Kein einziger Patient: Corona-Notfall-Krankenhaus mit 27 Millionen Euro Betriebskosten

Ein Krankenhaus im Stand-By-Modus: In Berlin wurde im April 2020 ein Corona-Notfall-Krankenhaus eingerichtet. Gebraucht wurde es bisher nicht. Doch der Unterhalt kostet Millionen. Ein Rückbau würde weitere Millionen kosten.
Titelbild
Das Corona-Behandlungszentrum in der Berliner Jaffestrasse - in Messehalle 26 der Messe Berlin - war am 19. Mai 2020 fertig.Foto: Sean Gallup/Getty Images
Epoch Times24. Mai 2021

Mehr als 27 Millionen Euro kostete das Land Berlin bislang der Betrieb des Corona-Notkrankenhauses in der Jafféstraße – ohne jemals einen Patienten behandelt zu haben. Das Corona-Behandlungszentrum in der Jafféstraße (CBZJ) steht leer.

Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (fraktionslos) an die Berliner Landesregierung hervor. Ein Rückbau würde laut Informationen der „Berliner Morgenpost“ zusätzliche 14 Millionen Euro kosten. Die Laufzeit der Messe-Klinik ende im Juni, schreibt die „Welt“.

Das Projekt sei „verschwenderisch“, zitiert die Zeitung Marcel Luthe. „Von dem verschleuderten zweistelligen Millionenbetrag hätte man stattdessen das Pflegepersonal finanziell fördern und so endlich die Krankenhäuser wirklich entlasten können.“

Bis 1.000 Personen angedacht

Das Corona-Behandlungszentrum wurde im Mai 2020 auf dem Gelände der Messe Berlin GmbH fertiggestellt. Beim Aufbau half die Bundeswehr mit.

Das Notfallkrankenhaus soll Patienten aufnehmen, wenn die 50 anderen Kliniken in Berlin, die auf Corona-Patienten eingerichtet sind, ihre Belastungsgrenze erreicht haben.

Das CBZJ wurde für bis zu 1.000 Patienten ausgelegt. Personal sollte bei Bedarf von den Mitarbeitern der Vivantes Kliniken gestellt werden, zudem wurde für Pflegepersonal geworben. Allerdings wurde befürchtet, dass die Personaldecke zu dünn sein würde und eher eine „Katastrophenmedizin“ mit Studenten, Pensionären oder übermüdeten Pflegern entstanden wäre.

Mietkosten: 1,19 Millionen Euro pro Monat

Die Mietkosten der Messe-Klinik belaufen sich laut „Welt“ aktuell auf 1,19 Millionen Euro monatlich, hinzu kamen bisher für Ausstattung und Betrieb 13,4 Millionen Euro.

Die genannten Mietkosten sind etwas irritierend – denn Gesellschafter der Messe Berlin ist zu 100 Prozent das Land Berlin. Bekannt ist hingegen, dass die Messe Berlin durch die Ausfälle verschiedenster großer Messen unter Finanznot leidet. Es würden 60 Millionen Euro fehlen, hieß es im September 2020.

Die Einrichtung des Corona-Behandlungszentrums wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung geleitet und dort koordiniert. Betreiber ist der kommunale Klinikkonzern Vivantes.

Nach Angaben der „Berliner Zeitung“ vom 20. April 2020 wurden insgesamt 92,5 Millionen Euro durch das Abgeordnetenhaus für das Corona-Behandlungszentrum freigegeben.

„Senat will den gigantischen Irrtum immer noch nicht zugeben“

Gunnar Schupelius erklärt: „Die Messehalle 26 wurde vor einem Jahr in einer hysterischen Stimmung zum Krankenhaus umgewandelt, das niemand braucht. Monatlich werden dort 300.000 Euro versenkt und der Senat will den gigantischen Irrtum immer noch nicht zugeben.“

In der „Bild“ ergänzt er: Es sei eine „gigantische Fehlplanung“, welche sich jetzt weder Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) noch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) eingestehen wollen. Berlins Gesundheitssenatorin stand schon mehrfach im Zusammenhang mit Corona in der Kritik.

Das Behandlungszentrum ist „überflüssig“

Wolfgang Albers (Linke) hielt das Behandlungszentrum im Juli 2020 für überflüssig. „Das Geld gehört besser in die bestehenden Häuser gesteckt, zum Beispiel um Stationen so umzurüsten, dass sie jederzeit bei Bedarf in infektiologische Isolierstationen umgewandelt werden können.“

Albers ist Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, er war jahrelang Chirurg bei den Vivantes-Kliniken. Er warf Gesundheitssenatorin Kalayci und dem Regierenden Bürgermeister Müller im September 2020 vor, zu aufgeregt zu handeln.

(ks)



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