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Intelligente und unabhängige Kontrollen

Epoch Times25. Juni 2007

Das Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln fordert eine Verbesserungen im Dopingkontrollsystem und äußert sich im Zusammenhang mit den bekannt gewordenen Dopingaktivitäten im Radsport zum wiederholten Male zu diesem Thema. Nach Meinung des Kölner Zentrums könnte mit der Umsetzung folgender Forderungen erheblich zur Verbesserung der aktuellen Situation beigetragen werden.

Durchführung der Trainings- und Wettkampfkontrollen durch unabhängige Gremien: Um Interessenskonflikte zu vermeiden, sollten Trainings- und vor allem Wettkampfkontrollen nicht von den Verbänden, sondern von einer unabhängigen Antidopingorganisation wie der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) durchgeführt werden.

Verwendung der vorhandenen analytischen Methoden: Die neu entwickelten und seit längerer Zeit verfügbaren analytischen Methoden, zum Beispiel zum Nachweis des Missbrauchs von Testosteron, Insulinen, Synacthen, Wachstumshormon usw., sollten nicht nur bei besonderen Veranstaltungen sondern flächendeckend eingesetzt werden.

Intelligente Dopingkontrollen: Dopingkontrollen sollten zu Zeitpunkten durchgeführt werden, bei denen die Wahrscheinlichkeit des Dopings hoch ist, zum Beispiel am Morgen vor Etappenrennen oder in bestimmten Trainingsphasen. Die Dopingkontrollen sollten hinsichtlich Zeitpunkt und Anzahl völlig unberechenbar sein. Jugendveranstaltungen sollten in das Kontrollsystem mit einbezogen werden.

Schutz der Athletinnen und Athleten vor Dopingfallen: Athleten, Ärzte und Betreuer sollten besser über Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel informiert werden, die zu unabsichtlichen positiven Dopingbefunden führen können. Zum Schutz vor solchen Dopingfallen eignen sich Informationssysteme wie eine Antidoping-Hotline nach skandinavischem Vorbild, die Kölner Liste und die Liste der erlaubten Substanzen der NADA.

Medizinische Betreuung von Athletinnen und Athleten, die im Dopingsystem involviert waren: Für Athleten, die im Dopingsystem involviert waren, sollte eine medizinische Sprechstunde bzw. eine medizinische Langzeitbetreuung angeboten werden, flankiert von wissenschaftlichen Untersuchungen. Ein solches Angebot existiert am Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln seit 2003.

Aufklärung durch Multiplikatoren: Ein Pflichtprogrammpunkt jeder Trainerausbildung sollte das Thema Doping sein. Hierzu sollte die NADA in Verbindung mit dem Zentrum für Präventive Dopingforschung Multiplikatoren ausbilden, die dieses Thema den entsprechenden Zielgruppen vermitteln können.

Pressestelle
Deutsche Sporthochschule Köln



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