Polizisten in Berlin-Kreuzberg.Foto: Getty Images | AFP Odd Andersen

Zunahme von Revierkämpfen unter Kriminellen in Berlin

Epoch Times15. Januar 2021 Aktualisiert: 15. Januar 2021 7:48

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sieht wegen der Lockdowns in der Corona-Pandemie eine Zunahme krimineller Revierkämpfe in der Hauptstadt. „Wir haben keinen Bandenkrieg in Berlin. Aber wir sehen Verteilungskämpfe in der Stadt, die auch eine Folge der Corona-Pandemie sind“, sagte Geisel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe).

So gingen Einnahmen zum Beispiel im Drogenhandel verloren, weil durch den Lockdown und damit geschlossene Clubs die Kundschaft zurückgehe, sagte der Innensenator. „In der Folge kommt es zu Revierkämpfen.“

Auch das Berliner Landeskriminalamt (LKA) beobachtet solche Auseinandersetzungen, etwa zwischen arabischstämmigen Clans und tschetschenischen Gruppierungen. Die Tschetschenen gehörten zu den neuen Spieler auf dem Feld der organisierten Kriminalität, sagte Kriminaldirektor Stefan Pietsch der FAZ. Sie könnten im Fall von Konflikten sehr schnell viele eigene Leute mobilisieren.

„Deswegen müssen wir auch in Zukunft mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Gruppierungen rechnen.“

Nach gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Tschetschenen und Mitgliedern einer arabischstämmigen Großfamilie hatte die Polizei im November befürchtet, dass es zu größeren Auseinandersetzungen in der Hauptstadt kommt. So hatte es von beiden Seiten Aufrufe an ihre Verbündeten gegeben, nach Berlin zu kommen.

„Wir haben mit Kontrollen und entsprechender Präsenz von Polizeikräften in der Stadt reagiert und so eine Konfrontation weitgehend verhindert“, sagte Pietsch der FAZ. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion