Proteste gegen Corona-Beschränkungen in zahlreichen deutschen Städten und Gemeinden

In mehreren deutschen Städten hat es am Samstag zum Teil trotz Verboten Proteste gegen die Corona-Beschränkungen gegeben. In Stuttgart schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer aus der "Querdenker"-Bewegung auf etwa tausend. Die Polizei fuhr Wasserwerfer auf und setzte ein massives Polizeiaufgebot ein, um größere Versammlungen zu unterbinden.
Epoch Times18. April 2021

In mehreren deutschen Städten hat es am Samstag zum Teil trotz umstrittener Versammlungsverbote Proteste gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen und ein neues Infektionsschutzgesetz gegeben.

In Berlin, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Heidelberg, Jena, Kempten, Kiel, Mainz, München, Saarbrücken, Stuttgart, Rostock, Parchim, Wiesbaden und weiteren Städte und Gemeinden gab es Proteste.

Mit einem massiven Polizeiaufgebot samt Polizeihubschraubern, und teilweise unter dem Auffahren von Wasserwerfern kesselte die Polizei vielerorts die friedlich – mancherorts tanzend – demonstrierende Menschen ein. Daraufhin wurden die Personalien aufgenommen, Platzverweise ausgesprochen und mögliche Verstöße gegen Infektionsschutzverordnungen aufgenommen. Es kam auch zu mehreren vorübergehenden Festnahmen (Gewahrsamnahme).

Am 17. April 2021 kontrollieren Polizeibeamte Menschen die zu Protesten gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen in der Innenstadt von Dresden, Ostdeutschland, inmitten der Pandemie des Coronavirus (Covid-19) unterwegs sind. Foto: JENS SCHLUETER / AFP über Getty Images

Bei Protesten gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen und das geplante neue Infektionsschutzgesetz in Berlin am 13. April 2021. Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images

In einigen Städten konnten die Proteste stattfinden.

Auch in Form von Autokorsos drückten Menschen gestern ihren Protest gegen die Corona-Maßnahmen aus.

So demonstrierten in Berlin viele Hundert Camping-Freunde mit Wohnmobilen und Wohnwagen für eine sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze. Sie fuhren in einem langen Wohnmobil-Korso vom Olympiastadion am westlichen Stadtrand der Hauptstadt zum Reichstagsgebäude in Berlin-Mitte.

Angemeldet waren rund 700 Fahrzeuge. Thomas Albrecht von der Initiative „Campen mit Abstand“ sagte, es seien deutlich mehr Teilnehmer gekommen. „Wir sind mehr als 1.000.“

„Wir reisen coronakonform“ und „Campen statt Malle“ stand etwa auf Wohnwagen. Der Start des Camping-Korsos am Mittag verzögerte sich nach Angaben der Veranstalter, weil die Polizei die Strecke änderte. Im Regierungsviertel demonstrierten parallel ebenfalls Gegner der Corona-Beschränkungen.

„Camping mit Abstand ist mit Abstand die beste, sicherste und kontaktärmste Regenerationsform für unsere Familien“, betonte die Initiative. „Die langen Einschränkungen des jetzigen Lockdowns nagen immer mehr an den Menschen und den Familien, viele sehnen sich Öffnungsschritte herbei.“ Gebraucht würden sichere Bereiche, um Familien Luft zum Durchatmen zu geben.

Der übliche Saisonstart an Ostern war auf den deutschen Campingplätzen in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Nur Dauercamper dürfen in den meisten Bundesländern ihre Wohnwagen beziehen.

Die Camper-Community hofft nun auf Lockerungen vor den langen Wochenenden im Mai. Eine Online-Petition fand bislang gut 44.000 Unterstützer. (dpa/er)

 



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