Migranten am Münchner Hauptbahnhof, im August 2015.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Ex-BND-Chef Schindler warnt vor männlichen jungen Flüchtlingen

Epoch Times24. November 2016 Aktualisiert: 24. November 2016 16:21
"Im Jahr 2015 sind deutlich mehr männliche, unbegleitete Migranten nach Deutschland gekommen als die Gesamtstärke aller Soldaten der Bundeswehr. Man muss kein Prophet sein, um sagen zu können, dass trotz aller Bemühungen um Integration diese Anzahl ein großes Potenzial ist für Frust, Radikalisierung und letztlich für Gewalt", so Schindler.

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, sieht angesichts der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten in Deutschland ähnliche Probleme wie in den USA und warnt in diesem Zusammenhang unter anderem vor männlichen jungen Flüchtlingen.

„Trump ist bei einer demokratischen Wahl Präsident geworden“, sagte Schindler der „Frankfurter Rundschau“ (Online-Ausgabe). „Er hat sich als Vollstrecker der schweigenden Mehrheit positioniert und dabei drei Themen in den Vordergrund gerückt: die Angst vor der Globalisierung, die Angst vor der illegalen Migration und die Verachtung der politischen Klasse. Das ist aus meiner Sicht nicht nur ein Wink mit dem Zaunpfahl, sondern mit der Eisenbahnschwelle in Richtung Europa. Denn auch in Europa sind diese drei Themen relevant. Schönreden wäre sicher nicht der richtige Weg.“

Der Ex-BND-Chef fügte hinzu: „Die Ängste, die Trump geschickt platziert hat, gibt es auch in Deutschland. Nehmen wir mal das Beispiel illegale Migration. Im Jahr 2015 sind deutlich mehr männliche, unbegleitete Migranten nach Deutschland gekommen als die Gesamtstärke aller Soldaten der Bundeswehr. Man muss kein Prophet sein, um sagen zu können, dass trotz aller Bemühungen um Integration diese Anzahl ein großes Potenzial ist für Frust, Radikalisierung und letztlich für Gewalt“, so Schindler.

„Dem muss man sich stellen. Das ist eine enorme Herausforderung für die Sicherheitsbehörden, insbesondere für den Verfassungsschutz. Man kann nur hoffen, dass die Ressourcen dafür bei den Verfassungsschutzbehörden ausreichen.“ (dts)



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