Tausende Traktoren sind nach und in Berlin unterwegs, um ihre Forderungen Landwirtschaftsministerin Klöckner überreichen zu können.Foto: Land schafft Verbindung

Unzählige Traktoren unterwegs nach und in Berlin: Landwirte protestieren gegen Klöckners Politik

Epoch Times27. Januar 2021 Aktualisiert: 27. Januar 2021 9:42
"Bauern in Berlin - gekommen um zu bleiben" – in Berlin demonstrieren Landwirte mit ihren Traktoren vor dem Landwirtschaftsministerium, dem Umweltministerium und dem Alexanderplatz. Sie fordern höhere Erzeugerpreise und protestieren auch gegen schärfere Umweltgesetze.

In Berlin haben sich am Dienstagmorgen unzählige Traktoren zu Protesten gegen die Landwirtschaftspolitik der Regierung eingefunden. Seit Wochenbeginn sind tausende Bauern unterwegs nach Berlin – teilweise fuhren sie über Nacht, erklärten die Initiatoren. Unter dem Motto „Bauern in Berlin – gekommen um zu bleiben“, fuhren sie zum Landwirtschaftsministerium. Organisiert wird der Protest von der Initiative „Land schafft Verbindung“.

Die Landwirte möchten mit Frau Klöckner sprechen – und werden jeden Tag um 10 Uhr bei ihr vorfahren, bis sie mit ihr sprechen können. Eine Mahnwache vor dem Landwirtschaftsministerium ist angemeldet.

Weiterhin gibt es in den nächsten Tagen eine Mahnwache am Bundesumweltministerium von Frau Svenja Schulze sowie am Alexanderplatz im Osten Berlins. Diese Mahnwachen sind von der Versammlungsbehörde Berlin bis mindestens Sonntagabend zugelassen. Ein täglicher Trecker Corso durch die Hauptstadt ist genehmigt.

„Wir waren schon zwei, dreimal hier in Berlin. Es hat sich seitdem nichts geändert“, sagte Landwirt Jan-Bernd Stolle. „Und jetzt wird das eine etwas langfristigere Demo werden, solange bis Frau Klöckner unsere Forderungen nicht nur entgegennimmt, sondern sich auch … ja, müssen wir sehen, wie es wird. Was sie sagt, wie sie uns aufnimmt, wie sie unsere Papiere aufnimmt. Deswegen sind wir hier.“

Die Landwirte beschweren sich schon lange über niedrige Preise für ihre Produkte. „Bei Schweinen ist ein gutes Beispiel. Wir haben jetzt am Schwein 20, 22 Euro pro Schwein verloren. Pro Mastschwein. Also nicht irgendwie weniger verdient, sondern einfach das nackte Geld verloren. Da muss man sehen, Sie gehen jeden Tag zur Arbeit und verlieren Geld. Wie lange sollen wir das durchhalten?“, sagte Stolle.

Die direkten Forderungen an die Politik: Forderungen Politik.docx

Das Geld sollte auch bei den Bauern ankommen

Die Bauern protestieren vor allem gegen schärfere Umweltgesetze und fordern höhere Erzeugerpreise für ihre Produkte. Sie wollen im Ministerium von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein Forderungspapier (pdf; Milchdialog) übergeben, in dem sie auf ihre Lage hinweisen. Die Branche leide gleichermaßen unter der Corona-Krise und dem „Preisdumping“ des Handels, heißt es darin.

Die neue Düngeverordnung, die entgegen monatelanger Kritik der Bauerninitiative „immer noch nicht flächendeckend überarbeitet wurde“, solle ebenso ausgesetzt werden wie alle im vergangenen Jahr beschlossenen „Verordnungen und Gesetze betreffend Ackerbau, Feldfuttergewinnung und Nutztierhaltung“, fordert „Land schafft Verbindung“ in dem Papier.

Vor der Erhöhung von Umwelt- und Tierschutzstandards müssten zunächst die Erzeugerpreise für die Landwirte angehoben werden – sonst würden Betriebe zerstört, betont die Initiative. „Wir brauchen zwingend deutlich höhere Markterlöse für Milch, Rinder, Schweine und Geflügel“, heißt es weiter. Unbedingt nötig seien etwa mindestens 15 Cent mehr für den Liter Milch, ein Euro mehr für das Kilo Rindfleisch, 50 Cent für Schwein und 20 Cent für Geflügel.

Bis Sonntag haben die Landwirte mehrere Demonstrationen mit Hunderten Traktoren angemeldet. (afp/reuters/ks)

 

 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Wirtschaftskrisen können geschaffen und genutzt werden, um Aufstände und Revolutionen zu fördern. Sozialistische Bewegungen werden in Krisenzeiten leicht als „Retter“ angesehen.

Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre war der kritische Augenblick, in dem Europa und die Vereinigten Staaten den Weg zu „Big Government“ (ein übermäßig großer Verwaltungsapparat) und dem heutzutage weit verbreiteten Interventionismus einschlugen. Die Finanzkrise im Jahr 2008 wirkte sich ebenfalls günstig für die Ausweitung einer linksgerichteten Politik aus.

Sozialistische Ideen gelten leicht als „Rettungsweg“ aus der Krise, wenn Politiker verzweifelt nach Lösungen suchen. Doch dies bedeutet, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen.

Genau darum geht es im 9. Kapitel des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“, es trägt den Titel: „Die kommunistische Wohlstandsfalle“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion