Symbolbild.Foto: Istockphoto/Yana Tikhonova

15-Jährige aus Hollfeld verstorben: Tod nach Impfung?

Von 29. November 2021 Aktualisiert: 29. November 2021 15:49
Der aktuelle Stand der Ermittlungen im Todesfall eines 15-jährigen Mädchens. Offenbar gibt es einen zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung. Gibt es auch einen medizinischen Zusammenhang? Der Stand der Dinge.

Der Todesfall eines 15-jährigen Mädchens aus Hollfeld wird untersucht. Unter anderem soll es einen zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung geben. Wie das „Bayreuther Tagblatt“  (BT) schreibt, habe die Mutter des Mädchens den Fall in den sozialen Medien publik gemacht. Demnach soll die Jugendliche am Mittwoch, 17. November, verstorben sein. Laut den Angaben der Zeitung habe die Mutter geschrieben, dass ihre Tochter wegen „schwerwiegenden Nebenwirkungen“ der Corona-Impfung gestorben sei.

Polizeiliche Ermittlungen

Die Polizei Oberfranken habe auf Nachfrage des BT erklärt, dass die Ermittlungen aufgenommen worden seien, was eine normale Vorgehensweise bei „ungeklärten Todesarten“ darstelle. Man machte deutlich, dass es derzeit „keine neuen Erkenntnisse“ gebe. „Die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen bleiben abzuwarten.“ Man könne auch nicht abschätzen, wann es erste Ergebnisse geben wird.

Landratsamt untersucht den Fall

Das zuständige Landratsamt in Bayreuth untersucht ebenfalls den Fall. Dem BT sagte die Behörde: „Der Geschäftsbereich Gesundheitswesen im Landratsamt muss bei möglichen Komplikationen im Zusammenhang mit der Corona-Impfung informiert werden.“ Auch hier sind die Ermittlungen den Zeitungsangaben nach noch nicht abgeschlossen.

Laut Behörde ermittelten die zuständigen Mitarbeiter den Fall, „anschließend erfolgt eine anonymisierte Meldung an die Regierung von Oberfranken und an das Paul-Ehrlich-Institut.“ Weitere Informationen gibt es aus dem Gesundheitsamt nicht. Laut dem Blatt erklärte die Behörde, dass zu Ergebnissen der Obduktion „aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht keine Auskunft gegeben werden“ könne.

Reitschuster im Gespräch mit der Mutter

Dem Journalisten Boris Reitschuster gegenüber erklärte die Mutter der verstorbenen Jugendlichen per Sprachnachricht, dass sie drei Stunden bei der Polizei Oberfranken zur Vernehmung gewesen sei. Eigentlich hätte sie dabei das Obduktionsergebnis erfahren sollen. Doch noch immer konnte man nichts zur Todesursache sagen. Ermittlungen und ein Teil der Untersuchungen würden noch laufen. Die Familie solle sich bitte noch gedulden, wenn ihr an der ganzen Wahrheit gelegen sei.

Die Mutter habe den Beamten erklärt, dass sie per Anwalt Akteneinsicht beantragen werde. Zudem habe sie Anzeige gegen Unbekannt gestellt, was auch angenommen worden sei. „Ich bin der festen Überzeugung, dass es die Impfung war“, habe die Mutter den vernehmenden Beamten noch mitgeteilt.

Auf Nachfrage bei der Polizei erfuhr Reitschuster, dass der Weg der Mutter zu Informationen nur über die Akteneinsicht gehe und auch erst nach Abschluss der Ermittlungen. Laut dem Polizeisprecher sei von der Staatsanwaltschaft die Obduktion angeordnet worden, weil man zunächst keinen natürlichen Tod habe feststellen können.

Anonyme Erfassung im Paul-Ehrlich-Institut

Das für Impfnebenwirkungen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erklärte auf Nachfrage dem BT, dass Verdachtsmeldungen von Impfnebenwirkungen und Impfkomplikationen auf Bundesebene erfasst und bewertet werden. Aufgrund des Datenschutzes erhalte das Paul-Ehrlich-Institut die Meldungen der Arzneimittelkommissionen der deutschen Ärzteschaft und der Apotheker, sowie von dem Impfhersteller anonym, also ohne die Anschrift der betroffenen Person oder des Meldenden.

Nach Angaben des PEI gegenüber dem BT habe es bisher fünf Fälle von verstorbenen Jugendlichen gegeben. In keinem der fünf Verdachtsfälle auf Impfkomplikation mit tödlichem Ausgang in der Altersgruppe 12 bis 17 Jahre habe „die Bewertung einen möglichen oder wahrscheinlichen Zusammenhang mit der Impfung“ ergeben.

Cuxhaven und Berlin

Ein weiterer Verdachtsfall von tödlichen Impfnebenwirkungen ereignete sich in Cuxhaven. Der Landkreis hatte dies am 2. November mitgeteilt, nachdem zuvor Gerüchte in den sozialen Medien kursiert waren.

In einer Mitteilung erklärte der Landkreis Cuxvaven am 15. November: „Wie bereits in der vergangenen Woche berichtet, ist ein Kind im Landkreis Cuxhaven im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona Impfung verstorben.“ Wie mitgeteilt wurde, liege die in Auftrag gegebene Obduktion dem Paul-Ehrlich-Institut inzwischen vor.

Laut der Stellungnahme habe bei dem Jugendlichen eine besonders schwere, impfunabhängige Vorerkrankung des Herzens bestanden. Die Impfung sei unter Berücksichtigung der umfangreichen medizinischen Befunde nicht als alleiniger Auslöser des tödlichen Ausgangs zu sehen.

Der Landrat dazu: „Auch wenn die endgültige Bewertung des Obduktionsergebnisses des Kindes nun vorliegt, bleibt für die Familie und Angehörigen der tragische Verlust Ihres Kindes, der unendlich schmerzhaft ist und uns alle tief berührt. Ihnen gehört unser vollstes Mitgefühl.“

Wann genau das Kind verstarb, ist unklar. Im PEI-Sicherheitsbericht vom 26. Oktober wird der Fall eines 12-Jährigen im Zeitraum bis Ende September als Nummer fünf aufgeführt.

Bei einem weiteren plötzlichen Todesfall in Berlin soll ein 19-jähriger Abiturient kurz nach der Impfung verstorben sein. Der Fall ereignete sich im Verlauf einer Klassenfahrt einer Schule aus Sigmaringen. Die Untersuchungen laufen noch. Ergebnisse sollen offenbar erst in einigen Monaten vorliegen, informierte die Staatsanwaltschaft Berlin.



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