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Muslime unter Generalverdacht?

Österreichische "Landkarte des Islam" sorgt für Welle der Empörung

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Muslime.

Foto: iStock

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Die Präsentation einer sogenannten Landkarte des Islam durch die österreichische Regierung hat unter Muslimen eine Welle der Empörung ausgelöst. Die interaktive Karte zeige die „Absicht der Regierung, pauschal alle in Österreich lebenden Muslime und Musliminnen als potenzielle Gefahr zu stigmatisieren“, erklärte die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) am Donnerstag.
Die im Internet abrufbare Karte ist ein Projekt der Dokumentationsstelle politischer Islam und der Universität Wien. Sie umfasst die Namen von mehr als 600 Moscheen und Vereinen, ihre Adressen sowie Informationen über Verbindungen ins Ausland. Es gehe nicht darum, „Muslime unter Generalverdacht zu stellen“, betonte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP). Allerdings wolle man „gefährliche Entwicklungen des politischen Islam“ in den „Hinterhöfen“ beobachten.
Scharfe Kritik kam auch von den Grünen: Man sei „irritiert“ über das Projekt und halte es für kontraproduktiv, erklärte die Partei. Dieses Projekt, das „Muslime und Islamisten vermischt“, sei das Gegenteil von dem, wie Integrationspolitik aussehen sollte, erklärte Integrationssprecherin Faika El-Nagashi.
Auch Tarafa Baghajati, Obmann der Initiative muslimischer Österreicher (IMÖ), zeigte sich empört: „Können Sie sich vorstellen, dass eine solche Karte des Judentums oder des Christentums in Österreich erstellt werden könnte?“, sagte er einem Radiosender des ORF. Es handle sich um eine Vermengung zwischen Terrorismus und einer Religion, die von acht Prozent der 8,9 Millionen Einwohner Österreichs praktiziert werde. (afp)

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