„El Presidente“ Al-Zein: Warum der Chef des Araber-Clans nie abgeschoben wurde

Epoch Times14. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:10
Auch dieses Mal konnte er nicht gefasst werden: Al-Zein alias "El Presidente", eine wichtige Figur in der Araber-Szene. Von Abschiebung kann gar keine Rede sein – trotz einer langen Liste von Vorbestrafungen.

Am Dienstag Morgen kam es in Berlin zur Festnahme von acht Männern. Diese sollen zum Clan von Al-Zein gehören, berichtet die "Huffington Post". Die Personen im Alter von 20 bis 50 Jahren wurden im Rahmen eines polizeilichen Großeinsatzes festgenommen.

Insgesamt wurden 18 Wohnungen, Gaststätten und Firmenräume durchsucht. Unter den 220 Polizisten im Einsatz befanden sich 60 Mitglieder eines Spezialeinsatzkommandos (SEK).

Wer aber nicht festgenommen wurde, war das Oberhaupt des kurdisch-libanesischen Clans, Mahmoud Al-Zein. Dieser ist 1982 aus dem Libanon nach Deutschland eingereist und hätte Asyl beantragt, so Informationen von “Bild.de”. Zwar wurde der Antrag damals abgelehnt, mangels gültigen Passes erfolgte aber keine Abschiebung. Fest steht Al-Zein wurde schnell kriminell.

Auch in der Folge scheiterten sämtliche Versuche einer Abschiebung am fehlenden Pass. Noch heute sei die Nationalität von Al-Zein alias “El Presidente” nicht bekannt. Er könnte Türke oder Libanese sein. Bei keiner Gerichtsverhandlung in der Vergangenheit sei dies vollständig geklärt worden.

Schnell sei Al-Zein damals in der Jugendstrafanstalt gelandet. Es sei seit jeher bei ihm um "Drogenhandel, Diebstahl und Körperverletzung" gegangen, so ein LKA-Fahnder gegenüber der "Bild". In den 90-er Jahren wurde er als der "Pate der Unterwelt" bezeichnet.

Zu einer Festnahme kam es erst in 2005 durch ein SEK-Kommando. Danach folgte ein 52-tägige Verhandlung vor dem Berliner Landgericht. Dabei räumte er seine Beteiligung an Drogengeschäften über die Niederlande mit Kokain und Haschisch ein. Doch die vier Jahre und drei Monate Haft, zu denen er verurteilt wurde, musste er nicht im Gefängnis absitzen, sondern verbüßte sie im offenen Vollzug. 

Noch immer war eine Abschiebung nicht möglich, weil die libanesische Botschaft keinen Pass ausstellen wollte. 

Offiziell lebt Mahmoud Al-Zein auch heute noch von Arbeitslosengeld in Deutschland. Inzwischen befindet er sich in Duisburg, wo er nach seiner Entlassung Kontakt zu der Rockerbande "Hells Angels" aufgenommen hatte und weiterhin eine der wichtigsten Figuren der Araber-Szene darstellt.

Mittellos scheint er und seine Familie jedenfalls nicht zu sein. Bei der Razzia am Dienstag wurde unter anderem ein Porsche beschlagnahmt. (dk)

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