Eine Frau hält eine brasilianische Flagge während einer Demonstration, um ihre Unterstützung für den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in Brasilia auszudrücken.Foto: SERGIO LIMA / AFP über Getty Images

Tausende Unterstützer von Brasiliens Präsident Bolsonaro gehen auf die Straßen

Epoch Times2. August 2021

Bei Demonstrationen für den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro sind am Sonntag tausende Brasilianer in mehreren Städten des Landes auf die Straßen gegangen. Die Menschen protestierten gegen das rein elektronische Wahlsystem, das Bolsonaro bereits mehrfach als Quelle für Manipulation bezeichnet hatte. „Wir wollen, dass die Stimmen öffentlich nachgezählt werden, damit es mehr Transparenz gibt“, forderte der 46-jährige Demonstrant Ronaldo Calvalcante.

In der Metropole Rio demonstrierten etwa 3000 Menschen am Copacabana-Strand, viele waren in den Farben der brasilianischen Flagge gekleidet, gelb und grün. „Rein elektronisch wählen ist Diebstahl! Wählen mit gedruckten Stimmzetteln ist nicht kompliziert, die Leute werden sich anpassen“, sagte die 45-jährige Demonstrantin Roxana Guimaraes. Tausende Menschen gingen auch in der Hauptstadt Brasilia und in São Paulo auf die Straßen.

„Der Wille des Volkes muss sich durchsetzen“

Bolsonaro dringt seit langem darauf, dass der Kongress zusätzlich zu der seit 1996 bestehenden elektronischen Stimmabgabe auch die Verwendung von gedruckten Stimmzetteln zulässt. Schon bei den vergangenen Wahlen hatte er Manipulationen angeprangert.

In einer Videobotschaft an die Demonstranten betonte Bolsonaro am Wochenende, er werde keine Wahlen akzeptieren, die nicht „fair und demokratisch“ seien. Daher werde er „alles Notwendige“ tun, um sicherzustellen, dass es bei der kommenden Präsidentschaftswahl im Jahr 2022 Stimmzettel aus Papier gebe. In einer weiteren Botschaft an die Demonstranten in São Paulo sagte Bolsonaro: „Der Wille des Volkes muss sich durchsetzen.“

Am vergangenen Samstag hatten zahlreiche Brasilianer für eine Amtsenthebung und gegen die Corona-Politik Bolsonaros demonstriert. Die von linksgerichteten Parteien, Gewerkschaften und Sozialverbänden mitorganisierten Demonstrationen waren bereits die vierten Proteste seit Ende Mai. (afp/oz)



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