Die New Yorker Börse am 17. Juli 2014: Nach dem Abschuss von Malaysia Airlines MH17 fiel der Dow Jones um über 160 Punkte.Foto: Spencer Platt/Getty Images

MH 17 und die Finanzmärkte: Wer von der False Flag wusste, konnte Milliarden scheffeln

Epoch Times5. August 2014 Aktualisiert: 5. August 2014 15:08

In einer Analyse der kanadischen Website Globalresearch.ca, untersuchte Prof. Michel Chossudovsky wie sich der Abschuss von Malaysia Airlines MH 17 auf die internationalen Finanzmärkte und Russlands Finanzsystem ausgewirkt hat. Der Flugzeugabsturz vom 17. Juli veränderte einiges. Aus russischer Sicht wurde vieles schlechter: Anschuldigungen, Drohungen, Wirtschaftssanktionen folgten auf den Fuß.

Falls der Abschuss von MH 17 in der Ostukraine ein geplantes Ereignis war (und es deutet einiges darauf hin) hätten Insider, die im Vorhinein von diesem „Schwarzen Schwan“ wussten, die Möglichkeit gehabt, an diversen Finanzmärkten profitable Spekulationsgeschäfte abzuschließen: Im Optionshandel mit dem Dow-Jones-Index, an der Moskauer Börse (MICEX), an Devisenmärkten und mit Put-Optionen auf Airline-Aktien …

MH 17 und die Finanzwelt: Wer von diesem „Schwarzen Schwan“ wusste, konnte Milliarden scheffeln

Ein institutioneller Anleger mit MH 17-Vorwissen hätte durch verschiedene Finanzinstrumente sogar Milliarden scheffeln können – denn ausgehend vom zu erwartenden Einbruch des Dow Jones hätte er weitere Entwicklungen der Energie- und Rohstoffmärkte vorhersagen können.

Es wäre interessant zu untersuchen, ob vor dem MH 17- Abschuss verdächtige Geschäfte stattfanden – sie könnten Hinweise auf die Drahtzieher der Aktion geben.

Zusätzlich lenken die großen Finanzmedien Wall Street Journal, Financial Times oder Economist durch ihre Berichterstattung die Stimmung in eine bestimmte Richtung, die wiederum den Großaktionären in die Hände spielen kann.

So reagierte die Börse in New York

Nach dem Absturz von MH 17 am 17. Juli sackte der Dow Jones Industrial Average von seinem Höchstwert von 17.150 auf unter 17.000 Punkte. Am nächsten Handelstag erholte er sich wieder. Vorabwissen über MH 17 hätte dazu geführt, aus den kurzfristigen Bewegungen des Index finanziellen Nutzen ziehen zu können.

Die Londoner Börse am 18. Juli

Als die Meldung von der Flugzeugkatastrophe in der Ukraine publik wurde, war die Londoner Börse bereits geschlossen und öffnete erst am Freitag, dem 18. Juli wieder. Sie gab kurzfristig nach und erholte sich gegen Handelsschluss wieder.

Einbruch der Moskauer Börse

Zwar litten auch Europas Aktienmärkte unter dem Abschuss von MH 17, den schwersten Kursverfall erlebte aber die Moskauer Börse. Der MICEX-Index fiel innerhalb eines Tages um 2,3 Prozent, der in Dollar berechnete RTS-Index gab laut Reuters 3,8 Prozent nach.

Jemand der im Vorfeld gewusst hätte, dass MH 17 und eine Welle der Anschuldigungen auf Russland zukommen würden (allen voran durch US-Präsident Obama), der hätte er zweifelsohne auf einen Rückgang von MICEX und Rubel gewettet.

Die Sanktionen

Die Wirtschaftssanktionen der Obama-Regierung zielten auf Russlands Waffenindustrie ab, die staatlichen Energieriesen wie Gazprom und Rosneft sowie den nichtstaatlichen Erdgasförderer Novatek. Auch große russische Finanzdienstleister wurden ins Visier genommen.

Ausgerechnet einen Tag vor der MH 17-Tragödie verhängte die US-Regierung neue umfassende Sanktionen gegen die Russische Föderation: Was das ledigliche Ironie des Schicksals? Es sei darauf hingewiesen, dass Rosneft einen Gasvertrag mit Exxon Mobil hat. Sanktionen haben letztlich das Ziel der wirtschaftlichen Unterwerfung. Russlands Energiekonzerne sollen so stark geschwächt werden, dass sie ihre Besitzstruktur ändern, schrieb Market Watch am 18. Juli 2014 dazu:

„Dass sich die Vereinigten Staaten ein derart großes Unternehmen vorknöpfen, zeigt, dass sie es ernst meinen. Rosneft hat Außenstände in Höhe von etwa 70 Milliarden Dollar, was fast seinem Börsenwert entspricht, weshalb das Unternehmen darauf angewiesen ist, sich ständig frisches Kapital zu besorgen. Lässt man einige russische und chinesische Kapitalquellen außer Acht, bleiben nur die internationalen Dollarmärkte, die ausreichend Mittel zur Verfügung stellen können. Als Ergebnis der amerikanischen Sanktionen wird Rosneft seine Kapitalausgaben beschneiden müssen.«

Obama hatte die neuen Sanktionen rechtzeitig am 16. Juli angekündigt, sodass die Kursverluste an der Moskauer Börse mit Beginn des Handels am 17. Juli einsetzten – und damit vor dem Absturz von MH 17.

Einbruch des Rubels

Auch die Währungsmärkte waren betroffen. Der malaysischen Ringgit reagierte kaum auf MH 17, aber der russische Rubel gab 1,8 Prozent auf den US-Dollar nach, so viel wie an keinem anderen Tag seit Juni 2013. (Reuters, 18. Juli 2014) In den Tagen nach dem Absturz verlor er weiter an Wert (s. Abb. unten).

Die anhaltenden Vorwürfe zu Russlands angeblicher Mitschuld am Abschuss von MH 17, haben zusammen mit den neuen, am 16. Juli verkündeten Sanktionen zu einem beträchtlichen Wertverlust des russischen Rubels geführt. Vermutlich hat die russische Zentralbank einen weiteren Kursverlust des Rubels eingedämmt und Devisenreserven genutzt, um spekulativen Angriffen auf den Rubel entgegenzuwirken. Das Resultat war ein beträchtlicher Abfluss russischer Dollar-Reserven.

Source: Exchange Rate.com

Kurseinbruch bei Airline-Aktien

Die an der Nasdaq gelisteten Aktien von Fluggesellschaften verloren nach dem Absturz von MH 17 am 17. Juli beträchtlich an Wert, am 18. Juli erholten sie sich wieder. Auch hier hätte vorherige Kenntnis sichere spekulative Wetten ermöglicht.

Wie bereits dargelegt, ist das Thema vorherige Kenntnis von entscheidender Bedeutung. Wer auch immer MH 17 angegriffen hat, wusste vorher Bescheid und könnte durch Finanzpartner für Spekulationsgeschäfte getätigt haben. Hier muss – ähnlich wie bei den Leerverkäufen von Airline-Aktien in den Tagen vor 9/11 – gründlicher analysiert und ermittelt werden, ob vorherige Kenntnis bestand. Entsprechende Untersuchungen sollten Bestandteil der strafrechtlichen Ermittlungen zum Absturz vom 17. Juli sein.

Und was wird aus Malaysian Airlines?

Nach dem mysteriösen Verschwinden von MH 370 im März brach die Zahl der MH-Passagiere um 60 Prozent ein. Die finanzielle Lage von Malaysian Airline System (MAS) wurde zusehends instabiler.

Nach dem MH-17-Absturz steht MAS für eine vollständige Privatisierung an. »MAS gehört zu nahezu 70 Prozent dem staatlichen Investmentvehikel Kazanah Nasional, das dieses Jahr bereits Interesse am Verkauf von Teilen seiner Beteiligung signalisiert hat.« (ABC New Australia, 21. Juli 2014) Aufs Jahr gerechnet hat die MAS-Aktie bereits 25,8 Prozent verloren.

Quelle: Michel Chossudovsky / Globalresearch.ca


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