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Ukrainische Soldaten in der Region Donetsk.Foto: ANATOLII STEPANOV/AFP via Getty Images

Rätselraten über ukrainische Verluste

Epoch Times31. März 2022

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In den fünf Wochen seit Beginn des Krieges wurden schätzungsweise mehrere tausend russische Soldaten getötet. Über die Toten auf ukrainischer Seite gibt es hingegen kaum Informationen. „In Wirklichkeit wissen wir gar nichts darüber“, sagt Michael Kofman vom US-Thinktank CNA.

Es gehört zur Logik eines Krieges, dass sich die Gegner mit Angaben über Opfer in den eigenen Reihen zurückhalten. Und die schwer überprüfbaren offiziellen Zahlen sind mutmaßlich zu niedrig angesetzt.

Der russische Generalstab gab am Freitag den Tod von 1.351 Soldaten zu, 3.825 weitere wurden demnach verwundet. Die Nato schätzt, dass von den 150.000 bis 200.000 russischen Soldaten in der Ukraine 30.000 bis 40.000 nicht mehr kampffähig sind – weil sie entweder getötet, verwundet oder gefangen genommen wurden.

Offizielle Zahlen aus Kiew

Kiew hat bisher zweimal Zahlen genannt, zuletzt am 12. März. Demnach wurden bis zu diesem Zeitpunkt 1.300 ukrainische Soldaten getötet. Im Krieg wird üblicherweise davon ausgegangen, dass auf einen toten Armeeangehörigen drei Verletzte kommen. Das hieße, dass mehr als 5.000 ukrainische Soldaten außer Gefecht sind. Auch diese Zahl ist wahrscheinlich zu niedrig.

Dennoch gehen mehrere Beobachter davon aus, dass die ukrainische Armee in ihrer defensiven Position weniger Verluste erlitten hat als die russische Armee. „Der Konflikt in der Ukraine liefert eine hervorragende Demonstration des Prinzips des Militärtheoretikers Clausewitz, wonach sich die Kraft in der Defensive weniger abnutzt als beim Angriff“, erklärt die französische Denkfabrik FRS. „Dies gilt umso mehr, als die ukrainischen Streitkräfte eine Taktik gewählt haben, die auf High-Tech-Guerilla-Operationen statt auf direkter Konfrontation beruht.“

Die Website oryxspioenkop.com versucht auf der Grundlage von Fotos und Videos aus den Kampfgebieten einen Überblick über die Verluste zusammenzutragen. Demnach verlor die russische Armee bis zum Dienstag 318 Panzer, mehr als 550 gepanzerte Fahrzeuge, 16 Kampfflugzeuge, 35 Hubschrauber und zwei Schiffe. Die ukrainischen Streitkräfte büßten laut der Website 79 Panzer, weniger als 200 gepanzerte Fahrzeuge, zwölf Kampfflugzeuge und 13 Schiffe ein.

Die militärischen Kapazitäten der Ukraine sind allerdings geringer als die der russischen Armee. Doch seit der Annexion der Krim durch Moskau 2014 und dem Konflikt in den prorussischen Separatistengebieten im Osten des Landes, hat die Ukraine mit Unterstützung des Westens massiv aufgerüstet.

Militärhaushalt verdreifacht

Der Militärhaushalt hat sich bis 2021 auf 3,5 Milliarden Euro verdreifacht, die Kommandostruktur wurde reformiert. Die USA stellten der Ukraine seit 2014 Militärhilfe im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar (2,25 Milliarden Euro) zur Verfügung, die Nato schickte Ausbilder.

Nicht zuletzt verfügt die Ukraine über ein großes Reservoir an Streitkräften. Zu den 130.000 Mann der Bodeneinsatztruppe kommen hunderttausende Reservisten und Angehörige der Freiwilligenbataillone hinzu. (afp/dl)



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