Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), äußert sich auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Covid-19-Lage in Deutschland.Foto: Tobias Schwarz/AFP POOL/dpa/dpa

RKI-Chef Wieler empfiehlt Tests und Maskenpflicht an Schulen bis Frühjahr 2022

Epoch Times25. Juni 2021 Aktualisiert: 25. Juni 2021 8:12

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich für die Beibehaltung von Schutzmaßnahmen an Schulen bis zum Frühjahr 2022 ausgesprochen. „Wir empfehlen, dass in Schulen weiter getestet und Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, das sollte bis zum nächsten Frühjahr so sein“, sagte Wieler der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).

Für diese Empfehlung nannte er zwei zentrale Gründe: „Zum einen wollen wir ja das Infektionsgeschehen niedrig halten, weil auch Kinder schwer erkranken können. Und zum anderen haben wir natürlich das Ziel, dass die Schulen offen bleiben.“ Zugleich rechnet der RKI-Präsident nach eigener Aussage mit einem steigenden Infektionsgeschehen an Schulen. „Es werden vermehrt Fälle bei Kindern auftreten, schon jetzt sehen wir größere Ausbrüche der Delta-Variante in Schulen“, sagte Wieler.

Mit Blick auf die Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sagte er, die Ständige Impfkommission (Stiko) habe die Impfungen grundsätzlich für alle Kinder freigestellt, aber explizit empfohlen worden sei sie nur für Kinder mit Vorerkrankung. „Das erhöht natürlich die Impfbereitschaft nicht.“ Die Impfungen bei Kindern seien „sehr emotional“, doch gerade hier müssten Sicherheitsaspekte „gesondert“ betrachtet werden.

Zweidrittel der Deutschen erwartet vierte Welle

Eine deutliche Mehrheit von 67 Prozent der Bundesbürger erwartet in der Corona-Pandemie eine vierte Infektionswelle in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-„Politbarometer“, die am Freitag veröffentlicht wurde. 29 Prozent erwarten dies nicht, angeblich nur vier Prozent der Bundesbürger trauen sich dazu keine Einschätzung zu.

Aus der ausklingenden dritten Welle gehen die Neuinfektionen und die aktiven Fälle unterdessen immer weiter zurück, Stand Montagmorgen auf einen bundesweiten Inzidenzwert von 6,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen. In 27 von 401 Stadt- und Landkreisen liegt die Inzidenz mittlerweile bei null, weil es hier in der letzten Woche gar keine neuen Fälle mehr gab. (afp/dts)

 



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