Eine Veranstaltung aus der Vergangenheit: So sieht es aus, wenn linke Aktivisten vor der Rigaer Straße 94 protestieren.Foto: YouTube-Screenshot Berliner Morgenpost

Berlin: 300 Polizisten bewachen Umbau von besetztem Haus zur Flüchtlingsunterkunft

Epoch Times23. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 3:12
In Berlin soll ein ehemals von Linken besetztes Haus zur Asylunterkunft umgebaut werden. 300 Polizisten sind seit gestern im Einsatz um die Renovierungsarbeiten abzusichern. Dabei soll ein Koffer mit einer Pistole und drei Schlagstöcken gefunden worden sein.

Die Rigaer Straße in Berlin Friedrichsheim ist berüchtigt: Immer wieder kam es dort zu Zusammenstößen zwischen Linksextremisten und der Polizei. Speziell die besetzte Hausnummer 94 ist ein bekannter Szenetreffpunkt. Seit Mittwoch finden in dem Haus nun Bauarbeiten statt, um Wohnungen für Asylbewerber zu renovieren. Von den 30 Wohnungen seien noch sieben besetzt, teilte die Hausverwaltung mit. Insgesamt 22 Bauarbeiter werden dabei von 300 Polizisten beschützt, berichtete die BZ. 

Die Hausverwaltung der Örtlichkeit, die bisher als Werkstatt und Kneipe genutzt wurde, hatte die Wohnfläche für Asylbewerber freigegeben.

Polizei fand Koffer mit Pistole

„Wir sind auf Bitte der Hausverwaltung hier und sichern die Räumarbeiten“, so Polizeisprecher Winfrid Wenzel laut "BZ". Ausgeräumt haben die Bauarbeiter eine Werkstatt und die Linken-Kneipe „Kadterschmiede“, die jahrelang ohne Gaststättenerlaubnis lief.

„Es geht darum, gefahrenabwehrend zu reagieren, weil in der Vergangenheit Arbeiter, die derartiges an der Rigaer Straße vorhatten, bedroht und genötigt wurden“, sagte Polizeisprecher Wenzel gegenüber der “BZ”. Bei dem gestrigen Einsatz habe die Polizei auch einen Koffer mit drei Schlagstöcken und einer Pistole gefunden.

Aktivisten bleiben friedlich

Mittwoch Morgen hatte die Entrümpelung begonnen, am Nachmittag kamen dann 60  Sympathisanten aus der linken Szene in die Rigaer Straße. Sie ließen Musik laufen, blieben aber friedlich. „Dass hier Flüchtlinge einziehen sollen, ist eine billige Ausrede. Die wollen zwei Randgruppen gegeneinander ausspielen und uns den Flüchtlingen gegenüber entsolidarisieren. Das wird nicht passieren“, sagte eine Anwohnerin.

„Dass hier eine Waffe gefunden worden sein soll, halten wir für Quatsch“, empörten sich Aktivisten vor dem Haus. „Letzte Woche haben sie uns auch schon einen Feuerlöscher als Waffe ausgelegt.“

Linksextremer Aufruf: Berlin muss "brennen"

Es war nicht davon auszugehen, dass es friedlich bleibt. Immerhin hatte eine Webseite der linksextremen Szene dazu aufgerufen, die „Bullen-Aktion“ nicht zu dulden. „Das ist ein Angriff auf unsere Freiräume, der nicht unbeantwortet bleiben darf!!!!!“, heißt es da, der „Tag X“ sei gekommen, Berlin müsse „brennen“ und man wolle „die ganze Stadt zum Gefahrengebiet machen“!

In der Vergangenheit war es bereits zu Zusammenstößen gekommen. Im Vorjahr hätten Bewohner den Hausmeister und Reinigungskräfte des Hauses verwiesen und ihnen Gewalt angedroht, berichtet “BZ”. Sie hätten auch die Räumung eines Dachbodens und die Begehung des Gebäudes verhindert, das Medium weiter.

Brandschutzauflagen

„Die beiden zu räumenden Flächen im Erdgeschoss werden ab sofort instand gesetzt und an Flüchtlinge mit regulären Mietverträgen zu Konditionen des Berliner Mietspiegels als Wohnraum vermietet“, erklärt Pawel Kapica, Mitarbeiter der Hausverwaltung.

Die Brandschutz-Auflagen müssten erfüllt und Fluchtwege freigeräumt werden. Damit die Renovierung reibungslos verläuft, habe man vorsorglich die Polizei gerufen, erklärte die Hausverwaltung. (kf)

Die Antwort auf den Großeinsatz aus der linksextremen Szene:

Brennende Autos in Berlin: Linksextremisten randalieren nach Polizeieinsatz



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