Verzweifelte Kinder, hilflose Eltern - keine Seltenheit in der Corona-Krise.Foto: iStock

Kindheitsforscher: Die Corona-Krise – ein Trauma für eine ganze Generation

Von 27. Oktober 2020 Aktualisiert: 27. Oktober 2020 19:37
„Kinder und Jugendliche betrifft dieser Virus im Wesentlichen nicht. Für die ist das ja völlig irrelevant – jetzt einmal auf den Punkt gebracht“, erklärt Kindheitsforscher, Familienberater und -coach Michael Hüter in einem Interview. Und das sei bereits im März klar gewesen. Doch elementarste Bedürfnisse und Grundrechte von Kindern und Familien seien missachtet worden.

Man weiß aus der Psychologie, wie verletzlich die frühkindliche Seele ist, wie lebensprägend Traumen sind. Nun wurde erstmals außerhalb von Kriegszeiten das „Kunststück“  zusammengebracht, „eine ganze Generation kollektiv zu traumatisieren. Das ist ein Verbrechen!“, sagt der Österreicher Kindheitsforscher und Autor Michael Hüter in einem Interview mit „RT“.

Am Anfang der Pandemie gab es den Lockdown, bei der Kitas und Schulen geschlossen wurden. Nun fahre man überall den Kurs, in Deutschland und auch in Österreich, die Schulen müssten offen haben „und verwandelt jetzt die Schulen sozusagen in Versuchsanstalten“.

Als einer der ersten hat sich der Kindheitsforscher bereits im März wegen Spielplatzschließungen mit einem Artikel an die Öffentlichkeit gewandt, weil es ihn aufgeregt habe, so Hüter. Schon damals sei international klar gewesen, dass Kinder und Jugendliche von dem Virus nicht betroffen sind.

Dass Kinder Überträger und Superspreader sind, sei „eine These, eine Vermutung, eine Unterstellung“, so Hüter weiter. „Das ist eine Behauptung. Das ist nach wie vor seit sechs Monaten nicht wissenschaftlich erwiesen. Im Gegenteil“, betont der Forscher. „Von der Todesrate her betrifft dieser Virus hauptsächlich Menschen mit schweren Vorerkrankungen.“ Das Durchschnittsalter liegt bei 70 und 80 Jahren.

Für Kinder sei die Grippe x-mal gefährlicher als COVID-19. Darum kümmere man sich aber nicht.

Hüter nimmt Bezug auf den „flammenden Appell“, den Kindheitswissenschaftler Professor Michael Klundt am 9. August im Deutschen Bundestag gehalten hat. Demnach würden mit dem „ganz engen Blick der Virologie“ elementarste Bedürfnisse und Grundrechte von Kindern und Familien missachtet.

„Ich kann nicht monatelang immer nur Virologen zu Wort kommen lassen“, erklärt Hüter. Wenn es um Kinder gehe, müsse man Psychologen, Neurobiologen, Kinderpsychologen, Soziologen und Historiker zu Wort kommen lassen. Es sei falsch, „eine ganze Generation kollektiv zu traumatisieren – ohne dass es dafür eine medizinische Grundlage gibt“.

In den Schulen geht es nicht mehr um Bildung, sondern um Corona

Vom Prinzip her könne man die Schulen dicht machen, so der Forscher. Denn in Wahrheit drehe es sich in den Schulen nicht mehr um Bildung, sondern nur noch um Corona.

Wenn Lehrer sich gegen den Präsenzunterricht aussprechen und sich zurück in den Fernunterricht wünschen, dann zeige sich, welches Verhältnis die Lehrer zu ihrem Job haben, gibt Hüter zu bedenken. „Da rächt sich natürlich auch 20 Jahre lang die Verweigerung, wirklich ernsthafte Schulreformen durchzuführen.“

Was der Forscher erschreckend findet, ist, dass die schlimmsten Befürchtungen in seinem Buch „Kindheit 6.7“ bereits Wirklichkeit geworden sind. „Denn mit COVID-19 zeigt sich vor allem eines wieder: was Schule eigentlich ist – kein Ort der Bildung, sondern ein Ort, wo es darum geht, die herrschenden Ideologien möglichst rasch und wirkungsvoll von oben durchzusetzen.“

„Ihnen [den Kindern] wird regelrecht Angst gemacht“, warnt Hüter, beispielsweise, indem Kindern suggeriert werde, sie könnten für den Tod ihrer Großeltern verantwortlich sein, wenn sie diese mit COVID-19 anstecken.

Bedeutung der Schulen in den letzten Jahrhunderten

„In den letzten 400 Jahren waren die Schulen dazu da, Kinder zu guten Christen zu machen“, erklärt der Forscher. Dann wurde die Schule über Jahrhunderte ein Ort der Gewalt, bis dies auch Einzug in die häusliche Erziehung fand bis zu den 60er Jahren.

Im Anschluss sind die Schulen zu Militärschulen umgerüstet worden, später waren die Schulen dazu da, aus der Bevölkerung Arbeiter und Lohnsklaven zu machen und noch später wurden sie zu Konsumenten erzogen. „Und wozu sind sie jetzt eigentlich da?“, fragt der Forscher. Um über nichts anderes mehr zu reden als über einen Virus, der nicht gefährlicher ist als andere Grippeviren, beantwortet Hüter die Frage. „So extrem läuft das wirklich nur in Deutschland.“

Nach wie vor gibt es Länder, in denen es zu keinen Schulschließungen komme, wie beispielsweise Schweden. Dass in anderen europäischen Ländern Schulen geschlossen wurden, ist für den Forscher kein Argument. „Das ist ja kein politischer Virus oder vielleicht doch?“, das müsse man sich langsam einmal fragen, sagt Hüter.

Schweden und Finnland hatten die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Familien und Kinder untersucht. Während Schweden keinerlei Schulschließungen durchführte, gab es diese in Finnland, wenn auch nicht flächendeckend. Für das Infektionsgeschehen sei dies „völlig irrelevant“ – mal ganz davon abgesehen, dass Kinder sich nicht infizieren oder wenn nur ganz schwach krank werden, betont Hüter. Eine ganze Menge internationaler Studien hätten gezeigt: „Kinder spielen für das Infektionsgeschehen überhaupt keine Rolle.“

„Quarantäne-Haft“ für Kinder ist „ein Verbrechen“

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Der Kindheitsforscher warnt auch davor, Kinder aufgrund eines PCR-Tests in eine 14-tägige Quarantäne, die er „Haft“ bezeichnet, zu stecken. „Das ist ein Verbrechen.“ Das Thema gehöre vor den Europäischen Menschengerichtshof. „Wir müssen uns einmal vorstellen, wie absurd das ist. Die Kinder dürfen ja nicht einmal ins Freie“, sagt Hüter. „Kränker kann man Menschen eigentlich nicht machen.“

Seit einem halben Jahr werde darüber nicht diskutiert, „dass wir in einem elendslangen Prozess über hundertausend Jahre“ so etwas wie ein Immunsystem entwickelt haben. Und was stärke das Immunsystem am meisten? „Das ist Bewegung an der frischen Luft. Punkt. Und vor allem für Kinder“, mahnt der Kindheitsforscher. Das müsste jeder Mediziner wissen – und auch ein Virologe.

Stattdessen stecke man die Kinder in Quarantäne „und es wird den Eltern ja auch gedroht“. Vor Jahren habe man in Deutschland Kinder von Homeschoolern mit der Polizei aus den Familien geholt.

Dabei sei Deutschland das einzige Land, in dem es keine alternative Schulbildung gibt, erwähnt Hüter nebenbei. „Und mich würde auch nicht wundern, wann man die Quarantäne von Kleinkindern mit der Bundeswehr überwacht“.

Dass Kinder „Superspreader“ sein könnten, seien nur „Behauptungen“, wiederholt Hüter. „Alle internationalen Studien dazu beweisen genau das Gegenteil. Das wird nur in Deutschland behauptet – und nur hier in diesem Ausmaß.“

www.michael-hueter.org

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