FußbälleFoto: über dts Nachrichtenagentur

Für EM-Ausrichtung 2024: Bundesregierung sagt Milliardenkonzern UEFA besondere Steuer-Erleichterungen zu

Epoch Times5. Dezember 2018 Aktualisiert: 5. Dezember 2018 12:08
Deutschland hat den Veranstaltern der Fußball-Europameisterschaft 2024 besondere Steuer-Erleichterungen zugesagt. Wie viel sagt die Regierung nicht.

Die Bundesregierung hat den Veranstaltern der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland besondere Steuer-Erleichterungen zugesagt.

Laut Bundesfinanzministerium handelt es sich um Nachlässe bei der Einkommens- und Körperschaftssteuer, über deren Höhe die Bundesregierung jedoch keine Auskunft geben will. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor, aus der das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben) zitiert.

Demnach hat das Finanzministerium „zur Unterstützung der Bewerbung des DFB um die Ausrichtung der Fußball-EM 2024 in Deutschland“ der Europäischen Fußball-Union (UEFA) Steuernachlässe zugesagt.

Deren Umfang will das Ministerium nicht nennen:

Die Verpflichtung zur Wahrung des Steuergeheimnisses lässt es nicht zu, die Verhältnisse einzelner Steuerpflichtiger zu offenbaren.“

Rechtsgrundlage sei das Einkommenssteuergesetz, laut dem Einkommens- oder Körperschaftssteuer in besonderen Fällen „ganz oder zum Teil erlassen oder in einem Pauschbetrag festgesetzt werden (können), wenn dies im besonderen öffentlichen Interesse liegt“, schreibt die Bundesregierung. Bei der Ausrichtung einer Fußball-EM sei das der Fall.

Die Grünen kritisierten die Antwort der Bundesregierung als „unverschämt“: „Die UEFA ist ein Milliardenkonzern und wird einen Riesengewinn bei der EM einstreichen“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, dem RND.

Allein bei der EM 2016 in Frankreich habe die Uefa 1,9 Milliarden Euro Umsatz und einen Gewinn von rund 800 Millionen Euro verbucht. Gerade bei einem Konzern wie der Uefa, „der immer wieder wegen massiver Korruption in den Schlagzeilen steht, haben die Bürger ein Recht, zu erfahren, wie viele Millionen schwer das Steuergeschenk der Bundesregierung an diesen Großkonzern ist“, so Kindler.

Der Verweis auf das Steuergeheimnis tauge nicht: „Die Möglichkeit einer gesetzlichen Steuerbefreiung ist gesetzlich klar geregelt. Das Steuergeheimnis spielt hier also keine Rolle“, betonte der Grüne. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion