SymbolfotoFoto: Sean Gallup/Getty Images

GEZ verfolgt Oma (81) trotz Seh- und Hörbehinderung

Epoch Times7. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:17
Plötzlich erhält die gebührenbefreite 81-Jährige Zahlungsaufforderungen von der GEZ, später Mahnungen. Bis die Lage schließlich eskaliert.
Diese seh- und hörbehinderte Rentnerin Elfriede K. meinte eigentlich, dauerhaft von Rundfunkgebühren befreit zu sein. So zumindest ist es auf ihrem Behindertenausweis vermerkt, berichtet "Bild". Bis sich vor zwei Jahren das Blatt wendete.
Plötzlich kamen Mahnbriefe von der GEZ. Sie flatterten “bei meiner Tochter fast monatlich ins Haus”. Die Rentnerin lebte dort zwischen Juni und Dezember 2014 zur Pflege.
Anfangs ignorierte sie die Schreiben und die Lastschriften der GEZ gingen mangels Konto-Deckung zurück.
Im Juni 2015 schaltete sich ihr Sohn in das Geschehen ein und wendet sich schriftlich an den Beitragsservice. Im Brief schreibt er: “Meine Mutter ist 81 Jahre alt, fast blind und bezieht dementsprechend eine Blindenrente”, so “Bild”.
Anstatt aber seiner Bitte zu entsprechen von den Mahnungen abzusehen, erhält er am 28. Januar 2016 sogar die Ankündigung zur Zwangsvollstreckung und schließlich eine Pfändungsankündigung am 7. März von der Stadtkasse Lohmar. 
8 Tage später wollte der Vollziehungsbeamte kommen, um die „öffentlich-rechtliche Forderung aus Amtshilfe” in Höhe von 164,23 Euro zu pfänden. Der Termin am 15. März wurde zwischen 10 und 12 Uhr gelegt. Für Frau K. ist das zu viel – sie bricht zusammen. Ich “musste mir vom Pflegepersonal Morphium spritzen lassen.”
Einen Tag vor dem Termin am 14. März erklärt der Beamte endlich, er würde von der Zwangsvollstreckung absehen. Der Beitragsservice jedoch gibt den Fehler auf Anfrage nicht zu – “aus Datenschutzgründen”, wie Bild auf Nachfrage erfährt. (dk)


Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion