Udo Ulfkotte entlarvt „Gekaufte Journalisten“: So funktioniert die Medienmanipulation der Mächtigen

Von 14. January 2017 Aktualisiert: 5. September 2017 14:52
„Gekaufte Journalisten“ ist der Titel des Buches, das Dr. Udo Ulfkotte am 11. September 2014 veröffentlicht hat. Das Buch ist im Kopp-Verlag erschienen und wurde ein Bestseller. Der Bestsellerautor und investigative Journalist ist nun mit nur 56 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir die Buchrezension zu „Gekaufte Journalisten“ neu.

„Gekaufte Journalisten“ ist der Titel des neuesten Buches von Dr. Udo Ulfkotte – und dieser Titel ist Programm. In dem 300-seitigen Buch mit 650 Quellenangaben und Querverweisen öffnet der erfahrene Journalist und Bestsellerautor all jenen die Augen, die aus beruflichen Gründen oder Privat-Interesse viel Zeitung lesen und dabei glauben und hoffen, seriös und zuverlässig informiert zu werden. Das Buch ist am 11. September 2014 im Kopp-Verlag erschienen.

„Gekaufte Journalisten“ ist eine Lektüre, die das „Medien-Kartell“ entlarvt und nichts mit Verschwörungstheorien zu tun hat: Hier geht es mit geradezu erschreckenden Fakten zur Sache. Dinge, die zuweilen in intelligent gemachten Kabarettsendungen zu nachtschlafender Zeit im Fernsehen gezeigt werden, wurden hier systematisch gesammelt und aufgearbeitet – von einem Fachmann, der sich hinter den Kulissen auskennt.

Der Autor – langjähriger Ex-Mitarbeiter der FAZ

Udo Konstantin Ulfkotte kam am 20. Januar 1960 in Lippstadt/Westfalen auf die Welt, studierte in Freiburg und London, arbeitete u.a. 17 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Er ist Geheimdienstfachmann, lehrte Sicherheitsmanagement an der Universität Lüneburg, war im Planungsstab der Konrad-Adenauer-Stiftung und Referent der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. In jüngster Zeit hat er drei Herzinfarkte „überlebt“. Sein Engagement für mehr Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ist enorm.

Und so stellt Ulfkotte dem Leser sein Buch vor:

Vor fast genau vier Jahren hatte ich mit meinem väterlichen Freund Peter Scholl-Latour, den ich vor rund 25 Jahren in nahöstlichen Kriegsgebieten kennengelernt hatte, darüber gesprochen, einmal die volle Wahrheit über deutsche Leitmedien aufzuschreiben. Peter Scholl-Latour wollte – wir hatten schon 2001 zusammen ein Buch geschrieben – das Manuskript gerne lesen. Dazu ist es leider nicht mehr gekommen. Er starb am 16. August 2014 in Rhöndorf am Rhein.

Völlig unabhängig von möglichen schweren Folgen habe ich – zunächst mit dem Finger auf mich selbst zeigend – aufgeschrieben, wie korrupt Leitmedien sind. Ich habe aufgeschrieben, wie ich bei der FAZ für Artikel geschmiert wurde und wie die FAZ sich für Unternehmen mit Gefälligkeitsberichten prostituiert hat.
„Ich selbst wurde bei der FAZ für Artikel geschmiert

Nie zuvor ist ein Journalist in Deutschland aufgestanden und hat detailliert aufgeschrieben / dokumentiert, wie er selbst geschmiert wurde. Ich schäme mich heute dafür. Ich kann es nicht ungeschehen machen. Und es macht es nicht besser, dass meine Vorgesetzten das so wollten und nachweislich abgesegnet haben. Denn genau das ist der Punkt: Ich war in bestimmten Elitenetzwerken, in denen ich lernte, dass mein Verhalten und Vorgehen angeblich “normal” sei. Und ich war dort mit vielen anderen Journalisten von Leitmedien in Netzwerken.

Keiner von uns hat sich damals geschämt. Geheimdienste haben wie selbstverständlich Artikel geschrieben, über denen mein Name stand – man kannte sich ja aus den Elitenetzwerken. Und als “Journalist” habe ich wie ein verlängerter Arm der Nato-Pressestelle gewirkt, habe Kriegshetze unterstützt. Aber das war erst der Anfang.

Jene Netzwerke, welche Uwe Krüger in seiner Doktorarbeit “Meinungsmacht” so vortrefflich theoretisch dargestellt hat, habe ich weiter demaskiert. Und zwar mit voller Namensnennung. Ich habe unendlich vielen Journalisten (mit Namensnennung) nachgewiesen, für wen sie da wirklich arbeiten und ihre Nähe zu pro-amerikanischen Kriegstreibern unter die Lupe genommen. Vor allem habe ich mit voller Namensnennung aufgeschrieben, welcher Journalist in welchem Leitmedium für seine Berichterstattung geschmiert wird – und von wem.

Ich weiß nicht, was jetzt passieren wird. So eine Situation hat es in der deutschen Medienlandschaft noch nie gegeben. Einzig ein Mitarbeiter des ZDF (aus dem Team von „Die Anstalt”) hatte unter Aufsicht im Verlag vor dem Druck das komplette Manuskript lesen dürfen – und sprach immer nur von der großen “Sprengkraft”.
Am 12. September werden zwanzig ausgewählte Journalisten ein Freiexemplar auf dem Schreibtisch liegen haben, einige weitere haben wir in Klosterbibliotheken und Universitäts-Bibliotheken so deponiert, dass sie Einstweilige Verfügungen und Schwärzungen für die Nachwelt überleben werden.”
Ulfkottes sehr brisantes Buch hat fünf große Kapitel:

  1. Simulierte Pressefreiheit. Erlebnisse bei Verlagen

  2. Unsere Medien: Gleichgeschaltet, obrigkeitshörig, rechercheunwillig

  3. Undercover Wahrheit: Alpha-Journalisten auf Linie mit den Eliten

  4. Kauf Dir einen Journalisten – geschmierte Berichterstattung

  5. Fallbeispiele von der Propagandafront

Als der reichste Deutsche im Juli 2014 im Alter von 94 Jahren starb, wussten die Medien nur Dürftiges über den ALDI-Gründer Karl Albrecht zu berichten. Der 18-fache Milliardär hielt Politik für ein schmutziges Geschäft, wollte in seinem Leben keinem Bundeskanzler persönlich begegnen, verachtete Banken und Kreditgeschäfte, lehnte Auszeichnungen und Ehrungen ab. Er gab niemals ein Interview und wollte sich nicht von den Medien manipulieren lassen.

Dr. Udo Ulfkotte enttarnt ein elitäres Netzwerk von Lobbyisten. Seinen Recherchen folgend verfolgt die US-amerikanische Regierung klare Ziele, zu denen auch ein Kalter Krieg gehört. Dazu werden unsere Leitmedien als Verbündete gebraucht.

„Medienförderer“ CIA

Als Beispiel führt der Autor das amerikanische Verteidigungsministerium an, das seit vielen Jahren angeblich Milliarden dafür ausgibt, um die Medienberichterstattung weltweit durch Propaganda gezielt zu beeinflussen. Bei der Berliner US-Botschaft konnte man, so Udo Ulfkotte, in den letzten Monaten Fördergelder abrufen, wenn man die öffentliche Meinung in Deutschland subversiv im Interesse Washingtons lenken will (!). Die Belege dafür liefert er in seinem dynamitreichen Buch.

Früher haben intelligente Menschen aus Gründen der Meinungsvielfalt mehrere Zeitungen am Tag gelesen, wenn sie sich ein Bild von Entwicklungen machen wollten. Heute lohnt sich das nicht mehr, weil die redaktionellen Inhalte beliebig austauschbar und fast identisch sind. Da veröffentlichten z.B. an einem Juli-Tag 2014 alle Leitmedien auf der Titelseite Fotos von Angela Merkel beim Kochen. Was soll das? Wenn Angela Merkel kocht, dann ist das für den Durchschnittsbürger so wichtig, als ob in China ein Sack Reis umfällt.

Legt man die Zeitungen nebeneinander, dann wird der Einheitsbrei unübersehbar. Was früher BUNTE, GALA, dem GOLDENEN BLATT und BILD der FRAU vorbehalten war – die Bundeskanzlerin in der Küche – strahlt dem Leser heute auf den Titelseiten angeblicher Qualitätsmedien entgegen. Parallel dazu fällt auf, dass die überregionalen Zeitungen heute durchgängig Berichterstattung und Kommentare liefern, welche der Wahrnehmung und Meinung einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung widersprechen…“

Wer das Buch von Udo Ulfkotte sorgfältig gelesen hat – man legt es nicht mehr aus der Hand! –, wird Zeitungen, Magazine, Radio- und Fernsehsendungen mit größerer Wachsamkeit als je zuvor studieren, verfolgen, beobachten. Der versierte Autor setzt mit diesem Enthüllungsbuch sein eigenes Leben aufs Spiel; ein mutiges Zeugnis eines Menschen, der sich hinter den Medien-Kulissen hervorragend auskennt. Sein Fazit: „Meinungsvielfalt wird jetzt nur noch simuliert, denn unsere Nachrichten sind häufig reine Gehirnwäsche“

Foto: Cover KOPP Verlag

Udo Ulfkotte

Gekaufte Journalisten

Gebunden, 336 Seiten
Verlag: Kopp Verlag
Artikelnummer: 939100
Preis: 22,95 €

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