Österreichische Spezialeinsatzkräfte im Einsatz.Foto: HANS PUNZ/AFP/Getty Images

Raubüberfall auf Klosterkirche in Wien: Fünf Ordensbrüder verletzt

Epoch Times27. Dezember 2018 Aktualisiert: 28. Dezember 2018 15:22
Zwei Täter überfielen in einer Wiener Klosterkirche mehrere Ordensbrüder und hielten diese stundenlang fest. Ein Opfer wurde dabei schwer verletzt, vier weitere leicht.

Am Donnerstag gegen 13:30 Uhr stürmten zwei Unbekannte die katholische Klosterkirche Maria Immaculata in Wien-Strebersdorf. Dort befand sich gerade ein 68-jähriger Ordensbruder. Der Kirchenmann wurde von einem der Täter mit einer Schusswaffe bedroht. Zudem forderte man ihn auf, sich auf den Boden zu legen, berichtet die „Krone-Zeitung“.

Die Täter schlugen und traten auf den Ordensbruder ein, wodurch der Mann schwere Verletzungen am Kopf erlitt.

Einige Zeit später kam ein zweiter Geistlicher in den Kirchenraum und entdeckte den Schwerverletzten“, so Polizeisprecher Harald Sörös.

Die Verdächtigen attackierten und verletzten auch diesen Mann. Später kamen weitere drei Ordensbrüder hinzu, auch sie wurden verletzt. Laut Polizeiangaben forderte zumindest einer der Täter Wertgegenstände und Bargeld. Laut Kronen-Zeitung plünderten die Kriminellen den Tresor der Kirche.

Aus dem Safe wurde auch eine Pistole vom Kaliber 9mm entwendet, wie Polizeisprecher Sörös bestätigte. Die Unbekannten ließen die Opfer gefesselt und geknebelt zurück, ehe sie die Flucht samt Beute ergriffen. Die Opfer im Alter zwischen 56 und 68 Jahren wurden nach einem Notruf entdeckt und ins Krankenhaus eingeliefert.

Großfahndung läuft unter Einsatz der Spezialeinheiten WEGA und Cobra

Aktuell läuft eine Großfahndung unter Einbezug von Einsatzkräften der Spezialeinheiten WEGA und Cobra. Ein Helikopter unterstützt die Fahndung aus der Luft. Aktuell ist noch unklar, ob sich die Täter noch im Gebäude oder auf dem Gelände befinden.

Laut Täterbeschreibung durch die Polizei ist einer der Täter etwa 1,80 Meter groß und hat dunkle Haare. „Beide Männer sprechen die deutsche Sprache und hatten einen ausländischen Akzent“, so der Polizeisprecher.

Laut derzeitigem Ermittlungsstand bestehe kein Terrorverdacht, das genaue Motiv sei jedoch noch unbekannt. „Es könnte sich um ein Raubdelikt oder auch ein reines Gewaltdelikt handeln“, verwies Sörös auf die laufenden Ermittlungen. Einer der Täter habe sich aber laut Berichten bereits seit Tagen im Umfeld der Kirche auffällig verhalten.

Ein Zeuge, berichtete der Kronen-Zeitung von einem Gespräch mit einem Geistlichen nach dem Überfall. Der soll ihm gegenüber behauptet haben einen der Täter bereits Tage zuvor in der Kirche gesehen zu haben. (er)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion