Höcke weiter im Visier: ZPS stellen „NPD-Wahlplakate“ mit seinem Bild auf

Epoch Times30. November 2017 Aktualisiert: 30. November 2017 18:43
Mitglieder des "ZPS" legen erneut Finger in alte Wunden. Das Zentrum soll Belohnungen dafür ausgesetzt haben, dass man der Gruppe "journalistisch verwertbare Beweise liefert, Björn Höcke sei 'Landolf Ladig'".

Die Aktivisten des Künstlerkollektivs „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) geben sich auch weiterhin viel Mühe, den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke zum Mythos zu erheben. Auf Großplakaten am Ortseingang von Bornhagen wirbt man nun für den Politiker und ehemaligen Geschichtslehrer, wenn auch unter falschem Namen. Statt Höcke steht dort „Landolf Ladig“ und statt der AfD die NPD.

Schrieb Höcke für die NPD?

Im Frühjahr berichtete „Thüringen24“ über Vermutungen, dass der AfD-Politiker unter dem Pseudonym Landolf Ladig für die NPD schrieb. Laut einem Anwaltsgutachten, dass der AfD-Bundesvorstand in Auftrag gegen hatte, habe Höcke unter dem Decknamen „Landolf Ladig“ Texte für NPD-Zeitschriften verfasst. 

 

Einen dementsprechenden Beitrag auf Twitter kommentieren Nutzer mit Worten wie – „Macht ihr so etwas „hauptberuflich“ oder geht ihr auch einer sinnvollen, wertschöpfenden Arbeit nach? Ich meine einen Job, der nicht aus Steuergeldern für den „Kampf gegen Rechts“ bezahlt ist. Oder: „Sie haben genug Spenden erhalten für die Kunstaktion. Der Auftrag kommt vom Volk.“

Belohnungen ausgesetzt

Wie die Thüringer Zeitung weiter berichtet, soll das ZPS Belohnungen dafür ausgesetzt haben, wenn man der Gruppe „journalistisch verwertbare Beweise liefert, dass Björn Höcke ‚Landolf Ladig‘ ist“. 250 Euro will die Gruppe dafür auszahlen, so habe man es zumindest am Mittwoch auf Twitter mitgeteilt.

Für den Beweis, dass der NPD-Politiker Thorsten Heise und Höcke sich in dem Heimatort des AfD-Politikers, Bornhagen, getroffen haben, soll es 500 Euro geben. 5000 Euro will das ZPS an die Person zahlen, die vor Gericht eidesstattlich aussagt und bezeugen kann, dass Höcke Ladig ist.

Hintergrund der Aktion ist laut ZPS auch der Bundesparteitag der AfD am kommenden Wochenende in Hannover, so der MDR. Dort stehen die Vorstandswahlen an, bei denen Höcke möglicherweise kandidieren will.

Nach Angaben des „MDR“ sind die Plakate am Ortseingang von Bornhagen inzwischen von den Ordnungsbehörden entfernt worden.

Für den Donnerstag hatten die Aktivisten bereits die nächste Aktion angekündigt.

 

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdacht auf versuchte Nötigung

Nach der Mahnmal-Aktion gegen den AfD-Politiker Björn Höcke in dessen Thüringer Wohnort Bornhagen ermittelt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen gegen das Künstlerkollektiv „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS).

Es bestehe der Anfangsverdacht auf versuchte Nötigung, sagte Behördensprecher Dirk Germerodt am Montag. Es gehe um die ZPS-Aufforderung an den Politiker, vor dem Holocaust-Denkmal in Berlin oder vor dem Nachbau auf einem Nachbargrundstück Höckes auf Knien um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zu bitten – anderenfalls würden in der Vergangenheit über Höcke gesammelte Informationen veröffentlicht.

Der Staatsanwaltschaft liegt eine Strafanzeige gegen die ZPS-Aktivisten vor. Diese wurde nicht von Höcke erstattet, wie Germerodt sagte.

(mcd/dpa)



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