Symbolbild.Foto: Armin Weigel/dpa

Drogen-Skandal bei Saarland-Linken: Vorsitzender der Landesschiedskommission Nikolaus Staut verhaftet

Epoch Times10. November 2018 Aktualisiert: 10. November 2018 14:20
Nikolaus Staut, Vorsitzender der Landesschiedskommission der Linken im Saarland, wurde wegen Drogenhandel in "nicht geringer Menge"verhaftet.

Ein Skandal erschüttert die Linken im Saarland. Der Vorsitzende der Landesschiedskommission, die „TAZ“ nennt ihn den obersten Parteirichter, Nikolaus Staut aus Saarlouis, wurde wegen Drogenhandels im großen Stil verhaftet.

Es besteht der Verdacht der Einfuhr sowie des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.“

(Sprecher der Staatsanwaltschaft)

Wie die „Bild“ schreibt, wurden bei dem 66-Jährigen zu Hause zwei Kilogramm Marihuana gefunden. Auch soll er am Handel von Amphetaminen beteiligt sein. Er wurde verhaftet und am Mittwoch, 7. November, in Untersuchungshaft verbracht.

Mein Mandant macht von seinem Schweigerecht Gebrauch. Ich habe die Akte noch nicht eingesehen und kann zu den Vorwürfen daher noch nichts sagen.“

(Marius Müller, RA, Verteidiger von Staut)

Staut und weitere Personen wurden von der Polizei bereits seit Jahresanfang beobachtet, Telefonate abgehört. Auch der Lebensgefährte des Linken-Politikers soll in die Drogengeschäfte involviert sein.

Kampf der Linken im Saarland?

Wie die „TAZ“ dazu weiter ausführt, würden die „Flügelkämpfe in der saarländischen Linken um Macht und Posten“ seit Jahren für hässliche Schlagzeilen sorgen und die Landesschiedskommission der Partei habe kräftig zu tun. Doch nun sei das Problem, dass der Vorsitzende im Knast sitze.

Es geht um einen erbitterten Kampf verfeindeter Parteiflügel. Die Landtagsfraktion um Oskar Lafontaine werfe ihren Gegnern um den Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze, zu denen auch der jetzt verhaftete Nikolaus Staut gehört, Manipulation der Listen für die Bundes- und Landtagswahlen vor.

Auch die Landeswahlleiterin hatte laut „TAZ“ die Rechtmäßigkeit der Liste zu Protokoll gegeben, ließ diese aber dann doch zu „trotz erheblicher Bedenken“. Als ein Landesvorstandsmitglied dann die Landesliste zur letzten Bundestagswahl vor Gericht mit Manipulations-Vorwürfen angriff, organisierte Nikolaus Staut einen Parteiausschluss. (sm)


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