Demo in Münster gegen AfD-Neujahresempfang: AfD-Anhänger „bedrängt, bespuckt, beleidigt“

Epoch Times8. Februar 2020 Aktualisiert: 8. Februar 2020 7:24
Gestern fand der Neujahrsempfang der AfD in Münster, NRW, statt. Etwa 4.000 Menschen demonstrierten in der Innenstadt gegen die Partei. Einige Teilnehmer des Empfangs "wurden von einigen Versammlungsteilnehmern auf dem Weg zur Veranstaltung bedrängt, bespuckt und beleidigt", hieß es dazu seitens der Polizei.

Aus Protest gegen den Neujahrsempfang der AfD sind in der westfälischen Stadt Münster am Freitag tausende Menschen auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben beteiligten sich etwa 4.000 Menschen an der Demonstration in der Münsteraner Innenstadt.

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hatte zu insgesamt drei Kundgebungen aufgerufen. Fast zeitgleich hatten das „Bündnis gegen Abschiebung“ und eine Privatperson zwei weitere Versammlungen in der Innenstadt angemeldet. Mehrere hundert Polizisten waren im Einsatz.

„Die Polizei sicherte den Bereich des Rathauses durch Absperrungen, verhinderte ein Eindringen in den Veranstaltungsbereich und schützte mit mehreren hundert Beamten das Grundrecht der Versammlungsfreiheit und der freien Meinungsäußerung“, hieß es in einer Presseerklärung der Polizei.

Die Demonstrationen seinen „überwiegend friedlich“ verlaufen, erklärte der Einsatzleiter der Polizei, Martin Mönnighoff. Vereinzelt hätten Protestteilnehmer versucht, „die Sperrstellen zu durchbrechen“. Die Polizei habe Pfefferspray eingesetzt, um dies zu verhindern.

Laut Mönnighoff kam es auch zu „einzelnen Zwischenfällen“, bei denen Teilnehmer des AfD-Neujahrsempfangs von Demonstranten „bedrängt, bespuckt oder beleidigt“ worden seien. In diesen Fällen seien Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Zudem sei eine Anzeige wegen Beleidigung eines Polizisten angefertigt sowie drei Platzverweise ausgesprochen worden.

Vor drei Jahren veranstaltete die AfD zum ersten Mal einen Neujahrsempfang im Rathaus von Münster. Damals demonstrierten rund 10.000 Menschen rund um das Gebäude gegen die Partei. (afp/as)

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