Widerstand gegen WHO: EU-Bürgerinitiative „Vertrauen und Freiheit“ gegen geplante Pandemieverträge

Die kürzlich gebildete Initiative fordert den Schutz der individuellen Freiheit der Bürger – vor allem bei gesundheitlichen Maßnahmen. Zu einer ersten Debatte trafen sich am 4. Juli die sieben Gründungsmitglieder mit fünf EU-Abgeordneten, die ihnen den Rücken stärken. Mit dabei war auch die Ärztin Maria Hubmer-Mogg aus Österreich.
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Niederlande: Die Polizei umzingelte Demonstranten, die sich auf dem zentralen Malieveld-Gelände versammelten, um am 21. Juni 2020 in Den Haag gegen den Umgang der Regierung mit der COVID-19-Pandemie zu demonstrieren. Es wurden Dutzende Menschen festgenommen, Pferde und Wasserwerfer kamen zum Einsatz.Foto: ROBIN VAN LONKHUIJSEN/ANP/AFP via Getty Images
Von 16. Juli 2023

„Vertrauen und Freiheit“ (Trust and Freedom) nennt sich eine kürzlich ins Leben gerufene Europäische Bürgerinitiative, die gegen geplante WHO-Verträge ankämpfen will. Dazu kamen am 4. Juli fünf EU-Abgeordnete mit sieben Bürgervertretern aus ihren jeweiligen Ländern in Brüssel zusammen.

Auf einer dreistündigen Debatte im EU-Parlament stellten die Redner dar, wie sie über die beabsichtigten Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften denken.

Die Initiative ist eine „entschlossene Reaktion auf die Machtkonsolidierung, die in Regierungen und Institutionen zu beobachten ist“, heißt es in deren Pressemitteilung. Dabei weisen die Verfasser mit Sorge auf „umfangreiche Verhandlungen mit nicht staatlichen und nicht transparenten Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation“ hin.

Sie befürchten, dass sie zukünftig nicht mehr frei entscheiden können, wenn es um Maßnahmen für ihre Gesundheit geht. Wie politische Machtorgane in persönliche Freiheiten eingriffen haben, war während der Corona-Pandemie in deutlichem Ausmaß zu erkennen.

Ziel der Initiative ist es unter anderem, dass Unionsbürger die Europäische Kommission dazu zwingen können, sich mit dem Thema zu befassen. Dazu soll im EU-Parlament eine Anhörung stattfinden, an der auch die Kommission teilnehmen muss. Am Ende des Verfahrens müsse die Kommission innerhalb von drei Monaten eine rechtliche und eine politische Stellungnahme abgeben. Die Entscheidung, ob ein neuer Gesetzesvorschlag gemacht werden kann, muss das EU-Organ öffentlich begründen.

Kroatischer EU-Abgeordneter: „WHO ist PR-Agentur für Konzerne“

Unter den Unterstützern aus dem Parlament befinden sich neben der deutschen Politikerin Christine Anderson (AfD) auch ein EU-Abgeordneter aus Rumänien, zwei aus Kroatien und eine EU-Politikerin aus Frankreich. In ihrer Eröffnungsrede am 4. Juli sagte Anderson:

Eine von Milliardären kontrollierte und geleitete Organisation wie die WHO sollte niemals an die Stelle einer demokratisch gewählten Regierung treten dürfen“.

Sie ist sich sicher, dass die Namen all derjenigen offengelegt werden, die für die „Abschaffung der Demokratie verantwortlich“ seien. Denn die Bürger, so Anderson, hätten ein großes Interesse daran, diese vor neu anstehenden Wahlen zu erfahren.

„Die größte Bedrohung, mit der wir derzeit konfrontiert sind, ist eine Bedrohung unserer nationalen Souveränität, unserer Verfassungen und damit leider auch unserer Grundrechte“, warnte der rumänische EU-Parlamentarier Cristian Terhes auf dem Treffen.

Der Menschenrechtsanwalt hatte bereits im April dazu aufgefordert, im Jahr 2024 Mitglieder ins Europäische Parlament zu wählen, „denen die Menschen am Herzen liegen und nicht die großen Profite einiger Pharmaunternehmen“. Terhes selbst war im Jahr 2019 vom internationalen Lifestylemagazin „Vice“ wiederum als einer der „gefährlichsten neuen Mitglieder“ im EU-Parlament erfasst worden.

Für den kroatischen Europaabgeordneten Ivan Vilibor Sinčić hat die „WHO die Menschheit in der Covid-Krise im Stich gelassen“. Deshalb müsse diese „zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte der 32-Jährige am 4. Juli in Brüssel.

Sie [die WHO] hat die Menschenrechte und die medizinische Versorgung mit Füßen getreten und sich eher wie eine PR-Agentur für Konzerne verhalten“, so Sinčić.

Und der EU-Parlamentarier Mislav Kolakušić, der ebenfalls aus Kroatien stammt, wies in seiner Rede darauf hin: „Wenn Länder die Zuständigkeit für die öffentliche Gesundheit an die Weltgesundheitsorganisation übergeben, wird die Welt mit Dutzenden von Pandemien und Impfzyklen konfrontiert sein.“

In mehreren Beiträgen auf seinem Twitter-Account hatte Kolakušić die WHO sowohl als „Sekte von Konzernen, Milliardären und gekauften Politikern“ als auch als „terroristische Organisation“ bezeichnet.

Was die bevorstehenden WHO-Pandemieverträge betrifft, vertritt er die Ansicht, dass es „sicherer und gesünder für die Menschheit ist, ein Abkommen mit einem kolumbianischen Drogenkartell zu unterzeichnen“. Denn dieses würde wenigstens alles Wissen über Drogen besitzen.

Laut Österreicherin Maria Hubmer-Mogg ist die kritische Masse erreicht

Die sieben Gründungsmitglieder von „Vertrauen und Freiheit“  sind Vertreter aus ganz Europa. Dabei handelt es sich um Alexander Christ (Deutschland), Maria Hubmer-Mogg (Österreich), Justyna Walker (Polen), Mattias Desmet (Belgien), Ladislav Vrabel (Tschechische Republik), Isabel Eliseu Arroseiro de Mesquita (Portugal) und Georgi Todorov (Bulgarien).

Jeder von ihnen präsentierte auf der Eröffnungsveranstaltung in Brüssel eine persönliche Geschichte, warum er die Initiative für wichtig hält. Die Ärztin und Mutter Maria Hubmer-Mogg erzählte zum Beispiel, wie ihr in den Jahren der Corona-Pandemie gezeigt wurde, wie schnell „die Machthaber Maßnahmen ergreifen können“.

Nachdem die österreichische Regierung Lockdowns für Ungeimpfte und eine Impfpflicht befohlen hatte, sei sie zur Aktivistin geworden.

In ihrer Rede ermutigt Hubmer-Mogg die Menschen, „den Prozess der Massenpsychose zu verlassen und in einen Zustand individueller Resilienz zu gelangen“.

Dabei weist sie darauf hin, dass jede Veränderung in der Geschichte von 10 bis 15 Prozent der Masse herbeigeführt wurde. Ihrer Meinung nach sei die kritische Masse erreicht und auf der Welt finde gerade „ein großes Erwachen“ statt.

„Kanada ist zu Fall gebracht“

Neben den Gründungsmitgliedern und Unterstützern des EU-Parlamentes waren noch weitere Diskussionsteilnehmer aus der ganzen Welt im EU-Parlament zu Gast. Darunter der Kanadier Nathaniel Pawlowski mit seinem Vater, dem Pastor Artur Pawlowski.

Der 23-Jährige sprach darüber, wie seine Familie durch die kanadische Regierung verfolgt wurde. Sein Vater sei zu 10 Jahren Haft wegen Unruhestiftung verurteilt worden, weil er vor Truckern eine Predigt gehalten habe.

„Wir haben keine Religions- oder Redefreiheit mehr, wir haben kein Recht, zu protestieren, uns zu versammeln, uns zu vereinigen, uns auszudrücken, freie Medien zu haben oder der Regierung zu widersprechen. Diejenigen, die dies dennoch tun, werden verhaftet, angeklagt und als politische Dissidenten ins Gefängnis gesteckt“, so Pawlowski während seiner Rede in Brüssel.

Im Jahr 2022 hatten Tausende von Truckern aus Kanada und den USA gegen die verhängten Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei hatten sie rund drei Wochen die kanadische Hauptstadt Ottawa blockiert. Ohne das Gespräch mit den Demonstranten zu suchen, hat Kanadas Premierminister Trudeau damals den Ausnahmezustand verhängt und den Trucker-Fahrern den Krieg erklärt.

Für die derzeitige Situation des Landes hat Nathaniel Pawlowski folgende Worte: „Kanada ist zu Fall gebracht“.



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