Franziska Giffey (SPD).Foto: Maja Hitij/Getty Images

Giffey soll auch bei Masterarbeit abgeschrieben haben

Epoch Times20. August 2021 Aktualisiert: 20. August 2021 15:30

Die Berliner SPD-Spitzenkandidatin zur Abgeordnetenhauswahl im September, Franziska Giffey, soll einem Bericht zufolge auch bei ihrer Masterarbeit abgeschrieben haben. Sie habe „einfachste Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens“ verletzt, sagte der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch nach Angaben vom Freitag dem Nachrichtenportal „t-online“. Das sei das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern der Freien Universität (FU) Berlin unter seiner Leitung.

Giffey soll demnach an mehr als 60 Stellen nicht korrekt zitiert haben. Es handle sich in großen Teilen um einen „Flickenteppich aus Plagiaten“, sagte Stefanowitsch. Der Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder sprach gegenüber dem Portal in einer Reaktion von wörtlichen Übernahmen „auf unheimlich vielen Seiten, die nicht gekennzeichnet sind“.

Die Rechtsanwaltskanzlei „Unverzagt“ reagierte laut „t-online“ im Namen von Giffey mit den Worten, dass diese ihre Masterarbeit „nach bestem Wissen und Gewissen“ gefertigt habe. Falls Fehler bei der Zitatform aufgetreten seien, beruhten diese auf Flüchtigkeit.

Giffey hatte die Arbeit mit dem Titel „Der Europapreis der Parlamentarischen Versammlung des Europarates“im Januar 2005 an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin und der Technischen Fachhochschule Wildau vorgelegt. Sie hatte schon vorher mit Plagiatsvorwürfen zu kämpfen: Im Mai trat sie als Bundesfamilienministerin zurück, kurz darauf entzog ihr die FU ihren Doktortitel wegen Plagiaten in ihrer Dissertation.

An der Spitzenkandidatur in Berlin hielt Giffey aber fest. In einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage des Instituts Forsa lag die SPD in der Hauptstadt zuletzt gleichauf mit den Grünen an der Spitze der Wählergunst. Berlin wählt am 26. September zeitgleich zur Bundestagswahl ein neues Abgeordnetenhaus.

„Mich überrascht nicht, dass nun sogar die 16 Jahre alte Arbeit durchleuchtet wird“, erklärte der Berliner SPD-Kovorsitzende Raed Saleh am Freitag. Auch der Zeitpunkt in der Hochphase des Wahlkampfs sei kein Zufall.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, eine Nachfolgeeinrichtung der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, wird die Vorwürfe gegen Giffey indes nicht prüfen. Bei Masterarbeiten gelte dafür eine Frist von fünf Jahren nach dem Zeugnis, die abgelaufen sei, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. (afp)



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