Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen beobachtet Militärmanöver der Bundeswehr.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Ex-Heeresinspekteur: Von der Leyen hat Glaubwürdigkeit bei Truppe verloren

Epoch Times12. Mai 2017 Aktualisiert: 12. Mai 2017 11:27
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat nach Ansicht des ehemaligen Inspekteurs des Heeres, Bruno Kasdorf, durch ihre Reaktion auf den Fall des terrorverdächtigen Franco A. Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei der Truppe verloren.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat nach Ansicht des ehemaligen Inspekteurs des Heeres, Bruno Kasdorf, durch ihre Reaktion auf den Fall des terrorverdächtigen Franco A. Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei der Truppe verloren.

Der Fall Franco A. und andere Beispiele für Fehlverhalten in der Bundeswehr seien so „aufgebauscht“ worden, als stünden sie exemplarisch für die gesamte Armee, sagte Kasdorf der „Bild“ (Freitag). „Die Bundeswehr selber hat pauschal kein Haltung- oder Gesinnungsproblem. Haltungs-, Führungs- und Glaubwürdigkeitsprobleme mache ich eher an der Spitze aus.“

Konkret kritisierte Kasdorf, dass die Ministerin medienwirksam Offiziere entlasse, ohne ihnen die Möglichkeit zur Rechtfertigung zu geben.

Auch die Durchsuchung der Kasernen nach Relikten aus Wehrmachtszeiten hält Kasdorf für nicht gerechtfertigt. Das Vorgehen diene „wohl eher der Selbstverteidigung und Selbstdarstellung“, sagte der Generalleutnant a.D. „Damit verspielt man das Vertrauen der Truppe. Der Unmut und die Unruhe bei den Soldaten ist beträchtlich.“

Selbst die von der Verteidigungsministerin angekündigten Reformen hält Kasdorf ebenfalls für wenig überzeugend. „Die Reformansätze sind weder neu, noch werden sie viel bewegen“, sagte Kasdorf. „Wenn die Spitze der Bundeswehr künftig vernünftig mit ihren Soldaten umgehen würde, wäre mehr gewonnen.“ (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion