Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern.Foto: Peter Kneffel/dpa/dpa

CSU-Chef Söder dringt erneut auf früheren Kohleausstieg

Epoch Times1. August 2021 Aktualisiert: 1. August 2021 16:54

CSU-Chef Markus Söder hat seine Forderung nach einem Vorziehen des Kohleausstiegs bekräftigt. Im ZDF-„Sommerinterview“ warb Söder am Sonntag für „einen schnelleren Kohleausstieg“, ein „früheres Ende des fossilen Verbrenners“ sowie mehr Tempo beim Ausbau der Elektromobililtät. Auch solle es eine Solarpflicht für Neubauten geben.

„Wir schauen, dass wir eine bundeseinheitliche Regelung hinbekommen“, sagte dazu der bayerische Ministerpräsident. Gelinge dies nicht, dann „werden wir das in Bayern auch machen“, verwies er auf solche Beschlüsse unter anderem in Baden-Württemberg.

Zurückhaltend äußerte sich Söder allerdings zum Ausbau der Windkraft, wo Bayern wegen seiner sehr strengen Abstandsregeln im Ländervergleich zurückliegt. Zwar solle es auch hier begrenzte Erleichterungen geben, insgesamt aber sei Wind „in Bayern nicht so erfolgreich“, räumte der CSU-Chef ein. Klimaschutz müsse auch „mit den Bürgern im Einklang sein“, verwies er auf Widerstände in der Bevölkerung.

Der Kohleausstieg soll nach den bisher geltenden Regeln erst spätestens 2038 erfolgen. Die Grünen fordern ein Vorziehen auf 2030 – auch um den inzwischen beschlossenen strengeren Emissionszielen gerecht zu werden. Dagegen gibt es jedoch Widerstände in Teilen der SPD. Auch CDU-Chef Armin Laschet ist bislang nicht zu einem schnelleren Ausstiegsfahrplan bereit, was Umweltverbände scharf kritisieren. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion