt über den Michaelaplatz bis zum Josef-Meinrad-Platz führen, direkt am Heldenplatz vorbei (siehe Karte).

Die Polizei kündigte eine „ausreichende Anzahl von Einsatzkräften“ an, um „den ordnungsgemäßen Ablauf der stattfindenden Kundgebungen zu gewährleisten und das Zusammentreffen von Demonstrationsteilnehmern mit Konfliktpotenzial zu verhindern“, versprach Polizeisprecher Markus Dittrich. (sm/so)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion