Heftige Kritik nach Flutkatastrophe – Meteorologe: „WDR“ hat nichts getan, um Leben zu retten

Von 16. Juli 2021 Aktualisiert: 16. Juli 2021 17:36
Die Heftigkeit der Flut überraschte Deutschland und forderte zahlreiche Todesopfer. Während ein kleiner Lokalsender für die Menschen in Not in der Katastrophennacht live dabei war, war der milliardenschwere „WDR“ nicht anwesend. Dafür hagelte es Kritik.

Musik leierte vom Band, im TV wird eine alte Doku abgespielt, während die Menschen in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ums Überleben kämpfen. Die Kritik am öffentlich-rechtlichen „WDR“ wird immer lauter. Hat der Sender mit den Gebührenmilliarden angesichts der Flutkatastrophe versagt?

Flut-Katastrophe in Teilen Deutschlands

Bereits am Vorabend hatten starke Regenfälle ein drohendes Szenario angekündigt. Um Mitternacht warnte die Feuerwehr: „Die Talsperre läuft über.“ Sirenengeheul kündigt den Katastrophenalarm an. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Radio anzuschalten. In Info-Laufbändern von Zeitungen werden aktuelle Daten eingeblendet: „Jahrhundertflut“ – bisher gibt es mindestens 93 Tote und mehr als 1000 Menschen werden nach Polizeiangaben vermisst.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt eine Trauernachricht auf Twitter heraus: „Wir trauern um die im Märkischen Kreis in NRW verstorbenen Feuerwehrangehörigen. In Gedanken sind wir bei ihren Familien und den Angehörigen …“

Kritik an Öffentlich-Rechtlichen

Doch beim „Westdeutschen Rundfunk“, dem mit 4.200 Mitarbeitern und 1,63 Gebühren-Milliarden größten Sender der „ARD“, war offenbar von all dem nichts zu bemerken. Es gab keine Live-Schaltung zu den schrecklichen Ereignissen und keine Reporter vor Ort, wie die „Bild“ berichtet.

Auch „MDR“-Meteorologe Jörg Kachelmann hat auf Twitter seinen Unmut über das Fernbleiben des „WDR“ geäußert: „Ich hätte mich gefreut, wenn es diesmal anders gewesen wäre. Es tut weh, wenn genau die, die die Mittel hätten, um eine solche Wetterlage 24/7 zu begleiten, nichts tun, um Leben zu retten. Aber sie senden irgendeinen Scheiß und lassen die Leute ersaufen.“

Ebenfalls kritisierte der ehemalige Chefredakteur und Leiter des „ARD“-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf die „ARD“: „Die schwersten Unwetter in Deutschland und im ‚Ersten‘ der ‚ARD‘ gibt es keinen Brennpunkt! Ist das die neue ‚Informations-Offensive‘ der neuen Programmdirektion? So beschädigt man die Informationskompetenz der ‚ARD‘“, so Deppendorf auf Twitter.

Die „Bild‘-Zeitung fragte beim „WDR“ nach und eine Sprecherin erklärte: „Wir teilen die Einschätzung, dass der ‚WDR‘ noch umfangreicher aus Wuppertal hätte berichten müssen.“ Zur Entschuldigung wurde angebracht, dass das dortige „WDR“-Studio „selbst so stark vom Unwetter betroffen“ gewesen sei, dass es „ab 3 Uhr in der Nacht nicht mehr selber senden konnte“. Man habe aber im Radio halbstündig in „monothematischen Sonderausgaben“ der Nachrichten und auch auf „WDR.de“ mit einem Newsticker berichtet, hieß es weiter.

Krisen-Engagement nur beim Privat-Radio?

Der Zeitung zufolge seien die Tatsachen aber etwas anders gewesen: Von Mitternacht bis halb zwei habe es in Radio und TV gar keine brandaktuellen Krisennews gegeben und die „Sondersendungen“ sollen gerade einmal 60 Sekunden gedauert haben.

Das Online-Medienmagazin „DWDL“ meinte dazu: „In weniger als einer Minute wird absurderweise die außerordentliche Dramatik der Situation betont (…). Und kaum war es gesagt, ging wieder die ‚ARD‘-‚Popnacht‘ weiter.“

Erst am Morgen sei dann der „WDR“ „aufgewacht“ und habe Extra-Formate in TV und Radio für den Tag angekündigt. Zu dieser Zeit sei die Zahl der Toten bereits auf 20 angestiegen, weil die Menschen in ihren Häusern vom Wasser überrascht wurden.

Mehr Einsatz als der „WDR“ leistete ein lokaler Privatsender mit seinen zehn Angestellten. Laut „Bild“ wurde „Radio Wuppertal“ gegen halb neun abends von einem Stadtmitarbeiter angerufen, der vor einer drastischen Verschärfung der Lage gewarnt habe. Acht Mitarbeiter hätten sich dann freiwillig für die Sondersendung ab 21 Uhr gemeldet. Radio-Chefredakteur Georg Rose sagte der „Bild“, dass sie gegen 22 Uhr vom Leiter des Krisenstabs informiert worden seien, „dass eine Hochwasser-Katastrophe in einem Ausmaß wie zuletzt vor 500 Jahren drohe“, erklärte der 60-Jährige. „Radio Wuppertal“ blieb die ganze Nacht live auf Sendung.

Klimawandel-Tweets

Währenddessen machte der Grünen-Politiker Konstantin von Notz im Prinzip die anderen Parteien dafür verantwortlich, dass es zu der Flut-Tragödie gekommen war. In einem inzwischen gelöschten aber dokumentierten Tweet vom Mittwochnachmittag meinte er, dass nur die Grünen gut davon kämen, weil sie den Klimaschutz priorisieren.

„CDU: Kein Tempolimit! / FDP: Der Markt + synthetische Kraftstoffe regeln das / SPD: Can’t touch this: Kohle + Nordstream2 / Die Linke: Was’n jetzt mit Sahra? / Grüne: Klimaschutz Prio Stufe 1“, schrieb Notz und postete dazu ein Foto aus dem Katastrophengebiet.

Der Abgeordnete löschte am Donnerstagvormittag den Tweet wieder und erklärte: Er habe „politisch scharf zum Hochwasser und zum Klimawandel getwittert“, den Tweet aber angesichts der schlimmen Lage wieder gelöscht. „Eine solche Situation eignet sich für polemische Tweets überhaupt nicht“, so der Grünen-MdB.

Anders sah es die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer. Noch in der Katastrophen-Nacht postete die deutsche Sprecherin von „Fridays For Future“: „Man kann schon über das #Hochwasser sprechen, ohne auf die eindeutigen Zusammenhänge zwischen diesen Extremen & der Klimakrise einzugehen. Man kapitalisiert dann halt Klimafolgen, um eine Politik zu normalisieren, die die Wissenschaft überhört & immer mehr Klimakrise produziert.“

Jemand riet ihr im Netz, „einfach mal 3-4 Tage damit zu warten, um über die Zusammenhänge zu sprechen.“ Man habe vor Ort ganz andere Sorgen. Menschen würden vermisst, seien tot. Man bittet darum, die Diskussion zu führen, wenn die Katastrophen-Lage vorbei sei.



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