Die Zensur beginnt: Facebook kündigt schärferes Vorgehen gegen sogenannte „Fake-News“ an

Epoch Times16. Januar 2017 Aktualisiert: 16. Januar 2017 7:29
Nach massivem Druck auf Facebook seitens der deutschen Politik, beginnt das Netzwerk nun mit der Zensur: "Wir glauben, dass eine unabhängige und transparente Faktenprüfung ein mächtiges Instrument für verantwortungsbewussten Journalismus sein kann", erklärte Facebook.

Angesichts massiver Drohungen seitens deutscher Politiker gegen Facebook – etwas gegen sogenannte „Fake-News“ zu unternehmen – hat das soziale Netzwerk nun ein schärferes Vorgehen in Deutschland angekündigt.

Die Bemühungen konzentrierten sich auf die Verbreitung von „eindeutigen Falschmeldungen“, die durch sogenannte Spammer erstellt wurden, teilte Facebook am Sonntag mit. Diese geben vor, bekannte Nachrichtenagenturen zu sein und veröffentlichen Falschmeldungen, damit mehr Menschen ihre Webseiten besuchen.

Facebook arbeite dabei mit „externen Faktenprüfern“ zusammen, erklärte das US-Unternehmen. In Deutschland ist dies Correctiv, nach eigenen Angaben „das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum“. Das Recherchebüro wird finanziert von Stiftungen und durch Spenden. Facebook sei zuversichtlich, in Zukunft noch weitere Organisationen aus der Medienbranche als Partner gewinnen zu können, erklärte das US-Unternehmen.

Gemeldet werden sollen die Falschnachrichten von Facebook-Nutzern. Dann will das US-Unternehmen nach „weiteren Merkmalen Ausschau halten, die typisch für Falschmeldungen sind“. Basierend darauf sollen Beiträge an die Rechercheorganisation weitergeleitet werden.

Wenn die Beiträge als gefälscht identifiziert seien, würden diese mit einem Warnhinweis versehen, der sie als unglaubwürdig einstuft. Der Warnhinweis soll einen Link zum entsprechenden Artikel und zur Begründung der Entscheidung erhalten. Ein Beitrag mit Warnhinweis kann laut Facebook nicht mehr zu einer Werbeanzeige gemacht oder hervorgehoben werden.

„Wir glauben, dass eine unabhängige und transparente Faktenprüfung ein mächtiges Instrument für verantwortungsbewussten Journalismus sein kann“, erklärte Facebook. Das „Update“ werde in den kommenden Wochen in Deutschland eingeführt. (afp/so)

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