Mehrere Sex-Attacken beim Bremer Volksfest – Alle Täter gefasst – Polizei: „Machen Sie durch lautes Schreien auf sich aufmerksam“

Epoch Times1. November 2018 Aktualisiert: 1. November 2018 10:48
Gemeinsam gegen Grapscher: Sicherheitsdienst und Polizei waren gut vorbereitet und auch Passanten und Schausteller handelten entschlossen. Mehrere Täter wurden gestellt.

Das Bremer Volksfest „Freimarkt“ findet in diesem Jahr vom 19. Oktober bis zum 4. November statt. Am vergangenen Wochenende (27./ 28. Oktober) wurden der Polizei mehrere Sex-Attacken auf Frauen im Umfeld des Volksfestes gemeldet.

Die schnellen Meldungen, der Einsatz des Sicherheitsdienstes und die Präsenz der Polizei führten zu Identifizierungen und vorläufigen Festnahmen der mutmaßlichen Täter.“

(Nils Matthiesen, Polizeisprecher)

Nacht auf Samstag, 27. Oktober

In der Nacht von Freitag auf Samstag beobachteten zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, wie kurz nach Mitternacht ein afghanischer Mann einer Frau auf dem Volksfestgelände in den Schritt und an die Brust griff.

Der 30-jährige Übeltäter konnte der Polizei übergeben werden. Er wurde vorläufig festgenommen.

Die Polizei bittet nun Zeugen um Hinweise, insbesondere sollte sich die attackierte Frau melden, die nach der Sex-Attacke geschockt geflüchtet war.

Samstagvormittag, beim Festumzug

Während des einstündigen Festumzuges ab 10 Uhr kam es erneut zu einer sexuell motivierten Tat.

In der Langemarckstraße griff ein „43 Jahre alter stark alkoholisierter türkischer Mann“ zwei jungen Frauen (20, 25) an die Brüste.

Passanten wurden auf den Vorfall aufmerksam und zogen den Täter weg und übergaben ihn der Polizei.

Samstagabend, am Autoscooter

Bei den Rummelaktivitäten am Samstagabend war ein syrischer Jugendlicher auf der „Jagd“. Am Autoscooter bedrängte er zwei 15-jährige Mädchen derart, dass er ihnen auch an die Brüste fasste.

Der Vorfall wurde von Schaustellern bemerkt. Sie griffen ein. Der Jugendliche konnte der Polizei übergeben werden. Doch plötzlich ging es dem 15-jährigen Syrer nicht mehr gut: „Der Gesundheitszustand des 15 Jahre alten Jungen verschlechterte sich und er musste vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden“, erklärte Polizeisprecher Matthiesen.

Die Erziehungsberechtigten der Mädchen und des Syrers wurden von der Polizei benachrichtigt.

Samstagnacht, Halle 7

In der Halle 7 fand am Samstagabend ab 21 Uhr das „Saturday Night Fever“ statt. Während der Veranstaltung kam es zu einer sexuellen Belästigung durch drei pakistanische Männer im Alter von 45, 38 und 21 Jahren. Sie umringten zwei Frauen (37, 41) und fassten sie mehrfach an.

Die Frauen in Not alarmierten ihrerseits den Sicherheitsdienst. Die Männer wurden daraufhin festgehalten und der Polizei übergeben. Sie wurden vorläufig festgenommen. Einer der Männer, der 38-Jährige, war stark alkoholisiert und aggressiv. „Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich und er musste in ein Krankenhaus gebracht werden“, so Polizeisprecher Matthiesen dazu.

Sonntagnachmittag, im Festzelt

Unsittlich zugange waren auch am Sonntagnachmittag zwei deutsche Männer im Alter von 38 und 27 Jahren. Sie hatten es auf zwei Frauen (20, 33) abgesehen, die sie im Festzelt begrapschten.

Auch diese beiden Täter konnten noch vor Ort gestellt werden.

In den geschilderten Fällen haben Zeugen und Sicherheitsdienst richtig reagiert und schnell gehandelt.“

(Niels Matthiesen, Polizeisprecher)

Die Polizei Bremen ermittelt in all diesen Fällen nun wegen sexueller Belästigung. Weitere mögliche Geschädigte und Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0421 / 3623 888 beim Kriminaldauersdienst zu melden.

Verhaltens-Tipps der Polizei

Die Polizei Bremen rät den Festbesuchern sich in Notsituationen laut bemerkbar zu machen und aktiv Hilfe einzufordern:

Wenn Sie sich bedroht fühlen oder sogar körperlich bedrängt werden, machen Sie durch lautes Schreien auf sich aufmerksam und versuchen Sie, Unbeteiligte direkt und aktiv zur Hilfeleistung aufzufordern.“

(Polizei Bremen)

Zudem sollte umgehend die Polizei über den Notruf 110 alarmiert oder aber der Sicherheitsdienst auf dem Freimarkt angesprochen werden. Auch sollten die Betroffenen als Zeugen vor Ort bleiben. (sm)

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