Tatsächlich schafft der bundesweit mit einem Milliardenbudget vorangetriebene Kita- und Krippenausbau ein gesellschaftliches Klima, in dem Mütter schief angesehen werden, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder gar darüber hinaus selber betreuen.Foto: Thomas Lohnes/Getty Images)

AfD Schleswig-Holstein: „Flächendeckende Kinderbetreuung in Kitas ist weder bezahlbar noch die Lösung“

Epoch Times30. Mai 2018 Aktualisiert: 30. Mai 2018 19:20
Aus diesem Weltbild der Gleichmacherei entstand der Gedanke: Frauen dürfen nicht mehr zuhause bleiben, um ihre Kinder zu erziehen. Jedenfalls nicht länger als 1 Jahr. Diese ideologisch bedingte Gleichmacherei beschere Schleswig-Holstein einen milliardenschweren Kita- und Krippenausbau, bemängelt AfD-Politiker Frank Brodehl.

Die gestern veröffentlichte Bertelsmann-Studie hat ergeben, dass Eltern in Schleswig-Holstein für die Betreuung ihrer Kinder in Kitas bundesweit die höchsten Gebühren zu tragen haben. Der familienpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Frank Brodehl, erklärt dazu:

„Frauen und Männer sind gleichberechtigt“, so steht es seit 1949 in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes. Und ebenso lange heißt es dort in Absatz 1: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. Irgendwann hat dann jemand daraus gemacht: „Frauen und Männer sollen gleich sein“.

Aus diesem Weltbild der Gleichmacherei entstand der Gedanke: Frauen dürfen nicht mehr zuhause bleiben, um ihre Kinder zu erziehen. Jedenfalls nicht länger als 1 Jahr; spätestens dann müssen sie wieder zurück in den Job, weil sie den Männern sonst nicht mehr gleichgestellt sind.

Diese ideologisch bedingte Gleichmacherei von Frauen und Männern wird seit geraumer Zeit von allen Altparteien in Bund und Land beschworen und beschert uns mittlerweile einen milliardenschweren Kita- und Krippenausbau – auch in Schleswig-Holstein.

Begründet wird dieser Ausbau immer damit, dass er Eltern das freie Wahlrecht darüber geben würde, die eigenen Kinder selbst aufzuziehen oder fremdbetreuen zu lassen, um schnellstmöglich in den eigenen Job zurückzukehren.

Tatsächlich schafft der bundesweit mit einem Milliardenbudget vorangetriebene Kita- und Krippenausbau ein gesellschaftliches Klima, in dem Mütter schief angesehen werden, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder gar darüber hinaus selber betreuen.

Die aktuelle Kita-Studie der Bertelsmann-Stiftung, die den Fokus auf die immensen Kita-Gebühren lenkt, die Eltern insbesondere in SH treffen, greift insofern tatsächlich zu kurz. Sie zeigt lediglich, was ohnehin schon längst bekannt ist: flächendeckende Klein- und Kleinstkinderbetreuung durch den Staat ist praktisch unbezahlbar.

Trotzdem tut Jamaika so, als könnte die Formel „Elternbeiträge senken und die Kita-Qualität verbessern“ aufgehen. Diese Botschaft geht an der Realität leider ebenso vorbei wie an den Wünschen der meisten Eltern.

Statt die Erziehung und Betreuung von Kleinkindern in Deutschland immer weiter zu verstaatlichen, muss Familienpolitik darauf abzielen, Eltern tatsächlich die freie Wahl zu geben, ihre Kinder entweder selber zu betreuen oder in Krippe und Kita zu geben. Dazu braucht es vor allem eines: ein gesellschaftliches Klima, das den Wiedereinstieg ins Berufsleben auch nach vielen Jahren der Kinderbetreuung ermöglicht. Denn die Angst, schon nach zwei oder drei Jahren keine Chance mehr zu haben, wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren, ist der eigentliche Antrieb für Frauen, dies so früh wie möglich wieder zu tun.“

 



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