Einkaufen am Berliner Alexanderplatz – 10. MÄrz 2021.Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images

Ministerpräsident Günther für bundeseinheitliche Erleichterungen für Corona-Geimpfte und Genesene

Epoch Times1. Mai 2021 Aktualisiert: 1. Mai 2021 8:25

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will die schnelle Verabschiedung bundeseinheitlicher Regeln für Corona-Geimpfte und Genesene kommende Woche, wie er der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) sagte.

„Schleswig-Holstein hat bereits angekündigt, dass vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene mit der nächsten Landesverordnung zum 10. Mai keinen negativen Test mehr vorlegen müssen, wo dies derzeit Pflicht ist“, sagte Günther.

„Insofern begrüßen wir das Vorhaben, jetzt schnell zu bundeseinheitlichen Regelungen zu kommen“, so der CDU-Politiker. Bund und Länder debattieren darüber, die entsprechende Ausnahmen-Verordnung mit Erleichterungen für Geimpfte und Genesene bereits kommende Woche durch Bundestag und Bundesrat zu bringen.

Lauterbach: „Es gibt keinen Grund, Menschen mit Corona-Impfungsschutz zu beschränken“

Der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach verteidigte die geplante Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte gegen Kritik. „Aus medizinischer Sicht gibt es keinen Grund, Menschen mit dem vollen Corona-Impfungsschutz weiterhin in ihren Freiheiten zu beschränken.

Insofern ist es vertretbar, für diese Menschen die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen aufzuheben“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

Natürlich werde die unterschiedliche Behandlung von Geimpften und Nichtgeimpften zu gesellschaftlichen und moralischen Debatten führen, doch maßgeblich seien die medizinischen Gesichtspunkte. „Sie besagen, dass die gesundheitlichen Risiken für Menschen mit Corona-Impfung deutlich geringer sind“, daher müssten sie ihre Rechte zurückerhalten.

Geimpfte sollen Impfpass als Nachweis immer bei sich tragen

So gebe es keine Begründung, warum Personen mit vollem Impfschutz das Haus am Abend nicht mehr verlassen oder keine anderen Geimpften treffen sollten, verdeutlichte der SPD-Politiker. Voraussetzung sei, so Lauterbach, dass Geimpfte für den Fall von Kontrollen künftig stets auch ihren Impfpass als Nachweis bei sich trügen.

„Dies jeweils zu kontrollieren, wird eine zusätzliche Herausforderung werden“, sagte Lauterbach. Wichtig sei zudem, dass die Regeln bundesweit einheitlich angewandt würden und es nicht wieder zu regionalen Abweichungen komme, „denn das würde die Leute verwirren“.

Lauterbach nannte es zugleich „richtig und zumutbar“, dass Geimpfte weiterhin Mund-Nasen-Schutz tragen „und nicht komplett von allen Maßnahmen befreit werden“. Denn auch wenn Geimpfte selbst nicht schwer erkrankten, so können sie das Virus doch weitergeben.

Existenz sogenannter asymptomatischer Infizierter umstritten

Allerdings ist die Existenz sogenannter asymptomatischer Infizierter umstritten. Auch wenn es diese gäbe, wäre die Frage, ob diese einen vitalen neuartigen Coronavirus in sich tragen können und dass in einer Viruslast, die zu einer Infektion bei einem anderen Menschen führen könne.

„Ich halte es für eine geringe Einschränkung im Alltag, wenn Geimpfte weiterhin Maske tragen“, so der SPD-Politiker.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen kritisierte die geplanten Erleichterungen hingegen als verfrüht und riet den Ländern, der entsprechenden Verordnung erst Ende Mai zuzustimmen. (dts)



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