Lauterbach in Erklärungsnot wegen Falschaussage: „Corona-Intensivpatienten werden immer jünger“

Epoch Times8. Mai 2021 Aktualisiert: 8. Mai 2021 18:55
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte jüngst behauptet, Corona-Patienten auf Intensivstationen seien im Durchschnitt 47 bis 48 Jahre alt. Dass diese Aussage an den Haaren herbeigezogen ist, verdeutlicht eine Statistik des RKI. Lauterbach geriet unter Erklärungsnot und trendete damit sogar kurzzeitig auf Twitter.

Ein wichtiger Faktor in der Coronapolitik ist die Auslastung der Intensivstationen. In der aktuellen Debatte spielt dabei nicht allein die Zahl der Covid-19 Patienten eine Rolle, auch über die Fragen „Wer“ und „Wie alt“ wird inzwischen diskutiert. Bisher war in den Medien meist von einem hohem Durchschnittsalter der Corona-Intensivpatienten die Rede.

Mitte April hatte SPD-Politiker Karl Lauterbach jedoch behauptet, die Patienten auf Intensivstationen würden immer jünger werden. In der Talk-Show “Maybrit Illner” sagte er: „Diejenigen, die jetzt auf der Intensivstation behandelt werden, die sind im Durchschnitt etwa 47 bis 48 Jahre alt. Das sind Menschen mitten im Leben.“

Diese Aussage lasse sich laut „BR24“ zum jetzigen Zeitpunkt statistisch aber nicht belegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet ganz andere Zahlen. Eine Grafik veranschaulicht, dass das Durchschnittsalter von Corona-Patienten immer noch deutlich über der Angabe Lauterbachs liegt.

Lauterbach: „Persönliche Schätzung, keine Statistik“

Auf Nachfrage von „BR24“ erklärte Lauterbach, bei seinem Verweis auf ein Durchschnittsalter von 47 bis 48 Jahren habe es sich um eine „persönliche Schätzung“ gehandelt. Er sei inoffiziell in Kontakt mit Intensivmedizinern. Um sich sein eigenes Bild zu machen sei er außerdem auch selbst auf mehreren Intensivstationen gewesen.

Er führte weiter aus: „Was ich damit ausdrücken wollte, ist, dass es Berufstätige sind. Ich hätte dazu sagen müssen, dass es keine Statistik gibt.“

Bis zum jetzigen Zeitpunkt liegen lediglich Daten zur ersten und zweiten Corona-Welle vor, berichtet „BR24“ weiter. Eine Auswertung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zeigt, dass der Altersdurchschnitt der Corona-Patienten auf der Intensivstation während der ersten und zweiten Welle bei 68 Jahren lag. Vergleichbare Daten für die dritte Welle gebe es laut dem wissenschaftlichen Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, noch keine.

Lauterbachs offensichtlich falsche Aussage schlug auch auf Twitter große Wellen. Kurzzeitig belegte der Politiker auf der Plattform Platz eins in den deutschen Trends mit dem wenig rühmlichen Hashtag #Lauterbachluegt. (aa)



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