Monika Grütters (CDU), Kulturstaatsministerin.Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa

Stiftung „Orte der Demokratiegeschichte“ soll sich auch um Einheitsdenkmal in Berlin kümmern

Epoch Times28. März 2021 Aktualisiert: 28. März 2021 19:06

Die Stiftung Orte der Demokratiegeschichte nimmt Gestalt an.

Nach langen Verhandlungen innerhalb der Koalition liege nunmehr das detaillierte Konzept vor, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Die Stiftung soll demnach noch vor der Sommerpause vom Bundestag beschlossen werden, die Arbeit noch in diesem Jahr beginnen. Der Sitz der Stiftung werde ein „Haus der Demokratie“ nahe der Paulskirche in Frankfurt am Main sein.

Weitere Orte für die Stiftung sollen demnach das Hambacher Schloss, der Friedhof der Märzgefallenen in Berlin, die Erinnerungsstätte Rastatt sowie das kürzlich erst eröffnete Haus der Weimarer Republik in Weimar werden. Die Stiftung solle zudem die Verantwortung für das Freiheits- und Einheitsdenkmal übernehmen, die vieldiskutierte „Einheitswippe“. Deren eigentliche Betreuung liegt allerdings beim Deutschen Historischen Museum.

Weitere Stiftungsaufgaben sind dem Konzept zufolge, im Deutschen Historischen Museum sowie im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland neue Dauerausstellungen vorzubereiten mit dem Schwerpunkt Demokratiegeschichte.

Das Konzept fordert dem Bericht zufolge, die Stiftung solle helfen, aktuelle Gefühle von Ohnmacht angesichts der Demokratiegefährdung zu überwinden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte der „FAS“, Deutschland verdanke „seine heutige Identität und sein mittlerweile wieder hohes Ansehen in der Welt auch seiner schonungslosen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit“. Zu Recht seien die Deutschen vorsichtig, „wenn es darum geht, stolz und selbstbewusst zurückzuschauen auf die eigene Geschichte“.

Grütters betonte zugleich: „Es stärkt die Kräfte der Zivilgesellschaft und damit auch die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie, wenn wir die Chance haben, nicht nur am Ringen mit der Vergangenheit zu reifen, sondern auch im Bewusstsein der eigenen Freiheitstraditionen zu wachsen.“

Deshalb sollten auch die „Sternstunden deutscher Demokratiegeschichte“ ihren angemessenen Platz finden. „Die künftige Bundesstiftung wird Orte der Freiheit und Demokratie stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken“, so Grütters. „Denn diese Orte brauchen und verdienen mehr Raum in unserem Selbstverständnis: als gleichermaßen mahnende und motivierende Erinnerung, dass Demokratie kein Geschenk ist, sondern eine Errungenschaft, kein ständiger Besitz, sondern stetes Bemühen.“ (afp)


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