Hälfte aller Deutschen: „Politiker wissen nichts vom wirklichen Leben“

Von 7. Oktober 2016 Aktualisiert: 7. Oktober 2016 17:03
Die Hälfte der deutschen Bürger sind überzeugt "Politiker wissen nicht, was im wirklichen Leben los ist". Das Ansehen der Polizei und des Verfassungsgerichts bei den Menschen ist dagegen hoch. Ein vergleichsweise geringes Ansehen haben politische Parteien und Medien.

Aus Sicht von 48 Prozent der deutschen Bürger haben Politiker ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Sie wüssten nicht, „was im wirklichen Leben los ist“. Zu diesem Resultat kommt die aktuelle Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag für die ARD-„Tagesthemen“ und der „Welt“. Nur jeder sechste widerspricht der Aussage, die Politiker wüssten nicht, „was im Leben los ist“.

Bürger glauben zudem nicht „man habe viele Möglichkeiten, auf die Politik Einfluss zu nehmen“. Nur etwa jeder vierte (24 Prozent) stimmte der These zu. 39 Prozent dagegen widersprachen der Aussage. Einen „größeren Einfluss der Wirtschaft auf politische Entscheidungen als Parlamente und Politiker“ sieht mehr als die Hälfte der Bürger (55 Prozent).

Erstaunlicherweise fielen die Ergebnisse zur Bewertung der Demokratie recht positiv aus. 58 Prozent der Bürger konstatierten ein Funktionieren der Demokratie. Die Demokratie funktioniere weniger oder gar nicht fanden 41 Prozent. Die Zufriedenheit mit der Demokratie fiel mit 62 Prozent im Westen Deutschlands wesentlich besser aus als im Osten mit 53 Prozent.

Polizei genießt größtes Vertrauen, Medien das geringste

Das größte Vertrauen unter den Institutionen in Deutschland genießt die Polizei, zeigt die Umfrage. Demnach haben 84 Prozent der Befragten ein sehr großes Vertrauen in die Polizei. Im Sommer waren es noch 77 Prozent. Vertrauen genießen auch die Verfassungsrichter in Karlsruhe, so 72 Prozent der Befragten. Befragte vertrauten der Bundesregierung mit 48 Prozent, Bundestag (47 Prozent), Medien (38 Prozent) und Parteien (24 Prozent).

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