Slowakei: Fonds von George Soros kauft ein Drittel der Medienlandschaft auf

Von 12. Mai 2021 Aktualisiert: 12. Mai 2021 9:28
Ein Medien-Fonds vom US-Milliardär George Soros hat über ein Drittel eines bedeutenden slowakischen Verlags gekauft. Beobachter sagen, er will damit die Politik beeinflussen.

George Soros und seine Organisationen stehen wieder im Fokus. Diesmal machen seine Investitionen in linksorientierte Medien Schlagzeilen.

Das Media Development Investment Fund (MDIF) ist mit dem Milliardär verbunden und der Recherche eines italienischen Wissenschaftlers zufolge soll der Fonds seit seiner Gründung im Jahr 1996 über 250 Millionen US-Dollar in Medien investiert haben. 

Seine neueste Investition ist in Mittel- und Osteuropa. Der Fonds hat am 22. April bekannt gegeben, einen 34-prozentigen Anteil am Verlag „Petit Press“ gekauft zu haben, der wiederum das größte slowakische Nachrichtenportal „SME“ besitzt. 

Ungarische Medien glauben, dass die Übernahme dazu dienen soll, der lokalen Mitte-Links-Koalition bei den anstehenden slowakischen Wahlen unter die Arme zu greifen – und dazu wird „SME“ gebraucht. 

MDIF besitzt nun mehr als ein Drittel des zweitgrößten Medienimperiums der Slowakei, „das für 35 verschiedene Plattformen verantwortlich ist“, schreibt Marcell Dengi, Wissenschaftler der italienischen Denkfabrik Centro Studi Machiavelli. „Petit Press“ hat eine wöchentliche Auflage von mehr als 545.000 Exemplaren von Zeitschriften in slowakischer und englischer Sprache.

Ehemaliger Präsident mahnt: Soros beeinflusst die Politik in der Slowakei

Mit dem Eigentümerwechsel wurden neue Mitglieder in die Geschäftsführung von „Petit Press“ geholt: Jim Eagan, ehemals „BBC“, und Marie Nemcova direkt von MDIF. 

Alexej Fulmek, Geschäftsführer von „Petit Press“, bezeichnet den Eigentümerwechsel als eine wichtige Entwicklung: „Ich bin wirklich froh, dass der neue Anteilseigner des Unternehmens MDIF ist, denn ich verfolge seine Arbeit seit über zwanzig Jahren. Das erste Ziel von MDIF war immer die Verteidigung der Unabhängigkeit und Freiheit der Medien.“

„In ‚Petit Press‘ zu investieren ist eine fantastische und aufregende Gelegenheit“, sagte Harlan Mandel, Geschäftsführer von MDIF. „Wir glauben, dass die dominante Position von ‚Petit Press‘ im Bereich der digitalen Information in der Slowakei weiter ausgebaut werden kann, wenn das Unternehmen sein Geschäft auf der Grundlage der Werte des Qualitätsjournalismus weiter ausbaut“, so der CEO weiter.

Mandel war 1996 bis 1998 stellvertretender Rechtsberater des Open Society Institute von Soros. 

Die Neuanschaffung in der Slowakei ist aus mittel- und osteuropäischer Sicht sehr wichtig, weil sie womöglich politisch motiviert sei. Der ehemalige Präsident der Slowakei, Robert Fico, mahnt, dass Soros seine finanziellen Möglichkeiten benutze, um beliebte Politiker zu unterstützen und unliebsame zu beseitigen. 

Fico gehört auch dazu. Er ist der Überzeugung, dass die Unruhen und Proteste gegen seine Regierung 2019 von Soros finanziert wurde. In einer Pressekonferenz betonte er: „Wir hatten recht, dass Soros‘ schmutziges Geld die slowakische Politik und die Medien beeinflusst“, sagte Fico.

MDIF besitzt bereits Anteile an linksorientierten Medien in Ungarn (18,9 Prozent „magyarnarancs.hu“, 28,23 Prozent der Firma Magyar Jeti Zrt., die wiederum „444.hu“ besitzt).



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