„Ohne Politik könnte die Pandemie sehr schnell gelöst werden“

Die US-Regierung habe im Umgang mit der COVID-19-Pandemie einen Tunnelblick. Sie sehe die Impfung als einzigen Ausweg aus der Krise und lasse keine anderen Meinungen zu. Das verlängere die Pandemie, meint Neurochirurg und ehemaliger US-Minister Dr. Ben Carson.
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Dr. Ben Carson kritisiert das Vorgehen der US-Regierung während der Pandemie.Foto: York Du/The Epoch Times
Von 28. Dezember 2021
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„Wenn man die Politik beiseite lässt, könnte man die Pandemie sehr schnell lösen“. Das sagte Dr. Ben Carson in einem Interview in der Sendung „American Thought Leaders“ von EpochTV am 18. Dezember.

Ihm zufolge nutze die US-Regierung die Pandemie politisch aus, um Menschen zu manipulieren und zu verängstigen. Damit gewinne sie an Macht, was die COVID-Maßnahmen anbelangt, und könne zudem in die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen eingreifen, meinte er. 

Carson ist ein renommierter Neurochirurg, der 2008 für seine Arbeit mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten (Presidential Medal of Freedom) ausgezeichnet wurde. Es ist eine der beiden höchsten zivilen Auszeichnungen der Vereinigten Staaten. 

Er ging 2013 in den Ruhestand und kandidierte 2016 für das Amt des Präsidenten. Unter Donald Trump fungierte er schließlich als Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung.

Regierungsnarrativ: Impfung als einziger Ausweg aus der Krise

In dem Interview kritisierte Carson die amerikanische Regierung bei ihrer Bekämpfung der Pandemie. „Wir haben im Umgang mit der COVID-19-Pandemie einen Tunnelblick“, sagte er. Diese Herangehensweise verhindere jedoch, dass jedes zur Verfügung stehende Mittel genutzt werde, um die Pandemie zu bekämpfen. 

So sei die natürliche Immunität ignoriert und alternative Behandlungsmethoden abgelehnt worden. Nur mithilfe der Impfung könne COVID-19 besiegt werden, so das offizielle Mantra.

Dabei sei nicht beachtet worden, dass Menschen unterschiedliche Vorerkrankungen und verschiedene Zustände hätten. „[Wie] ihre Behandlung aussehen sollte und welche Präventivmaßnahmen zu ergreifen sind, sollten sie mit ihrem Arzt besprechen und nicht mit irgendeinem Regierungsbürokraten, der alle über einen Kamm schert“, erklärte der Neurochirurg.

Viele Menschen seien wegen dieses Verhaltens gestorben. Er erzählte, dass ihm monoklonale Antikörper das Leben gerettet hätten, als er sich mit dem Virus infizierte und schwer erkrankte.

„Es gibt viele Dinge, die sich als sehr wirksam erwiesen haben, die wir aber nicht weiterverfolgt haben, darunter die natürliche Immunität“, sagte Carson. Auch der erfolgreiche Einsatz von Hydroxychloroquin und Ivermectin gegen COVID-19 in verschiedenen Ländern der Welt sei nicht beachtet worden.

Hydroxychloroquin wird in Westafrika gegen Malaria eingesetzt, in dem Gebiet wurden wenige Corona-Fälle gemeldet. Ivermectin, ein Mittel gegen Parasiten, wurde in der indischen Provinz Uttar Pradesh an die breite Bevölkerung zur Prophylaxe und Behandlung von COVID verteilt. Die Genesungsrate lag bei über 98 Prozent.

Desinformation und Angst als Mittel zur Kontrolle

„Warum sollte man diese Informationen nicht sammeln? Warum ignoriert man sie? Der einzige Grund dafür ist, dass man das Ergebnis nicht wissen will, […] weil es nicht zu dem passt, was man erreichen will, nämlich alle zu impfen“, ist sich Carson sicher.

Hinzu kommt, dass COVID als Virus mutiere und das immer weiter, so Carson. Doch mit jeder Mutation würde Viren schwächer werden, betonte er.

„Wir können das zugeben und uns damit auseinandersetzen. Oder wir können jede kleine Mutation und Veränderung nehmen und versuchen, daraus eine Krise zu machen, um den Menschen Angst einzujagen und ihr Leben stärker zu kontrollieren“, fügte der ehemalige Minister hinzu.

Das ist auch bei der Kinderimpfung zu sehen. Carson sprach sich gegen eine COVID-19-Impfpflicht bei Kindern aus, denn das Sterblichkeitsrisiko gehe bei gesunden Kindern gegen null, was dem der saisonalen Grippe entspreche. 

Gegen diese propagiere die US-Regierung keine Impfpflicht, bei Corona jedoch schon – ohne zu wissen, welche langfristigen Folgen die Impfung haben könnte. „Warum sollte man ein unschuldiges Kind einem lebenslangen, unbekannten Risiko aussetzen? Das macht absolut keinen Sinn“, fügte Carson hinzu.

So veröffentlichte die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA im Sommer Dokumente über Wirkungen und Nebenwirkungen des BioNTech-Corona-Impfstoffs. Laut diesen Dokumenten zeigten mehr als 90 Prozent aller geimpften Kinder Nebenwirkungen.

Jeder Arzt, der sich gegen die Vorgehensweise der Regierung aussprach, sei öffentlich angegriffen und gesellschaftlich ausgeschlossen worden. Und anstatt unparteiisch zu sein und neutral zu berichten, hätte die „Vierte Gewalt – die Medien – nur das Narrativ der Regierung verbreitet und zur Spaltung in der Gesellschaft beigetragen, erklärte der Neurochirurg.

USA brauchen starke Führungspersönlichkeit

Diese Ungereimtheiten und die Impfpflicht seien laut Carson die Gründe, warum Menschen ihr Vertrauen in die staatlichen Gesundheitsbehörden und die Regierung verlieren.

„Wir müssen Vertrauen in unsere Regierung haben. Wir müssen Vertrauen in unser Gesundheitssystem haben. Und indem wir die Politik hineinbringen, bringen wir uns selbst ins Hintertreffen. Es wird eine Weile dauern, bis dieses Vertrauen wiederhergestellt ist“, so der Arzt.

Der einzige Ausweg aus dieser Krise sei Carson zufolge eine starke Führung. Die gebe es in den USA zurzeit nicht. US-Präsident Joe Biden hätte zwar versprochen, dass er die Spaltung im Land überwinden würde. Zum Schluss hätte er sie jedoch nur verstärkt.

Die USA benötigten eine starke Führungspersönlichkeit, die zum Wohle aller handelt. Es sollte jemand sein, der alle Stimmen beachtet und schaut, was logisch ist und Sinn ergibt. Zudem sollte er Diskussionen über diese Dinge fördern, statt die Fronten zu verhärten.

„Mir ist egal, wo diese Führungspersönlichkeit herkommt. Mir ist egal, welcher Partei sie angehört. Doch sie ist wesentlich für den Wohlstand dieser Nation“, schloss Carson ab.

Dr. Ben Carson ist pensionierter Neurochirug, Redner, Autor und politischer Kommentator. Er wuchs in einem Ghetto Detroits auf. Bekannt wurde er 1987 für seine Trennungsoperation siamesischer Zwillinge. 2016 kandidierte er für das Amt des US-Präsidenten. Von 2017 bis 2021 bekleidete er im Kabinett Trump das Amt des Ministers für Wohnungsbau und Stadtentwicklung.



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